{"Signatur": "SZ_KG_002", "Spider": "SZ_Gerichte", "Sprache": "de", "Datum": "2017-11-23", "HTML": {"Datei": "SZ_Gerichte/SZ_KG_002_ZK2-2017-52_2017-11-23.html", "URL": "https://gerichte.sz.ch/tribunavtplus/loadTable", "Checksum": "b2fca3889c3010730e8d4a65e38d83ba"}, "PDF": {"Datei": "SZ_Gerichte/SZ_KG_002_ZK2-2017-52_2017-11-23.pdf", "URL": "https://gerichte.sz.ch/tribunavtplus/ServletDownload/ZK2_2017_52_eb9cb516b72ea9d822b390383b5bf9d26b7bfcbf7978f8e53ee1c9c3dc3e2561647d2e648b99961c1d63dcc56901d0a050c8abfaf56217c77cb839189b505016ea2e94432a3f2899a2ba69cf3333726b?path=eb9cb516b72ea9d822b390383b5bf9d26b7bfcbf7978f8e53ee1c9c3dc3e2561647d2e648b99961c1d63dcc56901d0a050c8abfaf56217c77cb839189b505016ea2e94432a3f2899a2ba69cf3333726b&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=ZK2_2017_52", "Checksum": "744533c388a6f8ba666bbcb43c4346cf"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["ZK2 2017 52"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Schwyz Kantonsgericht 2. 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Gabriela Thurnherr.\n\nIn Sachen A.________,\nGesuchsteller und Berufungsführer,\n\nbetreffend Privatrechtliches Parkverbot (GB xx Gersau)\n(Berufung gegen den Entscheid des Einzelrichters am Bezirksgericht Gersau\nvom 15. Mai 2017, ZES 2016 24);-\n\nhat die 2. Zivilkammer,\nKantonsgericht Schwyz 2\n\nnachdem sich ergeben und in Erwägung:\n\n1. A.________ ist Eigentümer des Grundstückes GB Gersau Nr. xx, Liegenschaft „B.________“, auf dessen westlicher Seite sich Parkplätze befinden\n(Beilagen zu Vi-act. 6). Mit Gesuch vom 25. November 2016 beantragte\nA.________ beim Bezirksgericht Gersau den Erlass eines privatrechtlichen\nParkverbotes (Vi-act. 1). Innert Nachfrist zur Verbesserung des Gesuchs (Viact. 5) stellte er folgende Anträge (Vi-act. 6):\n\n1. Es sei ein gerichtliches Verbot gemäss Art. 258 ff. ZPO mit folgendem Inhalt zu verfügen:\n\nUnberechtigten wird bei einer Busse bis zu Fr. 2‘000.00 in jedem\nWiderhandlungsfall verboten, das Grundstück GB Nr. xx, Gersau,\nmit Fahrzeugen aller Art zu befahren und solche darauf zu parkieren.\n\n2. Der Gesuchsteller hat an gut sichtbaren Stellen Verbotstafeln anzubringen, auf welchen auf dieses Verbot und die angedrohte Busse hingewiesen wird.\n\nMit Entscheid vom 15. Mai 2017 wies der Einzelrichter am Bezirksgericht Gersau das Gesuch ab und auferlegte A.________ die Gerichtskosten (Viact. 8.1).\n\nDagegen erhob A.________ (nachfolgend Berufungsführer) am 26. Mai 2017\nrechtzeitig Berufung mit folgenden Rechtsbegehren (KG-act. 1):\n\n1. Der vorgenannte Entscheid des Bezirksgerichts Gersau vom\n15. Mai 2017 (ZES 2016-24) sei vollumfänglich aufzuheben.\n\n2. Das Gesuch um Erlass eines privatrechtlichen Parkverbots für die\nsich auf dem westlichen Teil des Grundstücks GB Nr. xx\n(„B.________“), Gersau, befindlichen Parkplätze sei mit folgendem\nInhalt gutzuheissen: „Unberechtigten wird bei einer Busse bis zu\nCHF 2‘000.00 in jedem Widerhandlungsfall verboten, das Grundstück GB Nr. xx, Gersau, mit Fahrzeugen aller Art zu befahren und\nsolche darauf zu parkieren.“\nKantonsgericht Schwyz 3\n\n3. Der Berufungskläger sei zu ermächtigen, an gut sichtbaren Stellen\nVerbotstafeln anzubringen, welche auf dieses Verbot und die angedrohte Busse hinweisen.\n\n4. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten des Staates.\n\n2.a) Bei der angefochtenen Verfügung handelt es sich um einen im summarischen Verfahren unter Geltung des Untersuchungsgrundsatzes ergangenen\nEntscheid der freiwilligen Gerichtsbarkeit (Gösku, in: Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger, Kommentar zur ZPO, 3. Aufl. 2013, N 28 zu Art. 258 ZPO).\nFür die Angelegenheit ist die ZPO anwendbar, da der Entscheid in die sachliche Zuständigkeit eines Gerichts fällt (Art. 1 lit. b i.V.m. Art. 258 ZPO; Schott\nund Jent-Sørensen, in: Kurzkommentar zur ZPO, 2. Aufl., Basel 2014, N 3 zu\nArt. 1 ZPO und N 2 zu Art. 258 ZPO). Ein Entscheid der freiwilligen Gerichtsbarkeit ist nach Art. 308 Abs. 1 ZPO unabhängig davon, ob es sich um einen\nEnd- oder Zwischenentscheid bzw. um einen Entscheid in der Sache, über\ndas Verfahren oder über eine vorsorgliche Massnahme handelt, grundsätzlich\nberufungsfähig (vgl. auch Brunner, in: Kurzkommentar zur ZPO, 2. Aufl., Basel\n2014, N 1 zu Art. 308 ZPO; Seiler, Die Berufung nach der schweizerischen\nZivilprozessordnung, Basel 2011, N 293 f.). Die angefochtene Verfügung unterliegt auch nicht dem Ausnahmekatalog von Art. 309 ZPO, da es sich weder\num eine Vollstreckungsangelegenheit des SchKG noch eine solche im Sinne\nvon Art. 335 ff. ZPO handelt. Ob es eine vermögensrechtliche Angelegenheit\nbetrifft (Art. 308 Abs. 2 ZPO) oder nicht, kann offen gelassen werden, da bereits bei einem Parkplatz von einem über Fr. 10'000.00 liegenden kapitalisierten Nutzungswert oder auch einem über diesem Betrag liegenden hypothetischen Bussgeldertrag auszugehen wäre (EGV-SZ 2013 Nr. A.3.1, E. 3.b).\nGegen die angefochtene Verfügung ist die Berufung zulässig.\n\nb) Mit der Berufung kann sodann eine unrichtige Rechtsanwendung oder\neine unrichtige Feststellung des Sachverhalts geltend gemacht werden\n(Art. 310 ZPO). Die Berufungsinstanz prüft den angefochtenen Entscheid somit im Rahmen der vorgebrachten Rügen mit voller Kognition (Spühler, in:\nKantonsgericht Schwyz 4\n\n"}