{"Signatur": "SZ_KG_001", "Spider": "SZ_Gerichte", "Sprache": "de", "Datum": "2018-11-30", "HTML": {"Datei": "SZ_Gerichte/SZ_KG_001_ZK1-2016-38_2018-11-30.html", "URL": "https://gerichte.sz.ch/tribunavtplus/loadTable", "Checksum": "8807b232b6630de31225e38cd369d4dd"}, "PDF": {"Datei": "SZ_Gerichte/SZ_KG_001_ZK1-2016-38_2018-11-30.pdf", "URL": "https://gerichte.sz.ch/tribunavtplus/ServletDownload/ZK1_2016_38_eb9cb516b72ea9d822b390383b5bf9d2fdebe33ff2bfeaf721e3081d7f3e424c32f7433a2dc9fb0e5e01f97768472339f9918a4db8127bccdaf4bc0f8fef1841ea2e94432a3f2899a2ba69cf3333726b?path=eb9cb516b72ea9d822b390383b5bf9d2fdebe33ff2bfeaf721e3081d7f3e424c32f7433a2dc9fb0e5e01f97768472339f9918a4db8127bccdaf4bc0f8fef1841ea2e94432a3f2899a2ba69cf3333726b&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=ZK1_2016_38", "Checksum": "3156b5073c8d0964f7285b3e0f83eaf7"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["ZK1 2016 38"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Schwyz Kantonsgericht 1. 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Angesichts dessen,\ndass die Vorinstanz diese Zuweisungen zwar in ihren Erwägungen, nicht aber\nim anfechtbaren Dispositiv festlegte (vgl. angefochtenes Urteil, E. 6b auf\nS. 49) und die Parteien mit den vorgesehenen Zuweisungen einverstanden\nsind, kommt die diesbezügliche Haltung der Beklagten 1 bis 3 nicht einer\nförmlichen Anerkennung der Berufungsanträge des Klägers in diesem Umfang\n(mit entsprechenden Kostenfolgen nach Art. 106 Abs. 1 ZPO) gleich. Die beiden 1/4 Gesamthandanteile an den Liegenschaften Nr. ss Albula (Alvaschein)\nund Nr. tt Albula (Tiefencastel) sind wie von den Parteien übereinstimmend\nbeantragt dem Kläger zu Alleineigentum zuzuweisen und das Grundbuchamt\nTiefencastel ist mit Eintritt der Rechtskraft entsprechend anzuweisen. Bei den\ndiese Grundbucheintragungen betreffenden Kosten handelt es sich um für den\nVollzug der (strittigen) Erbteilung notwendige Ausgaben. Solche Kosten, die in\ndirektem Zusammenhang mit der Abwicklung und Liquidation der Erbengemeinschaft stehen, stellen Erbgangsschulden dar (vgl. Weibel, a.a.O., Art. 603\nN 14; vgl. Tuor/Picenoni, Berner Kommentar zum Schweizerischen Privatrecht, Band III, Bern 1964, Art. 560 N 7 und Art. 603 N 7a; vgl. Wolf, a.a.O.,\nArt. 603 N 40). Für diese Schulden haften neben dem Nachlass die Erben\nsolidarisch (vgl. BGer 5A_705/2015, E. 5.2 m.w.H.; vgl. ZK1 2012 12 vom\n8. Juli 2014, E. 9c). Bei der Zuweisung von Nachlassgrundstücken auf einen\nErben ist es sachgerecht, die Grundbuchkosten dem Nachlass aufzuerlegen.\nDadurch kann vermieden werden, dass ein allenfalls nicht zahlungskräftiger\nErbe den Vollzug der Erbteilung verhindert (vgl. ZK1 2012 12 vom 8. Juli\n2014, E. 9c). Somit sind die Grundbuchkosten dem Nachlass aufzuerlegen\nund den Erben entsprechend ihrer Erbquote zuzuweisen, d.h. dem Kläger zu\n2/5 und den Beklagten 1 bis 4 je zu 3/20 (vgl. hierzu Wolf, a.a.O., Art. 610\nN 33 und 35). Ausserdem ist der Saldo des Privatkontos Nr. uu dem Kläger zu\nAlleineigentum zuzuweisen und die K.________ mit Eintritt der Rechtskraft\ndes vorliegenden Entscheids anzuweisen, das Privatkonto Nr. uu zu saldieren\nKantonsgericht Schwyz 69\n\nund den Nettosaldo dem Kläger zu überweisen. Dieser ist entsprechend seinem Berufungsantrag 1d zu verpflichten, den Beklagten 1 bis 4 je 3/20 der\ndem Privatkonto Nr. uu ab dem 1. Januar 2012 gutgeschriebenen Zinsen nach\nAbzug der Bankgebühren zu bezahlen (vgl. KG-act. 1 [ZK1 2016 38], Antrag\nZiff. 1d).\n\nbb) Unbestritten blieb vor der Berufungsinstanz überdies, dass die gegenüber der Erblasserin bestehende Darlehensschuld der Beklagten 1 bis 3 in\nHöhe von insgesamt Fr. 2‘100‘000.00 den Beklagten 1 bis 3 à jeweils\nFr. 700‘000.00 zuzuweisen resp. i.S.v. Art. 614 ZGB anzurechnen ist (vgl. angefochtenes Urteil, E. 4d.VI; KG-act. 1 [ZK1 2016 40], Ziff. 25d und 35b.aa;\nKG-act. 10 [ZK1 2016 38], Ziff. 164e f.; KG-act. 1 [ZK1 2016 38], Ziff. III.B.8).\n\ncc) Betreffend die in der Teilungsmasse zu berücksichtigenden Darlehenszinse von insgesamt Fr. 765‘333.00, welche die Beklagten 1 bis 3 der Erbschaft schulden, kann auf die vorstehenden Ausführungen in E. 8b verwiesen\nwerden. Den Beklagten 1 bis 3 ist jeweils ein Betrag von Fr. 255‘111.00 zuzuweisen bzw. i.S.v. Art. 614 ZGB anzurechnen.\n\ndd) Die in den vorinstanzlichen Erwägungen vorgenommene Zuweisung\nbzw. wertmässige Anrechnung des Erbvorbezugs des Beklagten 4 in Höhe\nvon Fr. 100‘000.00, den die Erblasserin mit letztwilliger Verfügung vom 5. Mai\n2006 der Ausgleichungspflicht unterwarf (vgl. Vi-act. B, KB 11, Ziff. 2 f. auf\nS. 2), an seinen Erbteil blieb im Berufungsverfahren ebenfalls unbeanstandet\n(vgl. angefochtenes Urteil, E. 6b; vgl. KG-act. 1 [ZK1 2016 40], Ziff. 40c.bb;\nKG-act. 1 [ZK1 2016 38], Ziff. III.B.8). Demzufolge ist dem Beklagten 4 der\nErbvorbezug von Fr. 100‘000.00 zuzuweisen resp. dem Werte nach an seinen\nErbteil anzurechnen.\n\nBetreffend den in der Teilungsmasse zu berücksichtigenden Erbvorbezug des\nKlägers von Fr. 166‘600.00 kann auf die vorstehenden Ausführungen in E. 8c\nKantonsgericht Schwyz 70\n\nverwiesen werden. Dem Kläger ist folglich ein Betrag von Fr. 166‘600.00 zuzuweisen bzw. dem Werte nach an seinen Erbteil anzurechnen. Demgegenüber sind die nicht ausgleichungspflichtigen lebzeitigen Erbvorbezüge der Beklagten 1 bis 3 von je Fr. 166‘600.00, total Fr. 499‘800.00, wie vorstehend in\nE. 8c dargelegt kein Bestandteil der Teilungsmasse, womit sich eine diesbezügliche Zuweisung erübrigt.\n\nee) Darüber hinaus befanden sich entsprechend den im Berufungsverfahren\nunbestritten gebliebenen vorinstanzlichen Feststellungen noch folgende Passiven im Nachlass per Teilungsdatum vom 26. September 2016: die von den\nBeklagten 1 bis 3 übernommenen Todesfallkosten in Höhe von je\nFr. 4‘232.67, die vom Kläger übernommenen Todesfallkosten von\nFr. 11‘378.20, die vom Kläger und den Beklagten 1 bis 4 übernommenen\nSteuern in Höhe von je Fr. 4‘467.65 sowie eine Bargeldschuld des Nachlasses\ngegenüber dem Kläger von Fr. 42.90 (vgl. angefochtenes Urteil, E. 6b;\nvgl. KG-act. 1 [ZK1 2016 38], Ziff. III.B.8; KG-act. 1 [ZK1 2016 40], Ziff. 40f).\n\n"}