{"Signatur": "SZ_KG_002", "Spider": "SZ_Gerichte", "Sprache": "de", "Datum": "2014-08-12", "HTML": {"Datei": "SZ_Gerichte/SZ_KG_002_ZK2-2014-13_2014-08-12.html", "URL": "https://gerichte.sz.ch/tribunavtplus/loadTable", "Checksum": "dcd330bf03c72eae57a5816f91058048"}, "PDF": {"Datei": "SZ_Gerichte/SZ_KG_002_ZK2-2014-13_2014-08-12.pdf", "URL": "https://gerichte.sz.ch/tribunavtplus/ServletDownload/ZK2_2014_13_eb9cb516b72ea9d822b390383b5bf9d25cb518fc268029e7de5c2d5813c2bb8fd5b4447b8fc944b7c9cda830ce5c3e1874d18c87e7d1bab6e742b79a3004bae5ea2e94432a3f2899a2ba69cf3333726b?path=eb9cb516b72ea9d822b390383b5bf9d25cb518fc268029e7de5c2d5813c2bb8fd5b4447b8fc944b7c9cda830ce5c3e1874d18c87e7d1bab6e742b79a3004bae5ea2e94432a3f2899a2ba69cf3333726b&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=ZK2_2014_13", "Checksum": "2aed53f8f43edbfd81705b33eb628650"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["ZK2 2014 13"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Schwyz Kantonsgericht 2. 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August 2014\nZK2 2014 13\n\nMitwirkend Kantonsgerichtspräsident Dr. Urs Tschümperlin,\nKantonsrichterinnen Dr. Veronika Bürgler und Bettina Krienbühl,\nGerichtsschreiberin MLaw Annika Flattich.\n\nIn Sachen A.________ AG,\nKlägerin und Beschwerdeführerin,\nvertreten durch Rechtsanwalt B.________,\n\ngegen\n\nC.________,\nBeklagte und Beschwerdegegnerin,\nvertreten durch Rechtsanwalt D.________,\n\nbetreffend Forderung, Einhaltung der Klagebewilligungsfrist\n(Beschwerde gegen die Verfügung des Einzelrichters am Bezirksgericht Höfe\nvom 21. Januar 2014, ZEV 2014 1);-\n\nhat die 2. Zivilkammer,\nKantonsgericht Schwyz 2\n\nnachdem sich ergeben und in Erwägung:\n\n1. a) Die A.________ AG erhob am 13. Januar 2014 beim Bezirksgericht\nHöfe gegen C.________ eine Forderungsklage in Höhe von insgesamt\nFr. 8‘588.60 (Vi-act. A.I). Der Einzelrichter am Bezirksgericht Höfe trat mit Verfügung vom 21. Januar 2014 nicht auf diese Klage ein mit der Begründung,\ndie Klagebewilligungsfrist sei abgelaufen. Das Vermittleramt Höfe habe die\nKlagebewilligung am 24. September 2013 ausgestellt und gemäss Angaben\nder A.________ AG dieser am 25. September 2013 zugestellt. Die dreimonatige Frist zur Einreichung der Klage habe am 26. September 2013 zu laufen\nbegonnen und unter Berücksichtigung der Gerichtsferien am 3. Januar 2014\ngeendet. Es liege somit keine gültige Klagebewilligung vor; es fehle dementsprechend an einer Prozessvoraussetzung.\n\nb) Gegen diese Verfügung vom 21. Januar 2014 reichte die A.________\nAG (nachfolgend Beschwerdegegnerin) am 3. Februar 2014 rechtzeitig Beschwerde ein und beantragte die Aufhebung dieser Verfügung sowie die\nRückweisung zur Neubeurteilung an die Vorinstanz unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten von C.________, eventualiter zulasten der\nStaatskasse (act. 1). Zusammenfassend bringt die Beschwerdeführerin vor,\ndass die Frist zur Einreichung der Klage am 26. September 2013 zu laufen\nbegonnen habe. Das Ende der dreimonatigen Frist wäre auf den 26. Dezember 2013 gefallen. Weil dieser Tag in den Gerichtsferien liege, habe sich die\nFrist zur Einreichung der Klage entsprechend verlängert. Die neun Tage vom\n18. Dezember 2013 bis und mit dem 26. Dezember 2013 seien an das Ende\nder Gerichtsferien am 2. Januar 2014 anzuhängen. Dementsprechend habe\ndie Frist am 11. Januar 2014 geendet. Dies sei aber ein Samstag gewesen, so\ndass die Frist zur Einreichung der Klage am darauf folgenden Montag, den\n13. Januar 2014, abgelaufen sei.\nKantonsgericht Schwyz 3\n\nc) C.________ (nachfolgend Beschwerdegegnerin) trug in ihrer Beschwerdeantwort vom 6. März 2014 auf Gutheissung der Beschwerde unter Kostenund Entschädigungsfolgen zulasten der Vorinstanz bzw. des Staates an\n(act. 7). Eventualiter seien die Gerichtskosten dem Staat aufzuerlegen und die\nParteikosten zur Hauptsache zu schlagen.\n\n2. a) Kommt es im Schlichtungsverfahren zu keiner Einigung zwischen den\nParteien, erteilt die Schlichtungsbehörde der klagenden Partei die Klagebewilligung (Art. 209 Abs. 1 lit. b ZPO). Diese berechtigt die klagende Partei\nwährend dreier Monate zur Einreichung der Klage beim Gericht (Art. 209 Abs.\n3 ZPO). Gesetzliche Fristen stehen unter anderem vom 18. Dezember bis und\nmit dem 2. Januar still (Art. 145 Abs. 1 lit. c ZPO), wobei dies nicht für das\nSchlichtungsverfahren gilt (Art. 145 Abs. 2 lit. a ZPO). Art. 145 Abs. 2 lit. a\nZPO bezieht sich jedoch nur auf das Schlichtungsverfahren im eigentlichen\nSinn (Art. 202 bis 207 ZPO), nicht aber auf die Klagefristen von Art. 209 ZPO.\nFür die Klagefrist nach Art. 209 Abs. 3 ZPO ist somit der Fristenstillstand vom\n18. Dezember bis und mit 2. Januar zu berücksichtigen (BGE 138 III 615, E. 2;\nBGer 5A_306/2012 vom 14. November 2012, E. 3).\n\nb) Die Gerichtsferien nach Art. 145 Abs. 1 ZPO bewirken die Unterbrechung einer bereits laufenden Frist. Dies bedeutet, dass eine laufende Frist\nwährend der Feriendauer ruht und erst nach deren Ende weiterläuft (Hoff-\nmann-Nowotny, in: Oberhammer/Domej/Haas [Hrsg.], Kurzkommentar ZPO,\n2. Auflage, Basel 2014, Art. 145 N 4; Frei, in: Hausheer/Walter [Hrsg.], Berner\nKommentar Schweizerische Zivilprozessordnung, Band I, Bern 2012, Art. 145\nN 6). Für die Berechnung der Unterbrechung einer Monatsfrist wird zunächst\ndas Ende der Frist ohne Berücksichtigung der Gerichtsferien und Art. 142\nAbs. 3 ZPO festgelegt. Anschliessend wird das so bestimmte Ende um die der\nStillstandsdauer entsprechende Anzahl Tage verlängert (Hoffmann-Nowotny,\na.a.O., Art. 145 N 5 f.; Benn, in: Spühler/Tenchio/Infanger [Hrsg.], Basler\nKommentar Schweizerische Zivilprozessordnung, 2. Auflage Art. 145 N 3 und\nKantonsgericht Schwyz 4\n\n"}