{"Signatur": "SZ_KG_002", "Spider": "SZ_Gerichte", "Sprache": "de", "Datum": "2017-06-20", "HTML": {"Datei": "SZ_Gerichte/SZ_KG_002_ZK2-2016-60_2017-06-20.html", "URL": "https://gerichte.sz.ch/tribunavtplus/loadTable", "Checksum": "97eb9eb688fc05e9981a10e4c09149d7"}, "PDF": {"Datei": "SZ_Gerichte/SZ_KG_002_ZK2-2016-60_2017-06-20.pdf", "URL": "https://gerichte.sz.ch/tribunavtplus/ServletDownload/ZK2_2016_60_eb9cb516b72ea9d822b390383b5bf9d2fb96047ccc02913a567355b41a474d775135915b13c08ce6dce340df8d14587cfab613140f22902712c6432a5536dc52ea2e94432a3f2899a2ba69cf3333726b?path=eb9cb516b72ea9d822b390383b5bf9d2fb96047ccc02913a567355b41a474d775135915b13c08ce6dce340df8d14587cfab613140f22902712c6432a5536dc52ea2e94432a3f2899a2ba69cf3333726b&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=ZK2_2016_60", "Checksum": "f55f3a2c55eb89998cb4db4d807ae49f"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["ZK2 2016 60"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Schwyz Kantonsgericht 2. 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Antoinette Hürlimann.\n\nIn Sachen A.________\nBeklagter und Beschwerdeführer,\n\ngegen\n\nB.________ AG\nKlägerin und Beschwerdegegnerin,\n\nbetreffend Forderung\n(Beschwerde gegen den Entscheid des Vermittleramts Galgenen vom 6. Oktober 2016, EK 16 006 );-\n\nhat die 2. Zivilkammer,\nKantonsgericht Schwyz 2\n\nnachdem sich ergeben und in Erwägung:\n\n1. a) Mit Zahlungsbefehl Nr. X1.________ des Betreibungsamts Galgenen\nvom 22. März 2016 betrieb die B.________ AG A.________ für den Betrag\nvon Fr. 989.10 nebst Zins zu 5 % seit dem 1. Juli 2015 sowie Fr. 50.00 Mahngebühren. Forderungsgrund ist die Spitalrechnung X2 vom 12. Mai 2015 (Viact. 7). A.________ (Beklagter) erhob Rechtsvorschlag. Mit Eingabe vom 8.\nApril 2016 an das Vermittleramt Galgenen stellte die B.________ AG (Klägerin) folgendes Rechtsbegehren (Vi-act. 1):\n\nEs sei in der Betreibung Nr. X1 des Betreibungsamtes Galgenen, 8855\nWangen SZ, provisorische Rechtsöffnung für Fr. 989.10 zuzüglich 5 %\nVerzugszinsen seit dem 01.07.2015 sowie die Kosten des Verfahrens\nund die Betreibungskosten zu erteilen.\n\nAm 3. August 2016 fand die Schlichtungsverhandlung statt ohne dass eine\nEinigung erzielt wurde (Vi-act. 8). Am 6. Oktober 2016 entschied der Vermittler wie folgt:\n\nRechnung X2 vom 12.05.2015 Fr. 989.10\nZahlungsbefehl X1 Fr. 73.30\nBetreibungskosten Fr. 50.00\nVerzugszins Fr. 37.10\nVermittlungskosten (Kostenvorschuss) Fr. 300.00\nTotal Fr. 1‘449.50\n\nZu bezahlen innert dreissig Tagen seit Erhalt des Entscheides vom Vermittleramt Galgenen.\n\nDer Rechtsvorschlag in der Betreibung Nr. X1 vom 29. März 2016 ist\naufgehoben.\n\nb) Dagegen erhob der Beklagte am 4. November 2016 Beschwerde beim\nKantonsgericht mit folgendem Antrag (KG-act. 1):\n\nDer Entscheid vom 6.10.2016 des Vermittleramtes Galgenen ist aufzuheben. Die finanzielle Forderung (Ambulanz) des B.________ ist nichtig.\nDie Gerichtskosten gehen zu Lasten des B.________.\nKantonsgericht Schwyz 3\n\nMit Beschwerdeantwort vom 30. November 2016 beantragte die Klägerin die\nAbweisung der Beschwerde, unter Kostenfolge zu Lasten des Beklagten (KGact. 7). Mit Verfügung vom 14. März 2017 wurde die Klägerin aufgefordert,\nsich zu ihrer Organisationsform zu äussern (KG-act. 11). Die Klägerin nahm\ndazu mit Eingabe vom 22. März 2017 Stellung (KG-act. 12). Der Beklagte\nliess sich dazu nicht vernehmen.\n\n2. a) Das Vorliegen einer Zivilsache gehört im Bereich der streitigen Zivilgerichtsbarkeit im Sinne von Art. 1 lit. a ZPO zu den Prozessvoraussetzungen\n(Art. 59 ZPO). Die Prüfung der Zulässigkeit des Rechtsweges hat deshalb von\nAmtes wegen zu erfolgen (Art. 60 ZPO). Ob eine Zivilsache vorliegt, beurteilt\nsich nach der Rechtsnatur des Streitgegenstandes, der durch das Klagebegehren und den klägerischen Sachvortrag bestimmt wird (BSK ZPO-\nVock/Nater, 2. A., N 3 zu Art. 1 ZPO). Anzufügen ist, dass auch die Schlichtungsbehörde, soweit sie einen Entscheid fällen möchte, die Zuständigkeit zu\nprüfen hat, da sie diesfalls als erste echte Entscheidinstanz amtet (KGer, Beschluss ZK2 2913 85 vom 17. Februar 2014 E. 3b, publ. in EGV-SZ 2014\nA 3.3 S. 25; BK-Berger, N 25 zu Art. 1 ZPO).\n\nb) Die Klägerin ist eine privatrechtlich organisierte Aktiengesellschaft nach\nden Vorschriften des Schweizerischen Obligationenrechts (KG-act. 12\nBeilage 2, Art. 1 Abs. 1 der Statuten). Gemäss dem Sacheinlagevertrag vom\n22. Mai 2015 übernahm sie per 1. Januar 2015 vom Gemeindeverband\nC.________ den Betrieb des B.________ mit Aktiven und Passiven (Bilanz\nper 31. Dezember 2014; KG-act. 12 Beilage 1e sowie Online-Auszug aus dem\nHandelsregisteramt des Kantons Graubünden). Eigentümerin der Aktien der\nKlägerin ist laut dem Aktienbuch der Gemeindeverband C.________ (KG-act.\n12 und Beilage 3).\nKantonsgericht Schwyz 4\n\nc) Die Klägerin machte im Schlichtungsverfahren geltend, die offene Rechnung von Fr. 989.10 betreffe einen Ambulanztransport (und nicht die Behandlungskosten) nach einem vom Beklagten am 22. Februar 2015 erlittenen Unfall. Die Rechnungen für Ambulanztransporte würden an den Patienten gehen,\nwelcher diese seiner Krankenkasse zur Rückerstattung weiterleiten könne (Viact. 1 und 8; System des Tiers garant, vgl. KG-act. 7). In der Beschwerdeantwort führte die Klägerin weiter aus, die Tarife für Ambulanztransporte seien\nkantonal geregelt. Auch der in Frage stehende Transport sei gemäss dem\ngeltenden Tarifvertrag (Leistungen für medizinisch notwendige Transporte und\nRettungen gemäss KVG) abgerechnet worden, welcher von der Regierung\ndes Kantons Graubünden genehmigt worden sei (KG-act. 7 S. 1).\n\n"}