{"Signatur": "SZ_KG_001", "Spider": "SZ_Gerichte", "Sprache": "de", "Datum": "2017-06-13", "HTML": {"Datei": "SZ_Gerichte/SZ_KG_001_ZK1-2016-31_2017-06-13.html", "URL": "https://gerichte.sz.ch/tribunavtplus/loadTable", "Checksum": "87c87d1638a5043c5e9ab1fa083f3b65"}, "PDF": {"Datei": "SZ_Gerichte/SZ_KG_001_ZK1-2016-31_2017-06-13.pdf", "URL": "https://gerichte.sz.ch/tribunavtplus/ServletDownload/ZK1_2016_31_eb9cb516b72ea9d822b390383b5bf9d23ce6a495fb5e4dea10a30b099fbe3c8b17e59835604b946dea6419621105ac988aee39b77203e49c5dbb4e23272fd39dea2e94432a3f2899a2ba69cf3333726b?path=eb9cb516b72ea9d822b390383b5bf9d23ce6a495fb5e4dea10a30b099fbe3c8b17e59835604b946dea6419621105ac988aee39b77203e49c5dbb4e23272fd39dea2e94432a3f2899a2ba69cf3333726b&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=ZK1_2016_31", "Checksum": "f05b8394e420d59ad90fa632c5487b5f"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["ZK1 2016 31"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Schwyz Kantonsgericht 1. 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Zivilkammer 13.06.2017 ZK1 2016 31\nRegeste:\nForderung | übriges Vertragsrecht\n\naa) Die Beklagte verwies in der Klageantwort für die Bezifferung ihrer Gegenforderung von USD 220‘111.94 (inkl. des vorstehend behandelten Betrages von USD 1‘303.40) in weiten Teilen auf ihre Kostenaufstellungen (Viact. A.II, Ziff. 19 ff.), welche die Klägerin mit der Klage als Beilagen 21 und 22\neinreichte (Vi-act. B, KB 21 und 22). Zunächst erläuterte die Beklagte, wie es\nzur Differenz des Totals in den beiden Aufstellungen gekommen sei. Diese\nAusführungen sind für das vorliegende Verfahren jedoch insofern nicht von\nRelevanz, als die Beklagte ihre Aufstellung vom 29. Oktober 2012 als „endgültig“ bezeichnete (Vi-act. A.II, Ziff. 20). Massgeblich für die Gegenforderung ist\nsomit – nach Ansicht der Beklagten – ihre Aufstellung vom 29. Oktober 2012\n(Vi-act. B, KB 22).\n\nRechtserhebliche Behauptungen müssen grundsätzlich in der Rechtsschrift\nselbst vorgebracht werden. Beilagen sind Beweismittelofferten und nicht Parteibehauptung (Sutter-Somm/Schrank, in: Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung, 3. Auflage, Zürich 2016, Art. 55 N 30; Glasl, a.a.O., Art. 55 N 26; vgl. BGer 4A_264/\n2015 vom 10. August 2015, E. 4.2.2). Der blosse Verweis in der Rechtsschrift\nauf diese Aufstellung genügt der Substantiierungsobliegenheit nicht, weil es\nnicht Sache des Gerichts und der Gegenpartei ist, die rechtserheblichen Behauptungen in den Akten zusammenzusuchen (vgl. BGer 5D_148/2013 vom\n10. Januar 2014, E. 5.3.2; vgl. BGer 4A_141/2009 vom 7. September 2009,\nKantonsgericht Schwyz 9\n\nE. 13.3; vgl. BGer 4A_264/2015 vom 10. August 2015, E. 4.2.2; ZK1 2012 11\nvom 18. November 2014, E. 3.e; vgl. Hurni, in: Hausheer/Walter [Hrsg.], Berner Kommentar Schweizerische Zivilprozessordnung, Band I, Bern 2012,\nArt. 55 N 21; vgl. auch Glasl, in: Brunner/Gasser/Schwander [Hrsg.], Kommentar Schweizerische Zivilprozessordnung, 2. Auflage, Zürich 2016, Art. 55\nN 26 sowie Fussnote 47). Bezeichnenderweise moniert die Beklagte hinsichtlich der Replikbeilagen der Klägerin selbst, nach Ansicht der Klägerin solle\nsich das Gericht aus diesen Beilagen „offenbar selbst zusammensuchen, was\nder Klägerin (angeblich) nützlich“ sei (Vi-act. A.IV, Ziff. 28 ff.). Das, was die\nBeklagte der Klägerin in prozessualer Hinsicht vorwirft, erfüllt die Beklagte\nindessen selbst nicht. Die 91 Kostenpositionen der Aufstellung vom 29. Oktober 2012 (Vi-act. B, KB 22) und deren Höhe finden sich nur vereinzelt in den\nerstinstanzlichen Rechtsschriften der Beklagten und/oder die Beträge sind in\nweiten Teilen lediglich zusammengefasst als Zwischentotal in den Rechtsschriften zu finden. Zu einigen Positionen findet sich in der Rechtsschrift zwar\nein Betrag mit dem Hinweis, um welche Position ihrer Aufstellung es sich handelt, jedoch keine Erklärung, weshalb diese Kosten entstanden sein sollen.\nDie behauptete Gegenforderung der Beklagten erweist sich somit nicht nur\nhinsichtlich ihres Umfangs als unsubstantiiert. Im Einzelnen ergibt sich zur\nBezifferung und Substantiierung der Kostenpositionen in den erstinstanzlichen\nRechtsschriften der Beklagten im Wesentlichen das Folgende (Vi-act. A.II,\nZiff. 20 und 22):\n\nBezeichnung Betrag\na) Position 84, KB 21 USD 40’000.00\nb) Position 85, KB 21 USD 100’000.00\nc) Position 86, KB 21 USD 17’000.00\nd) Flugkosten C.________ (Position 87, KB 21) USD 3’000.00\ne) Erste Anlieferung, 4 Container (Positionen 2-\n8, KB 22):\n- Gebühren für die Einfuhrverlängerung bei der\nQuarantänebehörde, Gebühren für die Einreichung eines Formulars, Lagergebühren für zwei\nTage für von der Konkurrenz zur Lückenfüllung\nbei der Beklagten besorgtes Roundup Manat 239.13\n- Gebühren für dessen Be- und Entladung sowie Manat 1‘675.18\nKantonsgericht Schwyz 10\n\n"}