{"Signatur": "SZ_KG_001", "Spider": "SZ_Gerichte", "Sprache": "de", "Datum": "2017-06-13", "HTML": {"Datei": "SZ_Gerichte/SZ_KG_001_ZK1-2016-31_2017-06-13.html", "URL": "https://gerichte.sz.ch/tribunavtplus/loadTable", "Checksum": "87c87d1638a5043c5e9ab1fa083f3b65"}, "PDF": {"Datei": "SZ_Gerichte/SZ_KG_001_ZK1-2016-31_2017-06-13.pdf", "URL": "https://gerichte.sz.ch/tribunavtplus/ServletDownload/ZK1_2016_31_eb9cb516b72ea9d822b390383b5bf9d23ce6a495fb5e4dea10a30b099fbe3c8b17e59835604b946dea6419621105ac988aee39b77203e49c5dbb4e23272fd39dea2e94432a3f2899a2ba69cf3333726b?path=eb9cb516b72ea9d822b390383b5bf9d23ce6a495fb5e4dea10a30b099fbe3c8b17e59835604b946dea6419621105ac988aee39b77203e49c5dbb4e23272fd39dea2e94432a3f2899a2ba69cf3333726b&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=ZK1_2016_31", "Checksum": "f05b8394e420d59ad90fa632c5487b5f"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["ZK1 2016 31"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Schwyz Kantonsgericht 1. 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Februar 2012 eingeklagte Forderung der Klägerin in Höhe von USD 225‘891.94 gibt aufgrund der unbestritten gebliebenen Feststellung der Vorinstanz keinen Anlass zur Diskussion\n(vgl. angefochtenes Urteil, E. 1.1; vgl. KG-act. 1, Ziff. 5; KG-act. 8, Ziff. 4).\nFraglich ist einzig, ob diese Forderung mittels Verrechnung durch die Beklagte\ngetilgt wurde.\n\na) Wenn zwei Personen einander Geldsummen schulden, so kann jede\nihre Schuld, insofern beide Forderungen fällig sind, mit ihrer Forderung verrechnen (Art. 120 Abs. 1 OR). Der Schuldner kann die Verrechnung geltend\nmachen, auch wenn seine Gegenforderung bestritten wird (Art. 120 Abs. 2\nOR). Die Verrechnungswirkung tritt dann aber nur ein, wenn der Einwand\ndurch gerichtliches Urteil abgewiesen wurde (BGE 136 III 624, E. 4.2.3 = Pra\n100 [2011] Nr. 54; Eichenberger, in: Kostkiewicz/Wolf/Amstutz/Fankhauser\n[Hrsg.], Kommentar Schweizerisches Obligationenrecht, 3. Auflage, Zürich\n2016, Art. 120 N 12, mit Verweis auf BGer 5P.245/1992 vom 16. November\n1992, E. 2; Kessler, in: Honsell [Hrsg.], Kurzkommentar Obligationenrecht,\nBasel 2014, Art. 120 N 24). Damit das Gericht die Verrechnung prüft, muss\nein entsprechender Einwand an das Gericht adressiert werden, beispielsweise\nim Rahmen der Klageantwort (Zellweger-Gutknecht, in: Hausheer/Walter\n[Hrsg.], Berner Kommentar Obligationenrecht, Band VI, 1. Abteilung, 7. Teilband, 2. Unterteilband, Bern 2012, Vorbemerkungen zu Art. 120-126 N 121).\nKantonsgericht Schwyz 5\n\nDes Weiteren haben die Parteien dem Gericht die Tatsachen, auf die sie ihre\nBegehren stützen, darzulegen und Beweismittel anzugeben (Art. 55 Abs. 1\nZPO). Hinsichtlich der Verrechnung bedeutet dies, dass jene Partei, welche\ndie Verrechnung einwendet, diese behaupten und nachweisen muss, mithin\ndie damit verbundenen Fakten vortragen und die Belege, auf die sie ihre Forderung stützt, einreichen resp. nennen muss (Zellweger-Gutknecht, a.a.O.,\nVorbemerkungen zu Art. 120-126 N 128; vgl. auch Peter, in: Honsell/Vogt/\nWiegand [Hrsg.], Basler Kommentar Obligationenrecht I, 6. Auflage, Basel\n2015, Art. 120 N 23); die Schuldnerin hat nachzuweisen, dass sie über eine im\nGegenseitigkeitsverhältnis stehende, gleichartige sowie fällige Verrechnungsforderung verfügt (Schaller, Einwendungen und Einreden im schweizerischen\nSchuldrecht, Zürich 2010, Rz. 546; Peter, a.a.O., Art. 124 N 1a; Aepli, in:\nGauch [Hrsg.], Zürcher Kommentar Obligationenrecht, Teilband V 1h, Zürich\n1991, Art. 120 N 117). Unterlässt es eine Schuldnerin, die Verrechnung prozesskonform geltend zu machen, wird das Gericht den verrechnungsweisen\nUntergang der eingeklagten Forderung unberücksichtigt lassen (Zellweger-\nGutknecht, a.a.O., Vorbemerkungen zu Art. 120-126 N 129).\n\nb) Die Klägerin fordert von der Beklagten klageweise USD 225‘891.94 (Viact. A.I, Rechtsbegehren Ziff. 1). Die Beklagte erklärte der Klägerin am\n30. September 2013 bereits vorprozessual, über eine Gegenforderung in\nHöhe von USD 220‘111.94 zu verfügen (Vi-act. B, KB 5; vgl. auch Vi-act. A.II,\nZiff. 20). Wie sich diese Forderung zusammensetzt, erläuterte sie in diesem\nSchreiben an die Klägerin nicht. Indessen erklärte der damalige Vertreter der\nBeklagten in diesem Schreiben, der Beklagten empfohlen zu haben, die Differenz von USD 5‘780.00 zu bezahlen. Die Klägerin führte zu diesem Betrag in\nihrer Klageschrift aus, er sei bis dato nicht bezahlt worden (Vi-act. A.I,\nZiff. 31). Die Beklagte bestritt diesen – selbst bei Zulassung der Verrechnung\nmit ihrer Gegenforderung von USD 220‘111.94 – sowieso (noch) geschuldeten\nBetrag in ihrer Klageantwort nicht substantiiert (Vi-act. A.II., Ziff. 31), d.h., sie\nbestritt weder die Berechnung dieser ohnehin bestehenden Differenz von\nKantonsgericht Schwyz 6\n\n"}