{"Signatur": "SZ_KG_001", "Spider": "SZ_Gerichte", "Sprache": "de", "Datum": "2017-06-13", "HTML": {"Datei": "SZ_Gerichte/SZ_KG_001_ZK1-2016-33_2017-06-13.html", "URL": "https://gerichte.sz.ch/tribunavtplus/loadTable", "Checksum": "57f16da17d59cc52ca22fdc2ed2e4dca"}, "PDF": {"Datei": "SZ_Gerichte/SZ_KG_001_ZK1-2016-33_2017-06-13.pdf", "URL": "https://gerichte.sz.ch/tribunavtplus/ServletDownload/ZK1_2016_33_eb9cb516b72ea9d822b390383b5bf9d29d3be0d86571b0def8ac6398524c4ee05c9d95146f08ebb4901a5516697724cead9d6ffd866dd8ca8cb9c631afb5cc17ea2e94432a3f2899a2ba69cf3333726b?path=eb9cb516b72ea9d822b390383b5bf9d29d3be0d86571b0def8ac6398524c4ee05c9d95146f08ebb4901a5516697724cead9d6ffd866dd8ca8cb9c631afb5cc17ea2e94432a3f2899a2ba69cf3333726b&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=ZK1_2016_33", "Checksum": "bc35e2b8846ab92f6b09eb26eaadb99e"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["ZK1 2016 33"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Schwyz Kantonsgericht 1. Zivilkammer 13.06.2017 ZK1 2016 33"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Schwytz Kantonsgericht 1. Zivilkammer 13.06.2017 ZK1 2016 33"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Svitto Kantonsgericht 1. Zivilkammer 13.06.2017 ZK1 2016 33"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Schwyz Kantonsgericht 1. Zivilkammer"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Schwytz Kantonsgericht 1. Zivilkammer"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Svitto Kantonsgericht 1. Zivilkammer"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Forderung (Abtretungsvertrag) | übriges Vertragsrecht"}], "ScrapyJob": "446973/54/2069", "Zeit UTC": "22.01.2026 22:32:34", "Checksum": "52b73363c0aa066ca351135ef8e30f83", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Schwyz Kantonsgericht 1. Zivilkammer 13.06.2017 ZK1 2016 33\nRegeste:\nForderung (Abtretungsvertrag) | übriges Vertragsrecht\n\nAm 26. Juli 2016 wies das Bezirksgericht Schwyz die Klage ab, auferlegte die\nGerichtskosten, bestehend aus der Entscheidgebühr von Fr. 4‘500.00 und den\nKosten für das Schlichtungsverfahren von Fr. 400.00, der Klägerin und verpflichtete diese, der Beklagten eine Parteientschädigung von Fr. 6‘600.00 zu\nbezahlen (inkl. Auslagen und 8 % Mehrwertsteuer).\n\nC. Gegen dieses Urteil erhob die Klägerin am 14. September 2016 fristgerecht Berufung mit folgenden Rechtsbegehren (KG-act. 1):\n\n1. Das Urteil des Bezirksgerichts Schwyz vom 26. Juli 2016\n(Proz. ZGO 201513) sei aufzuheben.\n2. In Gutheissung der Klage sei\na) die Beklagte zu verpflichten, der Klägerin den Betrag von\nCHF 50‘000.00 zuzüglich Zins zu 5 % seit 16. Februar 2015\nzu bezahlen;\nb) der Klägerin in der gegen die Beklagte eingeleiteten Betreibung Nr. XXX des Betreibungsamtes Arth (Zahlungsbefehl\nvom 13. März 2015) definitive Rechtsöffnung für den Betrag\nvon CHF 50‘000.00 nebst Zins zu 5 % seit 16. Februar 2015\nund Kosten des Zahlungsbefehls von CHF 103.30 zu erteilen.\nKantonsgericht Schwyz 5\n\n3. Eventualiter sei die Sache zur Durchführung des Beweisverfahrens\nund anschliessender Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen.\n4. Subeventualiter sei das Beweisverfahren durch die Berufungsinstanz durchzuführen und die Sache danach vom Berufungsgericht\nneu zu entscheiden.\n5. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zuzüglich Mehrwertsteuer; Mehrwertsteuer, MWSt-Nummer von C.________: CHE-\nXXX) zulasten der Berufungsbeklagten.\n\nMit Berufungsantwort vom 17. Oktober 2016 (KG-act. 7) trägt die Beklagte auf\nAbweisung der Berufung an, soweit darauf einzutreten sei. Sie beantragt ausserdem, es seien die Verfahrensanträge bezüglich Rückweisung an die Vorinstanz und Durchführung eines Beweisverfahrens vollumfänglich abzuweisen. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zuzüglich Mehrwertsteuer\nzu Lasten der Klägerin.\n\nAuf die Vorbringen der Parteien wird – soweit für die Berufung erforderlich – in\nden Erwägungen Bezug genommen;-\n\nin Erwägung:\n\n1. Es ist unbestritten, dass die Klägerin mit Vertrag vom 22. Dezember\n2014 der Beklagten 500 Stammanteile der E.________ GmbH zu nominal je\nFr. 100.00 zu einem Preis von insgesamt Fr. 50‘000.00 abtrat (Vi-KB 1) und\ndass die Beklagte diese Summe nie bezahlte, weil sie sich darauf beruft, bei\nVertragsabschluss zum einen sich in einem wesentlichen Grundlagenirrtum\nnach Art. 23 OR i.V.m. Art. 24 Abs. 1 Ziff. 4 OR befunden zu haben und zum\nanderen von der Klägerin i.S.v. Art. 28 OR absichtlich getäuscht worden zu\nsein. Denn entgegen der Zusicherung in Ziffer 5 des Abtretungsvertrags sei\ndie E.________ GmbH per 31. Dezember 2014 nicht schuldenfrei gewesen.\nDie Vorinstanz bejahte in Auslegung des Abtretungsvertrags einen Grundla-\nKantonsgericht Schwyz 6\n\ngenirrtum wie auch eine absichtliche Täuschung, weshalb der Abtretungsvertrag für die Beklagte einseitig unverbindlich sei. Da die Beklagte gleich nach\nErhalt der Jahresrechnung 2014 bei der Klägerin moniert, den Vertrag also\nnachträglich nicht genehmigt habe, sei die Klage abzuweisen. Die Klägerin\nrügt dies im Berufungsverfahren.\n\n2. Ziffer 5 des Abtretungsvertrags vom 22. Dezember 2014 lautet wie folgt\n(Vi-KB 1, S. 1):\n\n„Die Verkäuferin erklärt, dass die Gesellschaft über das Inventar gemäss Anhang zu diesem Vertrag verfügt und per 31. Dezember 2014 schuldenfrei ist.\nGewährleistung gemäss OR-Rechtsprechung.“\n\nStrittig ist, was die Parteien im Zeitpunkt der Vertragsunterzeichnung vom\n22. Dezember 2014 unter „Schuldenfreiheit“ verstanden und ob diese erfüllt\nwar oder nicht.\n\n3. a) Es besteht Einigkeit darüber, dass die provisorische Bilanz per\n30. November 2014 (Vi-KB 9) integrierender Bestandteil des Abtretungsvertrags vom 22. Dezember 2014 bildete bzw. als notwendige und zentrale\nGrundlage für die Willensbildung beider Parteien zum Abschluss des erwähnten Vertrags aufzufassen war (angef. Urteil, E. 1 S. 4 und E. 4.2.2 S. 9; KGact. 1, S. 6 Ziff. 2; KG-act. 7, S. 10-13 Rz 33-45). In dieser provisorischen Bilanz werden ein kurzfristiges Fremdkapital von Fr. 9‘238.10 und ein langfristiges Fremdkapital von Fr. 0.00 ausgewiesen. Im Vorjahr waren noch zwei Darlehen aufgeführt, jenes von A.________ (Rangrücktritt) im Betrag von\nFr. 292‘199.50 und jenes der G.________ GmbH (mit Rangrücktritt) in der\nHöhe von Fr. 30‘000.00 (Vi-KB 9, S. 1, Kto-Nrn. 2000 – 2503; Darlehensverzicht, vgl. Vi-KB 8). In der Jahresrechnung 2014, die der Beklagten am\n21. Januar 2015 zugestellt wurde (angef. Urteil, E. 1 S. 4; Vi-KB 11 unten; Viact. 15, Beilage 19, S. 2), werden indessen ein kurzfristiges Fremdkapital von\nKantonsgericht Schwyz 7\n\nFr. 21‘633.40 und ein langfristiges Fremdkapital von Fr. 52‘000.00, bestehend\naus den „Rückstellungen Steuern 2014“, verbucht. Im Vorjahr existierte das\nKonto „Rückstellungen Steuern 2014“ natürlich noch nicht (Vi-KB 10, S. 1,\nKto-Nrn. 2000 – 2600).\n\n"}