{"Signatur": "SZ_KG_002", "Spider": "SZ_Gerichte", "Sprache": "de", "Datum": "2018-02-12", "HTML": {"Datei": "SZ_Gerichte/SZ_KG_002_ZK2-2017-58_2018-02-12.html", "URL": "https://gerichte.sz.ch/tribunavtplus/loadTable", "Checksum": "b050b6cce3441a2fa724f2cad4da6a5e"}, "PDF": {"Datei": "SZ_Gerichte/SZ_KG_002_ZK2-2017-58_2018-02-12.pdf", "URL": "https://gerichte.sz.ch/tribunavtplus/ServletDownload/ZK2_2017_58_eb9cb516b72ea9d822b390383b5bf9d21dbb0dfa65639967da0c2bf88f77d5d93ebf21d99370f2cfeb52e51d5be75faecbb33714fbdddc48813d7187a4c43a8bea2e94432a3f2899a2ba69cf3333726b?path=eb9cb516b72ea9d822b390383b5bf9d21dbb0dfa65639967da0c2bf88f77d5d93ebf21d99370f2cfeb52e51d5be75faecbb33714fbdddc48813d7187a4c43a8bea2e94432a3f2899a2ba69cf3333726b&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=ZK2_2017_58", "Checksum": "b442db463bb41ede5ad4394791f85772"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["ZK2 2017 58"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Schwyz Kantonsgericht 2. 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Claude Brüesch.\n\nIn Sachen A.________,\nKläger und Beschwerdeführer,\n\ngegen\n\nB.________,\nBeklagte und Beschwerdegegnerin,\nvertreten durch Rechtsanwältin C.________,\n\nbetreffend Ehescheidung nach Art. 114 ZGB (Ordnungsbusse)\n(Beschwerde gegen die Verfügung der Einzelrichterin am Bezirksgericht\nSchwyz vom 2. Juni 2017, ZEO 2013 15);-\n\nhat die 2. Zivilkammer,\nKantonsgericht Schwyz 2\n\nnachdem sich ergeben:\n\nA. Die Parteien heirateten am ________ vor Zivilstandsamt Romainmôtier\nVD. Seit dem 1. März 2011 leben sie getrennt. Mit Verfügung vom 15. März\n2012 regelte der Einzelrichter am Bezirksgericht Meilen ZH das Getrenntleben\nder Parteien. Er erklärte den Kläger als berechtigt, die Kinder F.________,\nG.________, und H.________, insbesondere an jedem zweiten Wochenende\nvon Freitagabend, 18.00 Uhr, bis Sonntagabend, 19.00 Uhr, auf eigene Kosten zu sich auf Besuch zu nehmen (Vi-KB 2).\n\nB. Mit Eingabe vom 2. März 2013 reichte der Kläger bei der Einzelrichterin\nam Bezirksgericht Schwyz (nachfolgend: Vorinstanz) die Ehescheidungsklage\nnach Art. 114 ZGB ein (Vi-act. 1). Im Rahmen dieses Verfahrens verfügte die\nVorinstanz am 19. Oktober 2016, die Ehegatten würden gemeinsam zur Teilnahme an einer kinderorientierten Beratung mit dem Gesprächstool „Hochkonfliktäre Elterngespräche“ verpflichtet, wobei ihnen für jede unbegründete\nNichtteilnahme an einer Sitzung eine Ordnungsbusse von Fr. 3‘000.00 angedroht werde. Sie setzte als Gesprächstherapeut und Fachperson I.________,\neidg. anerkannter Psychotherapeut SBAP, xx, ein und kündigt an, dass die\nkinderorientierte Beratung in den Monaten Februar und März 2017 durchgeführt werde (Vi-act. 171). In derselben Verfügung führte die Einzelrichterin\naus, dass die Besuchsrechtsregelung vom 15. März 2012 nie abgeändert\nworden sei, der Kläger aber seit Februar 2016 H.________ nicht mehr sehen\ndürfe, weil die Beklagte gestützt auf rund zehn Jahre alte Fotos „Verdachtsmomente“ gegen den Kläger wegen „sexuell auffälligen Verhaltensweisen“\ngehegt habe. Da die Einzelrichterin diese „Verdachtsmomente“ als nicht substanziiert und wenig glaubhaft erachtete bzw. im bestehenden Besuchsrecht\nkeine Kindsgefährdung erblickte, sondern im Gegenteil dafür hielt, dass\nH.________ seinen Vater vermisse bzw. ihn möglichst oft sehen möchte, hielt\nsie es nicht als angezeigt, das bestehende Besuchsrecht zu unterbinden oder\nauch nur begleitet zuzulassen (Vi-act. 171, E. 3.3.2 S. 8 f.).\nKantonsgericht Schwyz 3\n\nDer Gesprächstherapeut liess den Parteien mit Schreiben vom 5. Dezember\n2016 elf Termindaten in den Monaten Februar und März 2017 mit mehreren\nmöglichen Zeitangaben pro Tag zukommen und setzte die ersten beiden Sitzungsdaten auf den 3. Februar 2017, 15.00 Uhr, und auf den 17. Februar\n2017, 16.30 Uhr, an (Vi-act. 172).\n\nMit Postaufgabe vom 1. Februar 2017 ersuchte der Kläger die Vorinstanz um\nVerschiebung der für Februar 2017 vorgeschlagenen Termine, welches Gesuch die Vorinstanz mit Verfügung vom 2. Februar 2017 abwies (Viact. 174 f.). Am 7. Februar 2017 unterrichtete der Gesprächstherapeut die\nVorinstanz darüber, dass nur die Ehefrau zur Sitzung vom 3. Februar 2017\nerschienen sei. Der Ehemann habe ihn am 2. Februar 2017 nachmittags per\nE-Mail wissen lassen, dass er den Termin vom 3. Februar 2017 nicht werde\nwahrnehmen können (Vi-act. 177).\n\nAm 10. Februar 2017 stellte die Vorinstanz fest, dass der Kläger an der ersten\nSitzung der angeordneten kinderorientierten Beratung unentschuldigt nicht\nteilgenommen habe. Gleichzeitig drohte sie dem Kläger die Ausfällung einer\nOrdnungsbusse von Fr. 3‘000.00 an und setzte ihm Frist bis 24. Februar 2017\nan, um zur Eingabe des Therapeuten vom 7. Februar 2017 Stellung zu nehmen (Vi-act. 178). Mit Postaufgabe vom 16. Februar 2017 ersuchte der Kläger\ndie Vorinstanz, es sei der Gesprächstherapeut anzuweisen, die Termine ausserhalb der Besuchszeiten mit H.________ anzulegen (Vi-act. 180).\n\nDer Kläger blieb auch der zweiten Sitzung vom 17. Februar 2017 fern, wogegen die Beklagte erschien (Vi-act. 182). Mit Verfügung vom 24. Februar 2017\nsetzte die Vorinstanz den Parteien bis 20. März 2017 Frist zur Stellungnahme\nan (Vi-act. 184). Mit Postaufgabe vom 24. Februar 2017 reichte der Kläger\neine umfassende Stellungnahme ein, und zwar insbesondere zur Bussenandrohung vom 3. Februar 2017, zur erwartenden Bussenandrohung betreffend\nden 17. Februar 2017 und zum Schreiben des Gesprächstherapeuten vom\nKantonsgericht Schwyz 4\n\n20. Februar 2017 mit dem Antrag, es seien die Bussen aufgrund entschuldbarer Gründe für das Nichterscheinen nicht auszufällen (Vi-act. 185, im blauen\nOrdner). Am 25. Februar 2017 ergänzte der Kläger seine Stellungnahme mit\neinem weiteren Schreiben (Vi-act. 187).\n\nAm 9. April 2017 und 27. April 2017 liessen sich der Kindsvertreter bzw. die\nBeklagte zu den klägerischen Eingaben vom 24. und 25. Februar 2017 vernehmen, wobei die Beklagte festhielt, dass die Ergänzungseingabe des Klägers vom 25. Februar 2017 datiere und somit verspätet erfolgt sei (Viact. 197 f.).\n\nMit Verfügung vom 2. Juni 2017 ordnete die Vorinstanz Folgendes an:\n\n"}