{"Signatur": "SZ_KG_001", "Spider": "SZ_Gerichte", "Sprache": "de", "Datum": "2018-11-30", "HTML": {"Datei": "SZ_Gerichte/SZ_KG_001_ZK1-2016-38_2018-11-30.html", "URL": "https://gerichte.sz.ch/tribunavtplus/loadTable", "Checksum": "8807b232b6630de31225e38cd369d4dd"}, "PDF": {"Datei": "SZ_Gerichte/SZ_KG_001_ZK1-2016-38_2018-11-30.pdf", "URL": "https://gerichte.sz.ch/tribunavtplus/ServletDownload/ZK1_2016_38_eb9cb516b72ea9d822b390383b5bf9d2fdebe33ff2bfeaf721e3081d7f3e424c32f7433a2dc9fb0e5e01f97768472339f9918a4db8127bccdaf4bc0f8fef1841ea2e94432a3f2899a2ba69cf3333726b?path=eb9cb516b72ea9d822b390383b5bf9d2fdebe33ff2bfeaf721e3081d7f3e424c32f7433a2dc9fb0e5e01f97768472339f9918a4db8127bccdaf4bc0f8fef1841ea2e94432a3f2899a2ba69cf3333726b&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=ZK1_2016_38", "Checksum": "3156b5073c8d0964f7285b3e0f83eaf7"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["ZK1 2016 38"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Schwyz Kantonsgericht 1. 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Der Erbteilungsprozess wird durch die Dispositionsmaxime beherrscht (BGE 143 III 425,\nE 4.7; vgl. BGE 130 III 550, E. 2 = Pra 94 [2005] Nr. 61). Mithin kann sich aus\nden Rechtsbegehren der Parteien eine Einschränkung der Kompetenz des\nTeilungsgerichts ergeben (BGE 143 III 425, E 4.7). Im vorliegenden Erbteilungsprozess beantragte keine der Parteien die Durchführung des\nLosbildungsverfahrens i.S.v. Art. 611 Abs. 2 ZGB. Die Parteien verlangten\nindessen übereinstimmend die Feststellung des Nachlasses sowie die Teilung\nder Erbschaft (vgl. Vi-act. A.I, Antrag Ziff. 1 und 2; vgl. Vi-act. E.63; vgl. Vi-act.\nA.V, Antrag 1–3; vgl. Vi-act. A.VI.2, Antrag 2 und 4).\n\nb) Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung hat das Erbteilungsgericht im Rahmen der Rechtsbegehren ein vollstreckbares Urteil zu fällen, d.h.\ndie Teilung durchzuführen und die Erbbetreffnisse konkret zuzuweisen (BGE\n137 III 8, E. 3.4.1; vgl. BGE 101 II 41, E. 4b). Es entscheidet über sämtliche\nStreitfragen und hat – insofern als es die Teilung selber durchführen kann und\nnicht der Teilungsbehörde überlassen muss – eine umfassende Teilungs- und\nZuweisungskompetenz (BGE 143 III 425, E. 4.1 und 5.5; vgl. BGE 137 III 8,\nE. 3.4.1). Das Teilungsurteil muss den Vollzugsorganen die Verteilung der\nErbschaftsbestandteile auf die einzelnen Erben also unmittelbar ermöglichen\n(BGE 101 II 45, E. 4b; vgl. auch BGE 107 II 119, E. 5). Es stellt zudem – wie\ndas Herabsetzungsurteil – ein Gestaltungsurteil dar (Graham-Siegenthaler, in:\nBreitschmid/Jungo [Hrsg.], Handkommentar zum Schweizer Privatrecht, Erb-\nKantonsgericht Schwyz 67\n\nrecht, 3. Auflage, Zürich 2016, Art. 604 N 2; Forni/Piatti, a.a.O., Vorbemerkungen zu Art. 522–533 N 15; Fankhauser, a.a.O., Art. 522 N 5), auch wenn die\nErben Leistungsbegehren stellen können (vgl. Wolf, a.a.O., Art. 604 N 37 f.),\ndenn ein Leistungsurteil allein vermag das jedem Erben aufgrund von Art. 604\nAbs. 1 ZGB zustehende Recht auf Teilung nicht zu gewährleisten. Erst das\nauf entsprechendes Gestaltungsbegehren hin ergehende Gestaltungsurteil\nüberführt die bisher gemeinschaftliche Berechtigung aller Miterben am Nachlass in eine alleinige Berechtigung des die Teilung verlangenden einzelnen\nErben an seiner Erbquote entsprechenden Erbschaftsobjekten (Wolf, a.a.O.,\nArt. 604 N 39).\n\nDie Vorinstanz traf in ihrem Dispositiv keine Entscheidung darüber, welcher\nPartei welche Erbschaftsaktiven und -passiven zuzuweisen sind. Feststellungen zum Umfang des Nachlasses per Teilungsdatum fehlen (im Dispositiv)\ntrotz entsprechender Parteibegehren (Vi-act. A.I, Ziff. I; Vi-act. A.II.1, Rechtsbegehren Ziff. B.3) gänzlich. Ein Teilungsurteil, welches den Vollzugsorganen\n(z.B. den zuständigen Notariaten und Grundbuchämtern) die Verteilung der\nErbschaftsbestandteile auf die einzelnen Erben unmittelbar ermöglicht, liegt\ndeshalb nicht vor. Der Kläger beanstandet daher zu Recht, das Dispositiv der\nVorinstanz sei ungenügend (KG-act. 1 [ZK1 2016 38], Ziff. III.A). Gestützt auf\nArt. 318 Abs. 1 lit. b ZPO sind daher nachfolgend die Nachlassaktiven und\n-passiven entsprechend der Teilungsmasse den fünf Erben unter Anrechnung\nan ihren Erbteil konkret zuzuweisen.\n\nc) aa) In Bezug auf die beiden 1/4 Gesamthandanteile an den Liegenschaften Nr. ss Albula (Alvaschein) und Nr. tt Albula (Tiefencastel) sowie den\nSaldo des Privatkontos Nr. uu sind sich die Parteien einig, dass diese dem\nKläger zu Alleineigentum zuzuweisen sind (vgl. insb. KG-act. 10 [ZK1 2016\n38], Ziff. 21; vgl. KG-act. 1 [ZK1 2016 38], Antrag Ziff. 1c und 1d; vgl. KGact. 10 [ZK1 2016 38], Antrag Ziff. 1; vgl. Vi-act. E.63). Die übereinstimmenden Vorbringen der Parteien betreffend die Zuweisung der genannten Nach-\nKantonsgericht Schwyz 68\n\n"}