{"Signatur": "SZ_KG_002", "Spider": "SZ_Gerichte", "Sprache": "de", "Datum": "2017-03-20", "HTML": {"Datei": "SZ_Gerichte/SZ_KG_002_ZK2-2017-4_2017-03-20.html", "URL": "https://gerichte.sz.ch/tribunavtplus/loadTable", "Checksum": "651267ec498172fc4ce09dc66bf776cd"}, "PDF": {"Datei": "SZ_Gerichte/SZ_KG_002_ZK2-2017-4_2017-03-20.pdf", "URL": "https://gerichte.sz.ch/tribunavtplus/ServletDownload/ZK2_2017_4_eb9cb516b72ea9d822b390383b5bf9d2fb2cd8f3ae55f1fa145afce263ade15516ed8c64c9759cf2c75977f354ec9c16ad4c61a8c8622eb69fc8087f79820cb0ea2e94432a3f2899a2ba69cf3333726b?path=eb9cb516b72ea9d822b390383b5bf9d2fb2cd8f3ae55f1fa145afce263ade15516ed8c64c9759cf2c75977f354ec9c16ad4c61a8c8622eb69fc8087f79820cb0ea2e94432a3f2899a2ba69cf3333726b&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=ZK2_2017_4", "Checksum": "acb3bf74dda9618b54c956d319e3ff2d"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["ZK2 2017 4"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Schwyz Kantonsgericht 2. Zivilkammer 20.03.2017 ZK2 2017 4"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Schwyz Kantonsgericht 2. Zivilkammer"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Schwytz  2. Zivilkammer"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Svitto  2. Zivilkammer"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Rechtsverzögerung (Scheidungsverfahren) | Zivilprozessuale Fragen"}], "ScrapyJob": "446973/54/2069", "Zeit UTC": "22.01.2026 22:31:35", "Checksum": "047811c7fc7fb5dd0575dfd3f070e1d5", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Schwyz Kantonsgericht 2. Zivilkammer 20.03.2017 ZK2 2017 4\nRegeste:\nRechtsverzögerung (Scheidungsverfahren) | Zivilprozessuale Fragen\n\nBehandlung des Falles durch die Behörden (Urteil BGer vom 13. Mai 2015,\n4A_190/2015, E. 2, m.w.H.; Urteil BGer vom 30. Juni 2011, 5A_191/2011,\nE. 2.2, m.w.H.; Beschluss KGSZ vom 27. November 2015, ZK2 2015 56,\nE. 3). Namentlich müssen sich Parteien Ausweitungen oder Verzögerungen\ndes Verfahrens zufolge von Beweisanträgen, Fristerstreckungs- oder Sistierungsgesuchen anrechnen lassen (Hoffmann-Nowotny, in: Kunz/Hoffmann-\nNowotny/Stauber, ZPO-Rechtsmittel Berufung und Beschwerde, Basel 2013,\nArt. 319 ZPO N 45). Rechtsverzögerung ist nicht allein deshalb zu bejahen,\nweil ein Verfahren längere Zeit in Anspruch genommen hat. Als massgebend\nmuss vielmehr gelten, ob das Verfahren in Anbetracht der auf dem Spiel stehenden Interessen zügig durchgeführt worden ist und die Gerichtsbehörden\ninsbesondere keine unnütze Zeit haben verstreichen lassen (Urteil BGer vom\n13. Mai 2015, 4A_190/2015, E. 2, m.w.H.; Urteil BGer vom 30. Juni 2011,\n5A_191/2011, E. 2.2, m.w.H.; Beschluss KGSZ vom 27. November 2015,\nZK2 2015 56, E. 3; vgl. zum Ganzen auch: BSK BV-Waldmann, Art. 29 BV\nN 26 f.). Unzulässig ist dementsprechend das Liegenlassen von Akten\nwährend längerer Zeit ohne sichtbare Prozesshandlungen (Brunner, in: Oberhammer/Domej/Haas, Kurzkommentar Schweizerische Zivilprozessordnung,\n2. Auflage, Basel 2014, Art. 319 ZPO N 14; Hoffmann-Nowotny, a.a.O.,\nArt. 319 ZPO N 45). Sofern einzelne Zeitspannen des Verfahrensstillstands\nnicht absolut stossend erscheinen, ist eine Gesamtwürdigung der vom Gericht\ngeleisteten Arbeit vorzunehmen. Es genügt für die Bejahung einer Rechtsverzögerung nicht, dass die eine oder andere Prozesshandlung etwas hätte vorgezogen werden können (Hoffmann-Nowotny, a.a.O., Art. 319 ZPO N 45).\n\na) Der Beschwerdeführer bemängelt an der vorinstanzlichen Verfahrensführung, die Einigungsverhandlung habe erst am 21. Juni 2016, d.h. elf Monate nach Einreichung des gemeinsamen Scheidungsbegehrens vom 22. Juli\n2015 stattgefunden. Das Ausstandsgesuch gegen die beteiligte Gerichtsschreiberin sei ebenfalls erst zwei Monate nach dessen Eingang abgewiesen\nworden. Das Schreiben von Rechtsanwältin D.________ vom 11. Juli 2016\nKantonsgericht Schwyz 5\n\nhabe die Vorinstanz erst über zweieinhalb Monate später (mit Verfügung vom\n29. September 2016) zur Kenntnisnahme zugestellt. Nachdem am 21. Juni\n2016 keine Einigung habe erzielt werden können, hätte die Vorinstanz die\nParteirollen verteilen und Frist zur Klagebegründung ansetzen müssen, was\nbis dato nicht erfolgt sei. Mit Verfügung vom 21. Juni 2016 sei den Parteien\nausserdem in Aussicht gestellt worden, dass das Gericht einen Vergleichsvorschlag unterbreiten werde, was bisher (ein halbes Jahr später) noch nicht erfolgt sei. Nach fast eineinhalb Jahren Verfahrensdauer seien weder die Parteirollen für das kontradiktorische Verfahren verteilt noch Frist zur Klagebegründung angesetzt oder der angekündigte Vergleichsvorschlag unterbreitet worden (KG-act. 1).\n\nb) Der vorinstanzliche Verfahrensablauf ergibt sich aus dem Aktenverzeichnis. Mit Verfügung vom 29. Juli 2015 wurde eine Prozessbeistandschaft\nfür die gemeinsame Tochter F.________ angeordnet (Vi-act. H/2). Am 7. September 2015 wurden die Ehegatten aufgefordert, diverse Unterlagen einzureichen (Vi-act. D/1). Nachdem der damalige Rechtsanwalt der Ehefrau das\nMandat beendete (Schreiben vom 21. Oktober 2015, Vi-act. 6), stellte der\nneue Rechtsanwalt der Ehefrau am 27. Oktober 2015 einen Antrag um Prozesskostenbevorschussung (Vi-act. F/1). Die mit Verfügung vom 2. November\n2015 (Vi-act. 8) einverlangte Stellungnahme zu diesem Antrag ging am\n19. November 2015 ein (Vi-act. F/2). Hierzu wurde dem Rechtsanwalt der\nEhefrau mit Verfügung vom 15. März 2016 (Vi-act. F/3) Frist zur Stellungnahme angesetzt. Die Verfügung betreffend Prozesskostenvorschuss bzw. unentgeltliche Rechtspflege datiert vom 11. April 2016 (Vi-act. F/5). Mit Verfügung\nvom 18. Mai 2016 wurden weitere Unterlagen eingefordert und die Ehegatten\nzur Anhörung/Einigungsverhandlung vorgeladen (Vi-act. 13). Die Anhörung/Einigungs-verhandlung fand am 21. Juni 2016 statt (vgl. Vi-act. H/5)\nund die Kinderanhörung am 22. Juni 2016 (Vi-act. D/8).\nKantonsgericht Schwyz 6\n\n"}