{"Signatur": "SZ_KG_002", "Spider": "SZ_Gerichte", "Sprache": "de", "Datum": "2017-09-21", "HTML": {"Datei": "SZ_Gerichte/SZ_KG_002_ZK2-2017-36_2017-09-21.html", "URL": "https://gerichte.sz.ch/tribunavtplus/loadTable", "Checksum": "0555e2975de6d4d7053e4e6bd2c45f97"}, "PDF": {"Datei": "SZ_Gerichte/SZ_KG_002_ZK2-2017-36_2017-09-21.pdf", "URL": "https://gerichte.sz.ch/tribunavtplus/ServletDownload/ZK2_2017_36_eb9cb516b72ea9d822b390383b5bf9d2fe9535bdf3e9fd3509efdb675f4167d690c1ab7b317dcb8b99103b0ed141b260dbb5cf367f177b39b078fb44f908fc1bea2e94432a3f2899a2ba69cf3333726b?path=eb9cb516b72ea9d822b390383b5bf9d2fe9535bdf3e9fd3509efdb675f4167d690c1ab7b317dcb8b99103b0ed141b260dbb5cf367f177b39b078fb44f908fc1bea2e94432a3f2899a2ba69cf3333726b&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=ZK2_2017_36", "Checksum": "86a9c96f6252c77c5306f04cc73e48af"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["ZK2 2017 36"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Schwyz Kantonsgericht 2. 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September 2017\nZK2 2017 36\n\nMitwirkend Kantonsgerichtspräsident Dr. Urs Tschümperlin,\nKantonsrichterinnen Dr. Veronika Bürgler Trutmann und Bettina Krienbühl,\nGerichtsschreiberin MLaw Julia Lüönd.\n\nIn Sachen A.________ GmbH,\nKlägerin und Beschwerdeführerin,\nvertreten durch Rechtsanwalt B.________,\n\ngegen\n\n1. C.________,\n2. U.________,\n3. E.________,\n4. F.________,\n5. G.________,\n6. H.________,\n7. I.________,\n8. J.________,\n9. K.________,\n10. D.________,\n11. N.________,\n12. O.________,\n13. P.________,\n14. Q.________,\nKantonsgericht Schwyz 2\n\nZiff. 1–14 Beklagte und Beschwerdegegner,\nalle vertreten durch Rechtsanwalt R.________,\n\nbetreffend definitive Eintragung eines Bauhandwerkerpfandrechts, Verfahrenssistierung\n(Beschwerde gegen die Verfügung des Gerichtspräsidenten am Bezirksgericht\nMarch vom 13. April 2017, ZGO 2014 2);-\n\nhat die 2. Zivilkammer,\nKantonsgericht Schwyz 3\n\nnachdem sich ergeben und in Erwägung:\n\n1. Mit Eingabe vom 20. Januar 2014 erhob die A.________ GmbH (nachfolgend: Klägerin) beim Bezirksgericht March Klage auf definitive Eintragung\neines Bauhandwerkerpfandrechts über eine Pfandsumme von Fr. 847‘193.50\nnebst Zins zu 5 % seit dem 16. Februar 2011 zulasten der Stockwerkeigentumseinheiten des Grundstücks GB zz (Vi-act. A/I), welche im Eigentum von\nC.________, U.________, E.________, F.________, G.________,\nH.________, I.________, J.________, K.________, D.________,\nN.________, O.________, P.________ und Q.________ standen (nachfolgend: Beklagte; entgegen dem Rubrum der Vor-instanz kommt U.________\nund E.________ nach wie vor Parteistellung zu, da sie nur vorläufig Sicherheit\nleisteten [vgl. Vi-act. H/6; Vi-act. H/16]).\n\nAm 24. November 2014 machte die Klägerin überdies eine (Werklohn-)Forderungsklage gegen die L.________ AG beim Bezirksgericht Höfe anhängig\n(ZGO 2015 28) und beantragte die Zusprechung einer Forderung in der Höhe\nvon Fr. 956‘218.10 zuzüglich Zins zu 5 % über Fr. 725‘367.45 seit dem 4. Mai\n2011 und über Fr. 230‘850.65 seit dem 20. Juli 2012 (Vi-act. A/VI, Beilage).\n\nDie Beklagten ersuchten mit Eingabe vom 2. März 2017 um Sistierung des\n(Haupt-)Klageverfahrens auf definitiven Eintrag von Bauhandwerkerpfandrechten bis zur rechtskräftigen Erledigung des beim Bezirksgericht Höfe hängigen (Werklohn-)Forderungsprozesses (Vi-act. A/VI). Mit prozessleitender\nVerfügung vom 13. April 2017 entsprach der Gerichtspräsident am Bezirksgericht March diesem Sistierungsgesuch. Dagegen erhob die Klägerin am\n28. April 2017 Beschwerde und beantragte die Aufhebung der Sistierung unter\nKosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Beklagten (KG-act. 1). Den\nihr mit Verfügung vom 2. Mai 2017 angesetzten Kostenvorschuss in der Höhe\nvon Fr. 1‘500.00 leistete die Klägerin rechtzeitig (KG-act. 4). Die Beklagten\nKantonsgericht Schwyz 4\n\nteilten am 12. Mai 2017 mit, dass sie auf eine Beschwerdeantwort verzichteten (KG-act. 7).\n\n2. Gemäss Art. 126 Abs. 1 ZPO kann das Gericht das Verfahren sistieren,\nwenn die Zweckmässigkeit dies verlangt. Eine Sistierung soll nicht leichthin\nangeordnet werden, da sie immer eine Verzögerung des Verfahrens zur Folge\nhat, was grundsätzlich dem Beschleunigungsgebot widerspricht (Art. 124\nZPO, Art. 29 BV, Art. 6 Ziff. 1 EMRK). Es müssen objektive Gründe vorliegen,\nwelche die Fortsetzung des Verfahrens unmöglich oder unzweckmässig machen (Frei, in: Hausheer/Walter [Hrsg.], Berner Kommentar Schweizerische\nZivilprozessordnung, Band I, 2012, N 1 zu Art. 126 ZPO; Gschwend, in: Spühler/Tenchio/Infanger [Hrsg.], Basler Kommentar Schweizerische Zivilprozessordnung, 3. A. 2017, N 2 zu Art. 126 ZPO). Die Zweckmässigkeit einer Sistierung ist insbesondere gegeben, wenn der Entscheid von einem anderen Verfahren abhängt, dessen Ausgang von präjudizieller Bedeutung ist. Dadurch\nsollen widersprüchliche Urteile mit sich allenfalls ausschliessenden Rechtsfolgen vermieden werden (Frei, a.a.O., N 3 zu Art. 126 ZPO; Gschwend, a.a.O.,\nN 1 zu Art. 126 ZPO; Staehelin, in: Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger,\nKommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung, 3. A. 2016, N 4 zu\nArt. 126 ZPO). Es ist im Einzelfall genau zu prüfen, ob das Ergebnis eines\nanderen Verfahrens tatsächlich präjudizielle Wirkung auf das zu sistierende\nVerfahren hat (Frei, a.a.O., N 4 zu Art. 126 ZPO). Darüber hinaus erfordert die\nSistierung eine Abwägung der Interessen an der Sistierung gegenüber dem\nBeschleunigungsgebot. Dabei bleibt die Sistierung die Ausnahme. In Zweifelsfällen geht das Beschleunigungsgebot vor (Staehelin, a.a.O., N 4 zu Art. 126\nZPO; vgl. Frei, a.a.O., N 1 und 6 zu Art. 126 ZPO).\n\nVorliegend ist zu prüfen, ob das Ergebnis des beim Bezirksgericht Höfe hängigen Werklohnforderungsprozesses präjudizielle Bedeutung für das Klageverfahren auf definitiven Eintrag von Bauhandwerkerpfandrechten vor dem\nBezirksgericht March hat.\nKantonsgericht Schwyz 5\n\n"}