{"Signatur": "SZ_KG_002", "Spider": "SZ_Gerichte", "Sprache": "de", "Datum": "2017-10-30", "HTML": {"Datei": "SZ_Gerichte/SZ_KG_002_ZK2-2017-42_2017-10-30.html", "URL": "https://gerichte.sz.ch/tribunavtplus/loadTable", "Checksum": "fdb890be92e7c39dd987fc05e828111b"}, "PDF": {"Datei": "SZ_Gerichte/SZ_KG_002_ZK2-2017-42_2017-10-30.pdf", "URL": "https://gerichte.sz.ch/tribunavtplus/ServletDownload/ZK2_2017_42_eb9cb516b72ea9d822b390383b5bf9d281c1ada122cba3018682cdacfde492742e95bcc64207e8488cb3526c6b5b776081e5f18e07aaaff2bb7495beaec6a49dea2e94432a3f2899a2ba69cf3333726b?path=eb9cb516b72ea9d822b390383b5bf9d281c1ada122cba3018682cdacfde492742e95bcc64207e8488cb3526c6b5b776081e5f18e07aaaff2bb7495beaec6a49dea2e94432a3f2899a2ba69cf3333726b&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=ZK2_2017_42", "Checksum": "6d378a3206a55eef26be0b01cdc0a100"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["ZK2 2017 42"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Schwyz Kantonsgericht 2. 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Gabriela Thurnherr.\n\nIn Sachen A.________,\nGesuchsteller und Berufungsführer,\nvertreten durch Rechtsanwalt B.________,\n\ngegen\n\nC.________,\nGesuchsgegnerin und Berufungsgegnerin,\nvertreten durch Rechtsanwalt D.________,\n\nbetreffend Anfechtung Kündigung, vorsorgliche Mieterstreckung etc.\n(Berufung gegen den Beschluss der Schlichtungsbehörde in Mietsachen des\nBezirks Küssnacht vom 3. März 2017, Nr. 2016 29);-\n\nhat die 2. Zivilkammer,\nKantonsgericht Schwyz 2\n\nnachdem sich ergeben und in Erwägung:\n\n1. Am 1. November 1996 schlossen J.________ als Vermieter und\nA.________ (nachfolgend Berufungsführer) als Mieter einen Mietvertrag über\ndas Bootshaus an der E.________strasse xx in F.________ ab (Vi-act. KB 1).\nDas Mietverhältnis ging zufolge Eigentumsübertragung von J.________ auf\nC.________ (nachfolgend Berufungsgegnerin) über (vgl. Beilage 2 zu KG-act.\n5 und Vi-act. 3, S. 1). Am 20. Oktober 2016 rügte der Berufungsführer Mängel\nan der Decke des Bootshauses (Vi-act. KB 3). Die Berufungsgegnerin kündigte die Sanierung des Bootshauses mit Schreiben vom 25. Oktober 2016 auf\nden März/April 2017 an (Vi-act. KB 4). Am 21. Dezember 2016 kündigte die\nBerufungsgegnerin das Mietverhältnis per Ende Februar 2017 (Vi-act. KB 2).\n\na) Mit Gesuch vom 27. Dezember 2016 betreffend „Anfechtung Kündigung/vorsorgliche Mieterstreckung, Anfechtung Mietzinserhöhung, Mietzinsherabsetzung, Behebung Mängel am Mietobjekt, Begehren auf Rückzahlung\nzuviel bezahlter Miete, Herausgabe Schlüssel Bootshaus, Rechtsverwahrung\nAusbauten/Wegnahmerecht getätigte Mieterausbauten“ gelangte der Berufungsführer an die Schlichtungsbehörde im Mietwesen des Bezirks Küssnacht\n(Vi-act. 1). Mit Stellungnahme vom 25. Januar 2017 beantragte die Berufungsgegnerin, es sei mangels sachlicher Zuständigkeit der Schlichtungsbehörde auf das Gesuch nicht einzutreten, unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (Vi-act. 3). Der Berufungsführer reichte am 30. Januar 2017 weitere Beilagen (Vi-act. 5) und am 6. Februar 2017 eine Stellungnahme ein (Viact. 7). Am 7. Februar 2017 fand ein Augenschein des Bootshauses statt (Viact. 10/11). Der Berufungsführer reichte am 11. Februar 2017 eine weitere\nStellungnahme mit Beilage ein (Vi-act. 12). Am 3. März 2017 fand eine „Sitzung“ der Schlichtungsbehörde mit den Parteien statt (Vi-act. 14). Mit Beschluss vom 3. März 2017 trat die Schlichtungsbehörde auf das Gesuch mangels sachlicher Zuständigkeit nicht ein (Vi-act. 15).\nKantonsgericht Schwyz 3\n\nb) Dagegen erhob der Berufungsführer am 8. Mai 2017 fristgerecht Berufung mit folgenden Anträgen (KG-act. 1):\n\n1. Es sei der Beschluss der Schlichtungsbehörde in Mietsachen des\nBezirks Küssnacht vom 2. März 2017 (Schli Be Nr. 29/2016) aufzuheben.\n\n2. Es sei das Verfahren an die Vorinstanz zur Neuentscheidung\nzurückzuweisen.\n\n3. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zzgl. MWST zu Lasten der Berufungsbeklagten.\n\nMit Berufungsantwort vom 23. Mai 2017 beantragte die Berufungsgegnerin die\nAbweisung der Berufung und Bestätigung des vorinstanzlichen Entscheides\nunter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten des Berufungsführers\n(KG-act. 5).\n\n2. Der angefochtene Nichteintretensentscheid der Schlichtungsbehörde ist\nein erstinstanzlicher Endentscheid (Spühler, in: Basler Kommentar zur ZPO,\n3. Aufl., Basel 2017, N 4 zu Art. 308 ZPO). In vermögensrechtlichen Angelegenheiten ist die Berufung gegen erstinstanzliche Endentscheide nur zulässig,\nwenn der Streitwert der zuletzt (vor der Vorinstanz) aufrechterhaltenen\nRechtsbegehren mindestens Fr. 10‘000.00 betrug (Art. 308 Abs. 2 ZPO). Der\nStreitwert wird durch das Rechtsbegehren bestimmt (Art. 91 Abs. 1 ZPO).\nLautet dieses nicht auf eine bestimmte Geldsumme, so setzt das Gericht den\nStreitwert fest, sofern sich die Parteien darüber nicht einigen oder ihre Angaben offensichtlich unrichtig sind (Art. 91 Abs. 2 ZPO). Vorliegend äusserten\nsich weder die Parteien noch die Vorinstanz zum Streitwert. Bei objektiver\nKlagenhäufung (mehrere Rechtsbegehren gegen dieselbe Partei) werden die\ngeltend gemachten Ansprüche zusammengerechnet, sofern sie sich nicht gegenseitig ausschliessen (Art. 93 Abs. 1 ZPO). Der Berufungsführer focht nebst\nder Gültigkeit der Kündigung auch die angekündigte Mietzinserhöhung von\nFr. 3‘000.00 pro Jahr auf Fr. 6‘000.00 pro Jahr an und beantragte eine weitere\nMietzinsherabsetzung von Fr. 728.15 pro Jahr (Vi-act. 1). Bei wiederkehren-\nKantonsgericht Schwyz 4\n\nden Nutzungen unbestimmter Dauer gilt der zwanzigfache Betrag der einjährigen Nutzung (Kapitalwert) als Streitwert (Art. 92 Abs. 1 und 2 ZPO), was auch\nfür Mietzinserhöhungen oder -senkungen gilt (Rüegg/Rüegg, in: Basler Kommentar zur ZPO, 3. Aufl., Basel 2017, N 4 zu Art. 92 ZPO). Vorliegend übersteigen sowohl der Kapitalwert der angefochtenen Mietzinserhöhung\n(Fr. 3‘000.00 x 20 = Fr. 60‘000.00) als auch derjenige der beantragten Mietzinssenkung (Fr. 728.15 x 20 = 14‘563.00) den erforderlichen Streitwert von\nFr. 10‘000.00, sodass die Berufung zulässig ist.\n\n"}