{"Signatur": "SZ_KG_001", "Spider": "SZ_Gerichte", "Sprache": "de", "Datum": "2018-11-30", "HTML": {"Datei": "SZ_Gerichte/SZ_KG_001_ZK1-2016-38_2018-11-30.html", "URL": "https://gerichte.sz.ch/tribunavtplus/loadTable", "Checksum": "8807b232b6630de31225e38cd369d4dd"}, "PDF": {"Datei": "SZ_Gerichte/SZ_KG_001_ZK1-2016-38_2018-11-30.pdf", "URL": "https://gerichte.sz.ch/tribunavtplus/ServletDownload/ZK1_2016_38_eb9cb516b72ea9d822b390383b5bf9d2fdebe33ff2bfeaf721e3081d7f3e424c32f7433a2dc9fb0e5e01f97768472339f9918a4db8127bccdaf4bc0f8fef1841ea2e94432a3f2899a2ba69cf3333726b?path=eb9cb516b72ea9d822b390383b5bf9d2fdebe33ff2bfeaf721e3081d7f3e424c32f7433a2dc9fb0e5e01f97768472339f9918a4db8127bccdaf4bc0f8fef1841ea2e94432a3f2899a2ba69cf3333726b&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=ZK1_2016_38", "Checksum": "3156b5073c8d0964f7285b3e0f83eaf7"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["ZK1 2016 38"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Schwyz Kantonsgericht 1. 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Erbvorbezug Fr. 100'000.00\n- Fehlbetrag Fr. 367'913.59\n\nDie Fehlbeträge des Klägers von Fr. 1‘080‘980.64 und des Beklagten 4 von\nFr. 367‘913.59 entsprechen zusammen den geschuldeten Ausgleichszahlungen der Beklagten 1 bis 3 von je Fr. 482‘964.74.\nKantonsgericht Schwyz 73\n\nDie Beklagten 1 bis 3 schulden dem Kläger demzufolge je Fr. 360‘326.88\n(Fr. 1‘080‘980.64 / 3) und dem Beklagten 4 je Fr. 122‘637.86 (Fr. 367'913.59 /\n3). Eine Zinszahlungspflicht für den Zeitraum zwischen dem 26. September\n2016 und dem zweitinstanzlichen Urteil entfällt, da kein entsprechender Antrag vorliegt.\n\n10. Zusammenfassend ist die Berufung des Klägers (ZK1 2016 38) im Sinne\nder vorstehenden Erwägungen teilweise gutzuheissen, soweit darauf einzutreten ist, die Berufung der Beklagten 1 bis 3 (ZK1 2016 40) vollumfänglich abzuweisen und das angefochtene Urteil aufzuheben sowie entsprechend anzupassen.\n\n11. a) Die Prozesskosten werden gemäss Art. 106 Abs. 1 ZPO der unterliegenden Partei auferlegt. Hat keine Partei vollständig obsiegt, so werden die\nProzesskosten nach dem Ausgang des Verfahrens verteilt (Art. 106 Abs. 2\nZPO). Für die Frage des Unterliegens bzw. Obsiegens sind die Rechtsbegehren der Parteien massgebend, welchen der im Dispositiv festgehaltene Entscheid gegenüberzustellen ist (vgl. Sterchi, in: Hausheer/Walter [Hrsg.], Berner Kommentar Schweizerische Zivilprozessordnung, Band I, Bern 2012,\nArt. 106 N 3; vgl. Jenny, in: Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger, Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung, 3. Auflage, Zürich 2016,\nArt. 106 N 9). Für die Kostenverteilung im Rechtsmittelverfahren sind die vor\nder Rechtsmittelinstanz noch strittigen Rechtsbegehren massgebend. Der\nErfolg des Rechtsmittels misst sich daran, ob und in welchem Umfang eine\nÄnderung des vorinstanzlichen Entscheids zulasten der Gegenpartei als Folge\nder Anträge bewirkt wird (vgl. Rüegg/Rüegg, in: Spühler/Tenchio/Infanger\n[Hrsg.], Basler Kommentar Schweizerische Zivilprozessordnung, 3. Auflage,\nBasel 2017, Art. 106 N 5). Wenn am Prozess mehrere Personen als Hauptoder Nebenparteien beteiligt sind, bestimmt das Gericht ihren Anteil an den\nProzesskosten. Es kann auf solidarische Haftung erkennen (Art. 106 Abs. 3\nZPO). Eine Erbteilungsklage eines Erben muss sich gegen alle übrigen Erben\nKantonsgericht Schwyz 74\n\nals notwendige Streitgenossenschaft richten (Gross/Zuber, in: Hausheer/Walter [Hrsg.], Berner Kommentar Schweizerische Zivilprozessordnung,\nBand I, Bern 2012, Art. 70 N 19; vgl. Weibel, a.a.O., Art. 604 N 11; vgl. BGE\n130 III 550, E. 2.1.1 f. = Pra 94 [2005] Nr. 61). Die notwendige Streitgenossenschaft sämtlicher Erben gilt auch im Rechtsmittelverfahren. Ein Erbe kann\ndemnach das Erbteilungsurteil zwar unabhängig von seinen Miterben anfechten, er muss jedoch (auch) vor der Rechtsmittelinstanz sämtliche Erben ins\nRecht fassen, selbst wenn sie im vorinstanzlichen Verfahren prozessual auf\nseiner Seite standen (Weibel, a.a.O., Art. 604 N 15; vgl. BGE 130 III 550,\nE. 2.1.1 f. = Pra 94 [2005] Nr. 61). Notwendige Streitgenossen führen den\nProzess gezwungenermassen gemeinsam, weshalb sie die Prozesskosten in\nder Regel gemeinsam und solidarisch zu tragen haben (Sterchi, a.a.O.,\nArt. 106 N 11; vgl. hierzu auch BGer 4A_625/2015 vom 29. Juni 2016, E. 3.1).\nDas Gericht bestimmt den auf die verschiedenen Personen entfallenden Anteil\nan den Prozesskosten aber nach Ermessen (Rüegg/Rüegg, a.a.O., Art. 106\nN 9). Selbst bei notwendigen Streitgenossen ist keine zwingende solidarische\nHaftung vorgesehen (Jenny, a.a.O., Art. 106 N 12). Im Übrigen haben die\nStreitgenossen bei Obsiegen je einzeln einen Anspruch auf angemessene\nEntschädigung, sofern sie aus begründetem Anlass durch verschiedene\nRechtsanwälte vertreten sind (Rüegg/Rüegg, a.a.O., Art. 106 N 9 mit Verweis\nauf BGE 125 III 138, E. 2d).\n\nDas Gericht kann von den Verteilungsgrundsätzen nach Art. 106 ZPO abweichen und die Prozesskosten nach Ermessen verteilen, wenn andere besondere Umstände vorliegen, die eine Verteilung nach dem Ausgang des Verfahrens als unbillig erscheinen lassen (Art. 107 Abs. 1 lit. f ZPO). In Erbteilungsprozessen spricht viel für eine Verteilung der Kosten nach richterlichem Ermessen gemäss Art. 107 Abs. 1 ZPO, weil in den wenigsten Fällen von\nvollständigem Unterliegen und Obsiegen gesprochen werden kann (Urteil des\nObergerichts Zürich RB140038 vom 19. Februar 2015, E. 3c f.; vgl. auch Weibel, a.a.O., Art. 604 N 36).\nKantonsgericht Schwyz 75\n\nTrifft die Rechtsmittelinstanz – wie im vorliegenden Fall – einen neuen Entscheid, so entscheidet sie auch über die Prozesskosten des erstinstanzlichen\nVerfahrens (Art. 318 Abs. 3 ZPO).\n\n"}