{"Signatur": "SZ_KG_002", "Spider": "SZ_Gerichte", "Sprache": "de", "Datum": "2019-12-30", "HTML": {"Datei": "SZ_Gerichte/SZ_KG_002_ZK2-2017-76_2019-12-30.html", "URL": "https://gerichte.sz.ch/tribunavtplus/loadTable", "Checksum": "afaa803f51574d71f65aa96b09b8ff61"}, "PDF": {"Datei": "SZ_Gerichte/SZ_KG_002_ZK2-2017-76_2019-12-30.pdf", "URL": "https://gerichte.sz.ch/tribunavtplus/ServletDownload/ZK2_2017_76_eb9cb516b72ea9d822b390383b5bf9d2e5ef3a273d81efc3dfa971bb1950831de1d91baaee58f50f0693a5b6ba67cc80f492ec0b1b70374298292b1f7b8c8726ea2e94432a3f2899a2ba69cf3333726b?path=eb9cb516b72ea9d822b390383b5bf9d2e5ef3a273d81efc3dfa971bb1950831de1d91baaee58f50f0693a5b6ba67cc80f492ec0b1b70374298292b1f7b8c8726ea2e94432a3f2899a2ba69cf3333726b&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=ZK2_2017_76", "Checksum": "d23cb88c470b8871f8010da8bbc9111e"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["ZK2 2017 76"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Schwyz Kantonsgericht 2. 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Die Bemessung des Betreuungsunterhalts nach dem Lebenshaltungskostenansatz ist die adäquateste und vom Kantonsgericht gewählte Lösung (vgl. Beschluss ZK2 2017 84 der\n2. Zivilkammer des Kantonsgerichts Schwyz vom 9. Juli 2018 E. 5b S. 27-29\nmit Hinweis auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung). Für die Berechnung\nder Lebenshaltungskosten ist dabei vom betreibungsrechtlichen Existenzminimum auszugehen und sind die familienrechtlichen Zuschläge dazuzurechnen, sofern dies die konkreten finanziellen Verhältnisse erlauben (BGE 144 III\n377 in Pra 107 Nr. 104, E. 7.1.4).\n\nIn der Periode vom 1. Januar 2017 bis 31. Juli 2018 gelten die gleichen Kinderunterhaltsbeiträge inkl. Kinderzulagen (Barunterhalt). Der Gesuchstellerin\nist ab dem 1. August 2017 bis 31. Juli 2018 bei einem Arbeitspensum von\n50 % ein hypothetisches Einkommen von Fr. 2'540.00 anzurechnen (E. 4.1c\nvorne), was durchschnittlich für die Zeit vom 1. Dezember 2016 bis 31. Juli\n2018 Fr. 1'983.45 ergibt. Damit vermag sie ihren Bedarf von Fr. 3‘484.55 (vgl.\nE. 6.6b/bb vorne) im Betrag von Fr. 1‘501.10 nicht zu decken. Das Manko der\nGesuchstellerin von Fr. 1'501.10 bzw. gerundet Fr. 1'500.00 ist also betreuungsbedingt, weshalb dieser Betrag als Betreuungsunterhalt für die damals\n12- bis 13-jährige J.________ zuzusprechen ist.\nKantonsgericht Schwyz 111\n\nUnterhalt 01.08.18 – 31.10.19\n\nEinkommen Gesuchsgegner EUR 7'397.50\nEinkommen Gesuchstellerin EUR 897.10\nTotal EUR 8‘294.60\nBedarf Gesuchstellerin und Kinder EUR 6'855.40*\nBedarf Gesuchsgegner EUR 2'002.90\n\n*Gesuchstellerin\n\n([EUR 2'345.80 x 5 = EUR 11'729.00] + [EUR 2'350.20 x 3.5 = EUR 8'225.70]\n+ [EUR 2'760.20 x 2.5 = EUR 6'900.50] + [EUR 2'513.85 x 1] + [EUR 2'013.85\nx 3 = EUR 6’041.55]) : 15\n= EUR 2'360.70\n\nH.________\n\n([EUR 1'558.45 x 5 = EUR 7'792.25] + [EUR 1'565.20 x 3.5 = EUR 5'478.20]\n+ [EUR 1'565.20 x 2.5 = EUR 3'913.00] + [EUR 1'565.20 x 1] + [EUR 1'654.20\nx 3 = EUR 4'962.60]) : 15\n= EUR 1'580.75\n\nI.________\n\n([EUR 2'313.00 x 11 = EUR 25'443.00] + [EUR 1'992.70 x 1] + [EUR 820.95\nx 3 = EUR 2'462.85]) : 15\n= EUR 1'993.25\n\nJ.________\n\n([EUR 953.55 x 11 = EUR 10'489.05] + [EUR 830.40 x 4 = EUR 3'321.60]) : 15\n= EUR 920.70\nKantonsgericht Schwyz 112\n\nDem Gesuchsgegner ist sein Bedarf von EUR 2'002.90 zu belassen, weshalb\ner der Gesuchstellerin und den Kindern den Restbetrag von EUR 5'394.60\n(EUR 7'397.50 – EUR 2'002.90) als Unterhalt zu bezahlen hat. Denn die\nGesuchstellerin und die Kinder vermögen selbst mit dem ihnen zur Verfügung\nstehenden Betrag von EUR 6‘291.70 (Einkommen von EUR 897.10 +\nRestbetrag von EUR 5'394.60) ihren Bedarf nicht zu decken, weil dieser\nEUR 6'855.40 betrug (vgl. E. 6.6c/aa vorne). Mit dem Restbetrag von\nEUR 5'394.60 ist vorerst der gerundete Bedarf der drei Töchter (EUR 1'580.00\n+ EUR 1'995.00 + EUR 920.00), weshalb noch rund EUR 900.00 verbleiben.\nDie Bedarfszahlen der Töchter sind als deren Barunterhaltsbeiträge festzusetzen. Über allfällige niederländische Kinderzulagen ist nichts zu befinden. Der\nGesuchsgegner beantragte zwar die Aufhebung der entsprechenden vorinstanzlichen Dispositiv-Ziffer 8, begründet aber dies nicht (substanziiert).\n\nJ.________ wurde am zz.________ 2005 geboren. Sie wird erst ab dem\nzz.________ 2021 (16. Geburtstag) keiner für den Betreuungsunterhalt relevanter Betreuung mehr bedürfen. Das Manko der Gesuchstellerin von\nEUR 1'463.60 (EUR 897.10 – EUR 2'360.70) ist betreuungsbedingt. Indessen\nist ebenfalls zu beachten, dass im Bedarf der Gesuchstellerin und der Töchter\nKosten berücksichtigt wurden, welche nicht unter das betreibungsrechtliche\nExistenzminimum zu subsumieren sind (z.B. Zimmer H.________, Internet/Mobile, Freizeit H.________; vgl. E. 6.5w vorne). Der verbleibende Betrag\nvon gerundet EUR 900.00 (vgl. vorangehender Absatz) ist deshalb ermessensweise und pauschal nur im Betrag von EUR 300.00 als Betreuungsunterhalt für J.________ resp. im Rest von EUR 600.00 als persönlicher Unterhalt\nder Gesuchstellerin zu sprechen.\nKantonsgericht Schwyz 113\n\nUnterhalt 01.11.19 – 31.01.21\n\nEinkommen Gesuchsgegner EUR 7'397.50\nEinkommen Gesuchstellerin EUR 2'048.00\nTotal EUR 9'445.50\nBedarf Gesuchstellerin und Kinder EUR 5'319.40\nBedarf Gesuchsgegner EUR 2'002.90\nÜberschuss EUR 2'123.20\n\nDer Überschuss von EUR 2'123.20 ist der Gesuchstellerin und den Kindern zu\n2/3 bzw. EUR 1'415.45 und dem Gesuchsgegner zu 1/3 resp. EUR 707.75\nzuzuteilen. Die Gesuchstellerin erhält 2/5, also EUR 566.20 (EUR 1'415.45 :\n2.5). Der Rest bzw. EUR 849.30 (EUR 1'415.45 : 2.5 x 1.5) geht an die Kinder.\n\nBei dieser Rechnung würden die Gesuchstellerin und die Kinder einen\nUnterhaltsbeitrag von EUR 4'686.85 (Bedarf von EUR 5'319.40 – Einkommen\nvon EUR 2'048.00 + Überschuss von EUR 1'415.45) erhalten, wobei darin die\nSteuern des persönlichen Ehegattenunterhaltsbeitrags nicht enthalten sind.\n\n"}