{"Signatur": "SZ_KG_002", "Spider": "SZ_Gerichte", "Sprache": "de", "Datum": "2018-04-20", "HTML": {"Datei": "SZ_Gerichte/SZ_KG_002_ZK2-2017-73_2018-04-20.html", "URL": "https://gerichte.sz.ch/tribunavtplus/loadTable", "Checksum": "718aa9659586c26cea6f18b47ff9f87e"}, "PDF": {"Datei": "SZ_Gerichte/SZ_KG_002_ZK2-2017-73_2018-04-20.pdf", "URL": "https://gerichte.sz.ch/tribunavtplus/ServletDownload/ZK2_2017_73_eb9cb516b72ea9d822b390383b5bf9d2893728499edd7c0285dceb4771e2efe22233560cfe8c417a181baeed13c8a5cffda2ac0099f48cbd61f3649db9e7aceaea2e94432a3f2899a2ba69cf3333726b?path=eb9cb516b72ea9d822b390383b5bf9d2893728499edd7c0285dceb4771e2efe22233560cfe8c417a181baeed13c8a5cffda2ac0099f48cbd61f3649db9e7aceaea2e94432a3f2899a2ba69cf3333726b&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=ZK2_2017_73", "Checksum": "916dc44df61b362ecf4e1c12337d5c6c"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["ZK2 2017 73"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Schwyz Kantonsgericht 2. Zivilkammer 20.04.2018 ZK2 2017 73"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Schwyz Kantonsgericht 2. Zivilkammer"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Schwytz  2. Zivilkammer"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Svitto  2. Zivilkammer"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Eigentumsklage | Sachenrecht"}], "ScrapyJob": "446973/54/2069", "Zeit UTC": "22.01.2026 22:29:26", "Checksum": "202d6ee4555469c8025875ed9ee8f7ac", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Schwyz Kantonsgericht 2. Zivilkammer 20.04.2018 ZK2 2017 73\nRegeste:\nEigentumsklage | Sachenrecht\n\n2. Gemäss den Feststellungen des Erstrichters im Urteil vom 13. Juli 2017\nversteigerte das Betreibungsamt Galgenen am 29. Februar 2008 die sich im\nEigentum von D.________ befindliche Liegenschaft GB zz, Galgenen. Die\nSteigerungsbedingungen vom 3. Dezember 2007 hätten vorgesehen, dass die\nLiegenschaft in den in der Baulandzone W2 liegenden Teil A mit einer Fläche\nvon 11‘856 m2 sowie den landwirtschaftlichen Teil B mit einer Fläche von\n5‘165 m2 (künftig GB xx Galgenen) aufgeteilt werde. Für den Teil A zum Preis\nvon Fr. 5‘900‘000.00 habe die E.________ den Zuschlag erhalten, für den\nTeil B zum Preis von Fr. 175‘000.00 der Beschwerdeführer. Gegen diesen\nZuschlag hätten sich F.________ (Sohn des Veräusserers D.________) und\nder Beschwerdegegner zur Wehr gesetzt. Beide hätten ein Vorkaufsrecht\nnach Art. 42 Abs. 2 resp. Art. 47 Abs. 2 BGBB geltend gemacht. Der Einzelrichter am Bezirksgericht March habe die Klagen mit jeweiligem Urteil vom\n4. November 2014 abgewiesen. Diese Urteile seien rechtskräftig geworden\nund der Beschwerdeführer sei per 17. Juli 2015 als Eigentümer von GB xx\nGalgenen ins Grundbuch eingetragen worden (vgl. angefochtenes Urteil, A).\nDas Eigentumsrecht des Beschwerdeführers an GB xx Galgenen sei unbestritten (angefochtenes Urteil, E. 2). Für die Einwendung des Beschwerdegegners, er dürfe gestützt auf ein (mündliches) Pachtverhältnis seine Schafe\nauf der Liegenschaft GB xx Galgenen weiden lassen, sei dieser beweisbelastet (angefochtenes Urteil, E. 3).\n\n3. Mit der sogenannten Eigentumsfreiheitsklage gemäss Art. 641 Abs. 2\nZGB hat der Eigentümer einer Sache das Recht, jede ungerechtfertigte Einwirkung abzuwehren. Er kann die Beseitigung bestehender Beeinträchtigungen oder die Unterlassung drohender Eingriffe verlangen (vgl. Wiegand, in:\nHonsell/ Vogt/Geiser [Hrsg.], Basler Kommentar Zivilgesetzbuch II, 5. A. 2015,\nN 58 zu Art. 641 ZGB; vgl. Domej/Schmidt, in: Büchler/Jakob [Hrsg.], Kurzkommentar Schweizerisches Zivilgesetzbuch, 2. A. 2012, N 22 zu Art. 641\nZGB). Als ungerechtfertigte Einwirkung gilt jeder störende körperliche oder\nimmaterielle Eingriff in das Eigentum, für den keine auf öffentlichem oder pri-\nKantonsgericht Schwyz 5\n\nvatem Recht gründende Pflicht zur Duldung besteht. Eine Schädigung der\nSache wird hingegen nicht vorausgesetzt (vgl. BGE 132 III 651, E. 7;\nvgl. Domej/Schmidt, a.a.O., N 22 zu Art. 641 ZGB). Wer ein Recht zur Einwirkung behauptet, mag dies auf Gesetz oder rechtsgeschäftlicher Vereinbarung\nberuhen, schuldrechtlicher oder dinglicher Natur sein, muss dessen Voraussetzungen beweisen (Wiegand, a.a.O., N 64 zu Art. 641 ZGB, vgl. Meier-\nHayoz, in Meier-Hayoz [Hrsg.], Berner Kommentar zum schweizerischen Privatrecht, Band IV, 1. Abteilung, 1. Teilband, 5. A. 1981, N 115 zu Art. 641\nZGB).\n\n4. a) Der Beschwerdeführer macht geltend, betreffend die Liegenschaft\nGB zz hätten gemäss den Steigerungsbedingungen vom 2. August 2007 [recte: 2. August 2004] (KG-act 1, Beilage 3 und 4; Vi-act. B, KB 21 und 24) keine\nMiet- oder Pachtverträge bestanden. Erst in die überarbeiteten Steigerungsbedingungen vom 3. Dezember 2007 (KG-act 1/3; KG-act. 8/1; Vi-act. B,\nKB 21; Vi-act. D/2, BB 5 und BB 6/3) sei trotz früherer gegenteiliger Aussage\ndes Schuldners und Eigentümers, D.________, aufgrund einer Nachfrage\nbeim Landwirtschaftsamt Schwyz ein schriftlicher Mietvertrag für Stall und\nLand sowie ein mündlicher Pachtvertrag für das nämliche Land zwischen diesem und dem Beschwerdegegner aufgenommen worden. Das Betreibungsamt Galgenen habe im Schreiben vom 12. Oktober 2009 (KG-act 1, Beilage 3;\nVi-act. B, KB 21) an den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers festgehalten,\ndass der Beschwerdegegner auf Nachfrage die entsprechenden Miet-/Pachtverträge inkl. Zahlungskopien für die Liegenschaft GB zz vorgelegt habe. Dies\nsei unrichtig. Das Betreibungsamt habe sich offensichtlich irreführen lassen.\nIndem die Vorinstanz von einem mündlichen Pachtverhältnis ausging, habe\nsie aufgrund unrichtiger Angaben falsch entschieden (KG-act. 1, S. 3 f.).\n\nb) Mit diesen Ausführungen lässt der Beschwerdeführer ausser Acht, dass\ndie Steigerungsbedingungen für den Steigerer in jedem Fall verbindlich sind.\nGemäss der bundesgerichtlichen Rechtsprechung muss ein Steigerungsinter-\nKantonsgericht Schwyz 6\n\n"}