{"Signatur": "SZ_KG_001", "Spider": "SZ_Gerichte", "Sprache": "de", "Datum": "2018-11-30", "HTML": {"Datei": "SZ_Gerichte/SZ_KG_001_ZK1-2016-38_2018-11-30.html", "URL": "https://gerichte.sz.ch/tribunavtplus/loadTable", "Checksum": "8807b232b6630de31225e38cd369d4dd"}, "PDF": {"Datei": "SZ_Gerichte/SZ_KG_001_ZK1-2016-38_2018-11-30.pdf", "URL": "https://gerichte.sz.ch/tribunavtplus/ServletDownload/ZK1_2016_38_eb9cb516b72ea9d822b390383b5bf9d2fdebe33ff2bfeaf721e3081d7f3e424c32f7433a2dc9fb0e5e01f97768472339f9918a4db8127bccdaf4bc0f8fef1841ea2e94432a3f2899a2ba69cf3333726b?path=eb9cb516b72ea9d822b390383b5bf9d2fdebe33ff2bfeaf721e3081d7f3e424c32f7433a2dc9fb0e5e01f97768472339f9918a4db8127bccdaf4bc0f8fef1841ea2e94432a3f2899a2ba69cf3333726b&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=ZK1_2016_38", "Checksum": "3156b5073c8d0964f7285b3e0f83eaf7"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["ZK1 2016 38"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Schwyz Kantonsgericht 1. 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A.VI/2, S. 37 ff.). Insbesondere äusserten sie sich erstinstanzlich mit keinem Wort zu einem etwaigen Schenkungswillen der Erblasserin und substanziierten einen solchen mithin nicht, wie der Kläger zu Recht moniert, obwohl die Schenkungsabsicht\ngrundsätzlich nicht vermutet wird (vgl. Liniger/Triebold, in: Honsell [Hrsg.],\nKurzkommentar Obligationenrecht, Basel 2014, Art. 239 N 17; Vogt/Vogt, in:\nHonsell/ Vogt/Wiegand [Hrsg.], Basler Kommentar Obligationenrecht I, 6. Auflage, Basel 2015, Art. 239 N 44; BGE 83 II 533, E. 2). Der Beweis für das Vorliegen einer Schenkung kann somit nicht als erbracht erachtet werden und die\nVorinstanz ist zu Unrecht von einer solchen ausgegangen.\n\nIm Übrigen kann vor diesem Hintergrund von einer Anhörung der vom Kläger\nbeantragten Zeugen Notar T.________ und Notarstellvertreter V.________\nsowie einer Beweisaussage des Beklagten 4 abgesehen werden.\n\ndd) Zusammenfassend ist den die Herabsetzung verlangenden Beklagten 1\nbis 3 der Beweis für ihre Behauptung, die Erblasserin habe dem Kläger die\n269/1000 Miteigentumsanteile an KTN yy geschenkt, nicht gelungen und es ist\ndiesbezüglich entgegen der Vorinstanz keine Hinzurechnung zur Pflichtteilsberechnungsmasse vorzunehmen.\n\ne) Unbeanstandet bleibt sodann die vorinstanzliche Feststellung, dass das\nbehauptete Darlehen der Erblasserin an W.________ in der Höhe von\nFr. 100‘000.00 keine Berücksichtigung in der Pflichtteilsberechnungsmasse\nfindet (vgl. angefochtenes Urteil, E. 4d.XIII auf S. 45).\n\nf) Im Sinne des Gesagten setzt sich die Pflichtteilsberechnungsmasse am\nTodestag der Erblasserin, am rr (Datum), wie folgt zusammen:\n\nAktiven\nKantonsgericht Schwyz 56\n\n- Privatkonto K.________ (Bank I) uu per 31.12.2011 Fr. 925.94\n- ein Viertel Gesamteigentum an der Liegenschaft Nr. tt GB Albula Fr. 3'100.00\n- ein Viertel Gesamteigentum an der Liegenschaft Nr. ss GB Albula Fr. 138.00\n- Darlehen der Beklagten 1–3 Fr. 2'100'000.00\n- Erbvorbezug Kläger Fr. 166'600.00\n- Erbvorbezug Beklagter 1 Fr. 166'600.00\n- Erbvorbezug Beklagte 2 Fr. 166'600.00\n- Erbvorbezug Beklagte 3 Fr. 166'600.00\n- Erbvorbezug Beklagter 4 Fr. 100'000.00\n- Schenkungsanteil an den Beklagten 4\naus dem Grundstückkaufvertrag 1982 Fr. 1'016'208.22\n- Schenkung von 36/1000 Miteigentumsanteilen an den Kläger gemäss\nAbtretungsvertrag vom 29. November 1990 Fr. 223'200.00\nTotal Fr. 4'109'972.16\n\nPassiven\n- Anteil übernommene Todesfallkosten Beklagter 1 Fr. 4'232.67\n- Anteil übernommene Todesfallkosten Beklagte 2 Fr. 4'232.67\n- Anteil übernommene Todesfallkosten Beklagte 3 Fr. 4'232.67\n- Anteil übernommene Todesfallkosten Kläger Fr. 11'378.20\n- Anteil übernommene Steuern Beklagter 1 Fr. 4'467.65\n- Anteil übernommene Steuern Beklagte 2 Fr. 4'467.65\n- Anteil übernommene Steuern Beklagte 3 Fr. 4'467.65\n- Anteil übernommene Steuern Beklagter 4 Fr. 4'467.65\n- Anteil übernommene Steuern Kläger Fr. 4'467.65\n- Bargeldschuld gegenüber dem Kläger Fr. 42.90\nTotal Fr. 46'457.36\nPflichtteilsberechnungsmasse netto Fr. 4'063'514.80\n\nAusgehend von einer Pflichtteilsberechnungsmasse in der Höhe von netto\nFr. 4‘063‘514.80 betragen die Pflichtteile der Parteien als Nachkommen der\nErblasserin je Fr. 609‘527.22 (Fr. 4‘063‘514.80 multipliziert mit 3/20).\n\n7. Fände die Erbteilung am Todestag der Erblasserin, am rr (Datum), statt,\nso würden die Parteien ausgehend vom reinen Nachlass per Todestag von\nFr. 2‘057‘706.58 (vgl. E. 4 dieses Urteils) sowie unter Berücksichtigung des\nausgleichungspflichtigen Erbvorbezugs des Beklagten 4 in der Höhe von\nFr. 100‘000.00, den die Erblasserin mit letztwilliger Verfügung (positiv) der\nAusgleichungspflicht unterwarf (vgl. Vi-act. B, KB 11, Ziff. 2 f. auf S. 2), wert-\nKantonsgericht Schwyz 57\n\nmässig folgende Beträge erhalten: Der Kläger erhielte Fr. 863'082.63 und die\nBeklagten 1 bis 4 erhielten je Fr. 323‘655.99, wobei sich der Beklagte 4 den\nErbvorbezug von Fr. 100‘000.00 i.S.v. Art. 626 Abs. 2 ZGB und die Beklagten\n1 bis 3 ihre Darlehensschuld gegenüber dem Nachlass von je Fr. 700‘000.00\ni.S.v. Art. 614 ZGB anrechnen lassen müssten, was im Übrigen auch die Beklagten 1 bis 3 annehmen (KG-act. 1 [ZK1 2016 40], Ziff. 25d f.). Eine Verletzung der Pflichtteile der die Herabsetzung verlangenden Beklagten 1 bis 3\nliegt angesichts dessen nicht vor und es ist in einem nächsten Schritt die Erbteilung vorzunehmen, wofür der Nachlass bzw. die Teilungsmasse mit Wert\nper Teilungsdatum zu bestimmen ist.\n\n"}