{"Signatur": "SZ_KG_002", "Spider": "SZ_Gerichte", "Sprache": "de", "Datum": "2017-08-16", "HTML": {"Datei": "SZ_Gerichte/SZ_KG_002_ZK2-2017-35_2017-08-16.html", "URL": "https://gerichte.sz.ch/tribunavtplus/loadTable", "Checksum": "a76c8c2bf6c9cdfc2fdfeb609baedd0f"}, "PDF": {"Datei": "SZ_Gerichte/SZ_KG_002_ZK2-2017-35_2017-08-16.pdf", "URL": "https://gerichte.sz.ch/tribunavtplus/ServletDownload/ZK2_2017_35_eb9cb516b72ea9d822b390383b5bf9d20b67746fc1b75291f03bd4bf223a9669459de006dd4d542498c0fb27270ddd121cc2f0133875dbd7155c3d28da6b8091ea2e94432a3f2899a2ba69cf3333726b?path=eb9cb516b72ea9d822b390383b5bf9d20b67746fc1b75291f03bd4bf223a9669459de006dd4d542498c0fb27270ddd121cc2f0133875dbd7155c3d28da6b8091ea2e94432a3f2899a2ba69cf3333726b&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=ZK2_2017_35", "Checksum": "ecc6e361e09af6f9cca056cdd75c79b7"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["ZK2 2017 35"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Schwyz Kantonsgericht 2. 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Gerichtsschreiberin MLaw Deborah Basso.\n\nIn Sachen A.________,\nGesuchstellerin und Berufungsführerin,\nvertreten durch Rechtsanwalt MLaw B.________,\n\ngegen\n\nC.________,\nGesuchsgegner und Berufungsgegner,\nvertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. D.________,\n\nbetreffend Ausweisung (landwirtschaftliche Pacht)\n(Berufung gegen die Verfügung des Einzelrichters am Bezirksgericht March\nvom 12. April 2017, ZES 2016 503);-\n\nhat die 2. Zivilkammer,\nKantonsgericht Schwyz 2\n\nnachdem sich ergeben und in Erwägung:\n\n1. a) Mit Urteil des Bezirksgerichts March vom 8. Februar 2012 wurde die\nam 9. Juni 2000 vor dem Zivilstandsamt Vorderthal geschlossene Ehe zwischen C.________ (nachfolgend Berufungsgegner) und A.________ (nachfolgend Berufungsführerin) geschieden (Vi-act. 2/3). In Ziffer 8d der Scheidungskonvention legten die Parteien fest, dass der Berufungsgegner das im Alleineigentum der Berufungsführerin stehende landwirtschaftliche Gewerbe\n„F.________“ (Grundstücke GB aaa, bbb, ccc und ddd I.________) weiterhin\nbewirtschaftet. Sie vereinbarten einen monatlichen Pachtzins von Fr. 1‘124.00\nund hielten Folgendes fest (Vi-act. 2/3):\n[…], wobei die Ehefrau/Gesuchstellerin, sofern es die finanziellen Verhältnisse des Gesuchstellers nicht ermöglichen, auf die Bezahlung eines\nPachtzinses verzichtet, alsdann bei veränderten finanziellen Verhältnissen er (der Ehemann/Gesuchsteller) verpflichtet ist, den Pachtzins zu bezahlen.\n\nDaraufhin überwies der Berufungsgegner der Berufungsführerin monatlich\nFr. 1‘100.00 (Vi-act. 2/4). Am 7. Februar bzw. 1. März 2015 unterzeichneten\ndie Parteien eine „Vereinbarung betreffend die Abänderung der Regelung der\nKinderbelange“ (Vi-act. 2/5, nachfolgend „Vereinbarung vom 1. März 2015“),\nworin sie in Ziffer 2 unter dem Titel „finanzielle Regelungen“ festhielten:\nDer Pachtzins für den vom Vater von der Mutter gepachteten Landwirtschaftsbetrieb beträgt Fr. 1‘100.00 pro Monat und ist vom Vater monatlich zu bezahlen.\n\nGemäss den „Schlussbestimmungen“ in Ziffer 3 werde diese Vereinbarung\nder Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Ausserschwyz (KESB) zur Genehmigung vorgelegt. Unbestrittenermassen legten die Parteien die Vereinbarung jedoch nicht der KESB vor.\n\nb) Mit Schreiben vom 17. Februar 2016 drohte die Berufungsführerin dem\nBerufungsgegner (für den Fall des Bestehens eines Pachtvertrags) im Sinne\nvon Art. 21 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die landwirtschaftliche Pacht\nKantonsgericht Schwyz 3\n\n(LPG; SR 221.213.2) die Kündigung des Pachtvertrages per 30. August 2016\nan, sofern der ausstehende Pachtzins vom Januar 2016 nicht bis am 29. Februar 2016 beglichen sein sollte (Vi-act. 2/9). Am 25. Juli 2016 überwies der\nBerufungsgegner der Berufungsführerin einen Betrag in Höhe von\nFr. 6‘840.00 mit dem Vermerk: „Pachtzins: F.________ März bis und mit August 2016“ (Vi-act. 2/12). Daraufhin informierte die Berufungsführerin den Berufungsgegner am 5. September 2016, dass aufgrund der nicht bezahlten\nPachtzinse der Monate Januar und Februar 2016 das Pachtverhältnis per\n31. August 2016 definitiv aufgelöst sei (Vi-act. 2/13). Zudem setzte sie ihm\neine letztmalige Frist von zehn Tagen, in denen der Berufungsgegner das\n„F.________“ freiwillig zu verlassen habe. Mit Schreiben vom 30. September\n2016 wandte sie sich nochmals an den Berufungsgegner und hielt fest, dass\ndas Pachtverhältnis am 31. August 2016 geendet habe und sie die trotz beendigtem Pachtverhältnis erfolgten Zahlungen mit Vermerk Pachtzins nicht akzeptiere, weil kein Pachtvertrag bestehe und somit kein Pachtzins zu zahlen\nsei (Vi-act. 2/14). Weil der Berufungsgegner den Pachtgegenstand nicht verliess, reichte die Berufungsführerin am 11. Oktober 2016 ein Ausweisungsgesuch beim Präsidium des Bezirksgerichts March ein (Vi-act. 1). Am 8. November 2016 nahm der Berufungsgegner zum letztgenannten Gesuch Stellung\n(Vi-act. 7). Dagegen replizierte die Berufungsführerin unaufgefordert am\n17. November 2016, woraufhin der Berufungsgegner am 1. Dezember 2016\nduplizierte (siehe Vi-act. 9 und 11).\n\nc) Am 12. April 2017 verfügte der Einzelrichter am Bezirksgericht March\nwas folgt (Vi-act. 13):\n1. Auf die Klage ZES 16 503 wird nicht eingetreten.\n2. Die Gerichtskosten von Fr. 1‘500.00 werden der Gesuchstellerin überbunden und mit dem von ihr geleisteten Kostenvorschuss verrechnet.\n3. Die Gesuchstellerin wird verpflichtet, dem Gesuchsgegner eine Parteientschädigung von Fr. 2‘500.00 (inkl. MWST und Auslagen) zu bezahlen.\n4. [Rechtsmittelbelehrung]\n5. [Zufertigung].\nKantonsgericht Schwyz 4\n\n"}