{"Signatur": "SZ_KG_002", "Spider": "SZ_Gerichte", "Sprache": "de", "Datum": "2019-04-29", "HTML": {"Datei": "SZ_Gerichte/SZ_KG_002_ZK2-2017-78_2019-04-29.html", "URL": "https://gerichte.sz.ch/tribunavtplus/loadTable", "Checksum": "f691d9303c8b29d41a53cce09df81b14"}, "PDF": {"Datei": "SZ_Gerichte/SZ_KG_002_ZK2-2017-78_2019-04-29.pdf", "URL": "https://gerichte.sz.ch/tribunavtplus/ServletDownload/ZK2_2017_78_eb9cb516b72ea9d822b390383b5bf9d2b2d83b5df8ece5dbadc5d57424307e4f8862ca70c49a0fb07efff858ae03f6a334538dcdc5b24363f62aedc69404ff8aea2e94432a3f2899a2ba69cf3333726b?path=eb9cb516b72ea9d822b390383b5bf9d2b2d83b5df8ece5dbadc5d57424307e4f8862ca70c49a0fb07efff858ae03f6a334538dcdc5b24363f62aedc69404ff8aea2e94432a3f2899a2ba69cf3333726b&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=ZK2_2017_78", "Checksum": "ef900101f63ed0a8f6fe8dca2db272c9"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["ZK2 2017 78"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Schwyz Kantonsgericht 2. 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Die erheblichen Tatsachen sind\nlediglich glaubhaft zu machen, auch wenn dies aus dem Gesetzestext nicht\nhervorgeht (Vetterli, Das Eheschutzverfahren nach der schweizerischen Zivilprozessordnung, in: FamPra.ch 2010 S. 788; Sutter-Somm/Hostettler, in: Sut-\nter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger, Kommentar zur ZPO, 3. Aufl.,\nZürich/Basel/Genf 2016, N 12 zu Art. 271 ZPO sowie N 10 zu Art. 273 ZPO).\nEine Behauptung ist glaubhaft, wenn der Richter von der Wahrheit zwar nicht\nvöllig überzeugt ist, sie aber überwiegend für wahr hält, obwohl nicht alle\nZweifel beseitigt sind. Es muss somit aufgrund objektiver Anhaltspunkte der\nEindruck einer gewissen Wahrscheinlichkeit für das Vorhandensein der in\nFrage kommenden Tatsache bestehen (Guyan, in: Basler Kommentar zur\nZPO, 3. Aufl., Basel 2017, N 10 zu Art.157 ZPO mit Hinw. auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung).\n\nc) Im Berufungsverfahren werden neue Tatsachen und Beweismittel\n(sog. Noven) grundsätzlich nur noch berücksichtigt, wenn sie ohne Verzug\nvorgebracht werden und trotz zumutbarer Sorgfalt nicht schon vor erster Instanz vorgebracht werden konnten (Art. 317 Abs. 1 ZPO). Zu unterscheiden\nsind die echten von den unechten Noven. Echte Noven sind Tatsachen oder\nBeweismittel, welche (erst) nach dem Ende der Hauptverhandlung des erstinstanzlichen Verfahrens entstanden. Solche Noven sind im Berufungsverfahren\nKantonsgericht Schwyz 16\n\nimmer zulässig, wenn sie ohne Verzug nach ihrer Entdeckung vorgebracht\nwerden. Demgegenüber sind unechte Noven Tatsachen und Beweismittel,\nwelche bereits bei Ende der erstinstanzlichen Hauptverhandlung entstanden\nwaren. Die Zulassung unechter Noven wird im Berufungsverfahren beschränkt. Sie sind gemäss Art. 317 Abs. 1 lit. b ZPO ausgeschlossen, wenn\nsie bei Beachtung zumutbarer Sorgfalt bereits im erstinstanzlichen Verfahren\nhätten vorgebracht werden können (Urteil BGer vom 24. Februar 2012,\n4A_643/2011, E. 3.2.2; Urteil BGer vom 7. Februar 2013, 4A_662/2012,\nE. 3.3; Urteil BGer vom 24. September 2013, 5A_330/2013, E. 3.5.1). Die novenwillige Partei muss die neuen Tatsachenbehauptungen und die neuen Beweismittel sowie die Novenvoraussetzungen substantiieren und beweisen\n(Reetz/Hilber, in: Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung,\nHrsg. Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger, 3. A., N 34, 49 und 60 f. zu\nArt. 317 ZPO; Spühler, in: Basler Kommentar zur ZPO, 3. Aufl., Basel 2017,\nN 10 zu Art. 317 ZPO). Das Gesagte gilt grundsätzlich auch für Verfahren mit\neingeschränktem Untersuchungsgrundsatz (z.B. Art. 272 ZPO). Unterliegt das\nVerfahren hingegen der uneingeschränkten Untersuchungsmaxime, wie dies\nin Kinderbelangen der Fall ist (Art. 296 Abs. 1 ZPO), können die Parteien im\nBerufungsverfahren Noven selbst dann vorbringen, wenn die Voraussetzungen von Art. 317 Abs. 1 ZPO nicht erfüllt sind (BGE 144 III 349 [Urteil BGer\n5A_788/207 vom 2. Juli 2018], E. 4.2.1).\n\n3. Umstritten ist zunächst die Zuteilung der elterlichen Obhut über die gemeinsamen Kinder R.________, S.________, und T.________. Beide Parteien beanspruchen die alleinige Obhut, wobei die Gesuchstellerin im Berufungsverfahren eventualiter die alternierende Obhut beantragt.\n\na) Für die Zuteilung der Obhut an einen Elternteil gelten grundsätzlich die\ngleichen Kriterien wie im Scheidungsfall. Dabei hat sich der Richter nach\nhöchstrichterlicher Rechtsprechung einzig am Kindeswohl zu orientieren, das\nallen anderen Überlegungen, insbesondere den Wünschen der Eltern vorgeht\nKantonsgericht Schwyz 17\n\n"}