2008, S. 359). Eine Formal- oder Verbalinjurie ist ein blosser Ausdruck der Missachtung, ohne dass sich die Aussage erkennbar auf bestimmte dem Beweis zugängliche Tatsachen stützt. Ob solche Werturteile dem Verletzten oder Dritten gegenüber abgegeben werden, ist nicht von Belang (BGer, Urteil 6B_794/2007 vom 14. April 2008 E. 3.1; BGer, Urteil 6B_257/2016 vom 5. August 2016 E. 1.2.2; Riklin, a.a.O., N 4 zu Art. 177 StGB). Bei sog. gemischten Werturteilen steht die Beurteilung in einem erkennbaren Bezug zu einer Tatsachenbehauptung. Solche Äusserungen werden primär als Vorwurf von ehrenrührigen Tatsachen behandelt (Donatsch, a.a.O., S. 358; Riklin, a.a.O., N 46 zu Art. 173 StGB).