{"Signatur": "SZ_KG_002", "Spider": "SZ_Gerichte", "Sprache": "de", "Datum": "2017-03-30", "HTML": {"Datei": "SZ_Gerichte/SZ_KG_002_ZK2-2015-78_2017-03-30.html", "URL": "https://gerichte.sz.ch/tribunavtplus/loadTable", "Checksum": "a16fef827c569e66da33d6045de13d3c"}, "PDF": {"Datei": "SZ_Gerichte/SZ_KG_002_ZK2-2015-78_2017-03-30.pdf", "URL": "https://gerichte.sz.ch/tribunavtplus/ServletDownload/ZK2_2015_78_eb9cb516b72ea9d822b390383b5bf9d2e82d0d2c583a32488a2489901ebda7b1d6d4c98b5850074bfa3ff5ce6de8090b578805ec0168d8cc19a8802ead90d62cea2e94432a3f2899a2ba69cf3333726b?path=eb9cb516b72ea9d822b390383b5bf9d2e82d0d2c583a32488a2489901ebda7b1d6d4c98b5850074bfa3ff5ce6de8090b578805ec0168d8cc19a8802ead90d62cea2e94432a3f2899a2ba69cf3333726b&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=ZK2_2015_78", "Checksum": "70250d159995394b60d19cac413dc9f2"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["ZK2 2015 78"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Schwyz Kantonsgericht 2. 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Januar 2017 und für die weitere Dauer des Scheidungsverfahrens CHF 8‘570.00 und, […] zusätzlich rückwirkend ab 1. März\n2013 monatlich CHF 4‘630.00 zu bezahlen. Eventualiter sei der\nBerufungsbeklagte zur Bezahlung der zusätzlichen monatlichen\nCHF 4‘630.00 nur unter der Suspensivbedingung, dass das Scheidungsverfahren der Parteien (aktuell hängig beim Bezirksgericht\nMarch, ZEO 11 74) im Zeitpunkt des Inkrafttretens der Änderung\ndes schweizerischen Zivilgesetzbuches (Vorsorgeausgleich bei\nScheidung) vom 19. Juni 2015 noch bei einer kantonalen Instanz\nrechtshängig ist, zu verpflichten.\n2. Der Berufungsbeklagte sei in Abänderung von Dispositiv-Ziff. 3 der\nVerfügung des Bezirksgerichts March vom 25. November 2015 zu\nverpflichten, der Berufungsklägerin, monatlich im Voraus, nebst\njeweiligen Kinder-/Ausbildungszulagen, an den Unterhalt der Tochter E.________ CHF 2‘917.45 ab 1. März 2014 bis 31. Juli 2015\nund ab 1. August 2015 bis Ende 2016 2‘937.45 und ab 1. Januar\n2017 für die weitere Dauer des Scheidungsverfahrens\nCHF 3‘234.90 sowie an den Unterhalt der Tochter F.________\nCHF 2‘403.10 ab 1. März 2014 bis 31. Juli 2015 und CHF 2‘467.90\nab 1. August 2015 bis Ende 2016 und CHF 2‘491.25 ab 1. Januar\n2017 für die weitere Dauer des Scheidungsverfahrens zu bezahlen.\n3. Dispositiv-Ziff. 4 der Verfügung des Bezirksgerichts March vom\n25. November 2015 sei aufzuheben.\n4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zzgl. 8 % MwSt. zu Lasten des Berufungsbeklagten.\n\nMit derselben Eingabe reicht die Gesuchstellerin eine Erklärung ihrer Tochter\nE.________ ein, worin diese ihre Mutter bevollmächtigt, den Unterhaltsanspruch gegenüber ihrem Vater für sie (E.________) insbesondere auch im\nRechtsmittelverfahren betr. vorsorgliche Massnahmen geltend zu machen\n(KG-act. 19, S. 3 Rz 1 und KG-act. 19/1).\nKantonsgericht Schwyz 7\n\nAm 6. Dezember 2016 passt der Gesuchsgegner seine Rechtsbegehren der\nBerufungsantwort vom 23. Dezember 2015 wie folgt an (KG-act. 22; Änderungen kursiv):\n\n1. Antrag 1, 1. Teil, hinsichtlich des monatlichen Unterhaltsbeitrages für\ndie Berufungsklägerin von CHF 8‘537.65 ab 1. März 2014 sei abzuweisen und ab 1.1.2017 sei der Unterhaltsbeitrag für die Berufungsbeklagte auf monatlich CHF 7‘729.80 festzusetzen,\nund Antrag 1, 2. Teil, hinsichtlich des zusätzlichen, rückwirkend ab\n1. März 2013 zahlbaren monatlichen Unterhaltsbeitrag für die Berufungsklägerin von CHF 4‘630.00 sei abzuweisen.\n2. Antrag 2 sei hinsichtlich der höheren Unterhaltsbeiträge für die\nTochter E.________ abzuweisen und ab 1.1.2017 sei der Unterhaltsbeitrag für E.________ auf monatlich CHF 2‘750.50 festzusetzen.\n3. Der Unterhaltsbeitrag für F.________ sei ab 1.1.2017 auf monatlich\nCHF 2‘499.00 festzusetzen.\n4. Alle anderslautenden und abweichenden Anträge der Berufungsklägerin seien abzuweisen.\n\nMit Eingabe vom 19. Dezember 2016 hält die Gesuchstellerin an ihren\nRechtsbegehren vom 16. November 2016 fest (KG-act. 24). Es folgen weitere\nStellungnahmen des Gesuchsgegners am 6. Januar 2017 und 6. Februar\n2017 (KG-act. 29 und 37) und der Gesuchstellerin am 23. Januar 2017 (KGact. 31).\n\nAuf die Vorbringen der Parteien wird – soweit für die Berufung erforderlich – in\nden Erwägungen Bezug genommen;-\nKantonsgericht Schwyz 8\n\nin Erwägung:\n\n1. a) Im Scheidungsverfahren trifft das Gericht auf Begehren eines Ehegatten die nötigen vorsorglichen Massnahmen. Die Massnahmen zum Schutz der\nehelichen Gemeinschaft sind sinngemäss anwendbar (Art. 276 Abs. 1 ZPO,\nArt. 252 Abs. 1 ZPO, Art. 176 Abs. 1 ZGB). Die erheblichen Tatsachen sind\nlediglich glaubhaft zu machen (Art. 261 Abs. 1 ZPO).\n\nb) Im vorsorglichen Massnahmeverfahren gilt allgemein der Untersuchungsgrundsatz, d.h. das Gericht stellt den Sachverhalt von Amtes wegen\nfest (Art. 272 ZPO). Es handelt sich dabei um die sog. eingeschränkte bzw.\nsoziale Untersuchungsmaxime, welche das Gericht nicht zur eigentlichen Erforschung des Sachverhaltes verpflichtet, sondern ihm in erster Linie auferlegt, eine unbeholfene oder schwächere Partei zu unterstützen. Die eingeschränkte Untersuchungsmaxime entbindet die Parteien nicht davon, dem\nGericht die nötigen Tatbestandselemente zu nennen und ihm die verfügbaren\nBeweismittel zu liefern (BGer, Urteil 5A_2/2013 vom 6. März 2013, E. 4.2).\n\n"}