{"Signatur": "SZ_KG_002", "Spider": "SZ_Gerichte", "Sprache": "de", "Datum": "2017-03-20", "HTML": {"Datei": "SZ_Gerichte/SZ_KG_002_ZK2-2017-4_2017-03-20.html", "URL": "https://gerichte.sz.ch/tribunavtplus/loadTable", "Checksum": "651267ec498172fc4ce09dc66bf776cd"}, "PDF": {"Datei": "SZ_Gerichte/SZ_KG_002_ZK2-2017-4_2017-03-20.pdf", "URL": "https://gerichte.sz.ch/tribunavtplus/ServletDownload/ZK2_2017_4_eb9cb516b72ea9d822b390383b5bf9d2fb2cd8f3ae55f1fa145afce263ade15516ed8c64c9759cf2c75977f354ec9c16ad4c61a8c8622eb69fc8087f79820cb0ea2e94432a3f2899a2ba69cf3333726b?path=eb9cb516b72ea9d822b390383b5bf9d2fb2cd8f3ae55f1fa145afce263ade15516ed8c64c9759cf2c75977f354ec9c16ad4c61a8c8622eb69fc8087f79820cb0ea2e94432a3f2899a2ba69cf3333726b&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=ZK2_2017_4", "Checksum": "acb3bf74dda9618b54c956d319e3ff2d"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["ZK2 2017 4"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Schwyz Kantonsgericht 2. 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Gabriela Thurnherr.\n\nIn Sachen A.________,\nBeschwerdeführer,\nvertreten durch Rechtsanwalt B.________,\n\ngegen\n\nEinzelrichter am Bezirksgericht March, Postfach 48, Bahnhofplatz 3,\n8853 Lachen,\nBeschwerdegegner,\n\nbetreffend Rechtsverzögerung (Scheidungsverfahren)\n(Beschwerde vom 11. Januar 2017, ZEO 2015 55);-\n\nhat die 2. Zivilkammer,\nKantonsgericht Schwyz 2\n\nnachdem sich ergeben und in Erwägung:\n\n1. Am 22. Juli 2015 reichten A.________ und C.________ beim Einzelrichter am Bezirksgericht March ein gemeinsames Scheidungsbegehren ein (Viact. A.I). Der Einzelrichter am Bezirksgericht March erliess diverse prozessleitende Verfügungen (insbesondere betreffend Editionen, Prozesskostenvorschuss bzw. unentgeltliche Rechtspflege, Ausstandsgesuch) und führte eine\nEinigungsverhandlung sowie eine Kinderanhörung durch. Mit Rechtsverzögerungsbeschwerde an das Kantonsgericht Schwyz vom 11. Januar 2017 stellte\nA.________ (nachfolgend Beschwerdeführer) folgende Anträge (KG-act. 1).\n\n1.1 Es sei die Vorinstanz anzuweisen, den Parteien im Verfahren\nZEO 15 55 unverzüglich einen Vergleichsvorschlag zu unterbreiten\noder einer Partei Frist zur Klagebegründung anzusetzen.\n\n1.2 Eventualiter sei die Vorinstanz anzuweisen, das Verfahren ZEO 15\n55 unverzüglich an Hand zu nehmen.\n\n2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Vorinstanz.\n\nAm 17. Januar 2017 reichte die Vorinstanz die Akten ein und beantragte die\nAbweisung der Beschwerde. Der Vollständigkeit halber wurde mitgeteilt, dass\nsie an der Ausarbeitung einer Teil-Scheidungskonvention gewesen seien (KGact. 6).\n\n2. Gemäss Art. 319 lit. c ZPO sind Fälle von Rechtsverzögerung mit Beschwerde anfechtbar (vgl. Urteil BGer vom 20. März 2014, 5A_130/2014,\nE. 2.1). Bei dieser Form der Beschwerde handelt es sich um ein primäres\nRechtsmittel. Das bedeutet, dass gegen alle unterinstanzlichen Rechtsverweigerungen resp. Rechtsverzögerungen eine Beschwerde an die zweite kantonale Instanz erhoben werden muss. Weil kein Beschwerdeobjekt vorliegt,\nkann die Rechtsverweigerungs- bzw. Rechtsverzögerungsbeschwerde jederzeit erhoben werden. Nur wenn sich eine Rechtsverzögerung aus einem formellen Entscheid ergibt, ist die Beschwerde innert Frist zu erheben. Die Be-\nKantonsgericht Schwyz 3\n\nschwerdeinstanz hat freie Kognition (BSK ZPO-Spühler, Art. 319 ZPO N 26;\nFreiburghaus/Afheldt, in: Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger, Kommentar\nzur Schweizerischen Zivilprozessordnung, 3. Auflage, Zürich 2016, Art. 320\nZPO N 7; Beschluss KGSZ vom 27. November 2015, ZK2 2015 56, E. 2.a).\n\nGemäss Art. 12 Abs. 2 JG beurteilt das Kantonsgericht unter anderem Beschwerden in Zivilsachen und ist somit zur Behandlung der vorliegenden\nRechtsverzögerungsbeschwerde zuständig. Die Beschwerde richtet sich nicht\ngegen einen formellen Entscheid, weshalb keine Beschwerdefrist eingehalten\nwerden musste. Auf die Rechtsverzögerungsbeschwerde ist einzutreten.\n\n3. Der Anspruch auf Beurteilung innert angemessener Frist und das Verbot\nder Rechtsverzögerung ergeben sich aus Art. 29 Abs. 1 BV und Art. 6 Abs. 1\nEMRK (BK ZPO-Sterchi, Art. 319 ZPO N 16). Eine Rechtsverzögerung liegt\nvor, wenn die zuständige Behörde einen Entscheid nicht binnen der Frist fällt,\nwelche nach der Natur der Sache und nach der Gesamtheit der übrigen Umstände als angemessen erscheint. Dabei ist es für die Rechtssuchenden unerheblich, auf welche Gründe die Rechtsverzögerung zurückzuführen ist; entscheidend ist ausschliesslich, dass die Behörde nicht fristgerecht handelt (Urteil BGer vom 13. Mai 2015, 4A_190/2015, E. 2, m.w.H.; Urteil BGer vom\n30. Juni 2011, 5A_191/2011, E. 2.2, m.w.H.; Beschluss KGSZ vom 27. November 2015, ZK2 2015 56, E. 3). Bei der Feststellung einer übermässigen\nVerfahrensdauer ist daher zu prüfen, ob sich die Umstände, die zur Verlängerung des Verfahrens geführt haben, objektiv rechtfertigen lassen (Urteil BGer\nvom 30. Juni 2011, 5A_191/2011, E. 2.2, m.w.H.). Die Beurteilung der angemessenen Verfahrensdauer entzieht sich starren Regeln. Es ist in jedem Einzelfall zu prüfen, ob sich die Dauer unter den konkreten Umständen als angemessen erweist. Die Rechtsprechung berücksichtigt namentlich folgende\nKriterien: Bedeutung des Verfahrens für den Betroffenen, Komplexität des\nFalles (Art des Verfahrens, Umfang und Schwierigkeit der aufgeworfenen\nSachverhalts- und Rechtsfragen), Verhalten der Verfahrensbeteiligten und\nKantonsgericht Schwyz 4\n\n"}