Damit also das Gericht eine Genugtuungssumme sprechen kann, muss eine Haftung des Schadenverursachers vorliegen (Brehm, a.a.O., Art. 47 N 15). Als Haftungsvoraussetzungen müssen – mit Ausnahme des Schadens – die Haftungselemente der entsprechenden Anspruchsnorm erfüllt sein (Schönenberger, in: Honsell [Hrsg.], Kurzkommentar Obligationenrecht, Basel 2014, Art. 47–49 N 3; Kessler, in: Honsell/Vogt/ Wiegand [Hrsg.], Basler Kommentar Obligationenrecht I, 6. Auflage, Basel 2015, Art. 47 OR N 14). Für einen Genugtuungsanspruch stets vorausgesetzt sind somit die Widerrechtlichkeit der Körperverletzung sowie ein adäquater Kausalzusammenhang zwischen der Handlung des Haftpflichtigen, der Kör-