{"Signatur": "SZ_KG_001", "Spider": "SZ_Gerichte", "Sprache": "de", "Datum": "2017-09-12", "HTML": {"Datei": "SZ_Gerichte/SZ_KG_001_ZK1-2016-26_2017-09-12.html", "URL": "https://gerichte.sz.ch/tribunavtplus/loadTable", "Checksum": "8b9fd11f4ced8762d8ae0e39749d82f1"}, "PDF": {"Datei": "SZ_Gerichte/SZ_KG_001_ZK1-2016-26_2017-09-12.pdf", "URL": "https://gerichte.sz.ch/tribunavtplus/ServletDownload/ZK1_2016_26_eb9cb516b72ea9d822b390383b5bf9d2d7a1e025c650bda7e8c41934280c5e723adfdace585dee2603e146259a2080de91faebb1dc2c11d1b5ebc1ea4a5da636ea2e94432a3f2899a2ba69cf3333726b?path=eb9cb516b72ea9d822b390383b5bf9d2d7a1e025c650bda7e8c41934280c5e723adfdace585dee2603e146259a2080de91faebb1dc2c11d1b5ebc1ea4a5da636ea2e94432a3f2899a2ba69cf3333726b&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=ZK1_2016_26", "Checksum": "acacffd6876ef2935b1a40fdf7aa97d5"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["ZK1 2016 26"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Schwyz Kantonsgericht 1. 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September 2017\nZK1 2016 26\n\nMitwirkend Kantonsgerichtspräsident Dr. Urs Tschümperlin,\nKantonsrichter Walter Christen, Hannelore Räber,\nPius Schuler und Jörg Meister,\nGerichtsschreiber MLaw Patrick Neidhart.\n\nIn Sachen A.________ AG in Liquidation,\nKlägerin und Berufungsführerin,\nvertreten durch Rechtsanwalt B.________,\n\ngegen\n\nC.________,\nBeklagter und Berufungsgegner,\nvertreten durch Rechtsanwalt D.________,\n\nbetreffend Forderung\n(Berufung gegen das Urteil des Bezirksgerichts Höfe vom 11. Juli 2016, ZGO\n2013 18);-\n\nhat die 1. Zivilkammer,\nKantonsgericht Schwyz 2\n\nnachdem sich ergeben:\n\nA. C.________ war vom 16. Oktober 2006 bis zum 22. September 2011\nVorstandsmitglied der F.________ AG mit Sitz in Z.________ (Deutschland),\nwelche per 14. März 2008 in G.________ AG umfirmiert wurde (Vi-act.\nB/KB 2; nachfolgend G.________ AG) und heute offenbar unter der Firma\nH.________ AG geführt wird (vgl. Vi-act. A/I, S. 4 und KG-act. 1, S. 2). Diese\nTätigkeit wurde mit Dienst-/Anstellungsvertrag vom 30. September 2006 geregelt (Vi-act. B/KB 3). C.________ und die G.________ AG unterzeichneten\nam 30. Dezember 2006 eine als „Nachtrag zum Anstellungsvertrag“ bezeichnete Vereinbarung, wonach die Tätigkeit nur noch nebenamtlich ausgeübt\nwerde und keine Vergütung der Leistung mehr erfolge (Vi-act. B/KB 7). Am\n12. Dezember 2006 gründete I.________ als Vertreter der G.________ AG\nzusammen mit J.________ und K.________ unter der Firma LA.________ AG\nmit Sitz in E.________ (Schweiz) eine Tochtergesellschaft der G.________\nAG (Vi-act. B/KB 6), welche ihre Firma am 22. Januar 2007 in L.________ AG\nänderte (Vi-act. B/KB 1, 4; Vi-act. C/BB 6). Mit Arbeitsvertrag vom 10. Januar\n2007 wurde C.________ als geschäftsführender Direktor der L.________ AG\neingesetzt (Vi-act. B/KB 10). Am 28. März 2007 schlossen C.________ und\ndie L.________ AG einen neuen Arbeitsvertrag, welcher denjenigen vom\n10. Januar 2007 ersetzte (Vi-act. B/KB 12). Zu diesem neuen Arbeitsvertrag\nvereinbarten die Parteien am 1. Januar 2008 einen Nachtrag, der eine Gehaltserhöhung zum Gegenstand hatte (Vi-act. B/KB 13). Am 14. Dezember\n2007 unterzeichneten die G.________ AG (vertreten durch die Verwaltungsräte M.________ und C.________) und die L.________ AG (vertreten durch\nI.________) eine als „Vermittlungsvertrag“ bezeichnete Vereinbarung (Vi-act.\nB/KB 28). C.________, die L.________ AG und die G.________ AG schlossen sodann am 7. September 2012 einen Aufhebungsvertrag ab, der im Wesentlichen die Aufhebung des Arbeitsvertrags vom 28. März 2007 zwischen\nC.________ und der L.________ AG zum Gegenstand hatte (Vi-act.\nKantonsgericht Schwyz 3\n\nC/BB 43). Am 6. März 2013 wurde die L.________ AG in A.________ AG umfirmiert (Vi-act. C/BB 6).\n\nB. Mit Klage vom 25. Juni 2013 beantragte die A.________ AG (heute\nA.________ AG in Liquidation, nachfolgend Klägerin), C.________ (nachfolgend Beklagter) sei zu verpflichten, der Klägerin Fr. 1‘952‘396.84 zu bezahlen.\nIm Wesentlichen machte sie geltend, der Arbeitsvertrag zwischen der Klägerin\nund dem Beklagten und der Vermittlungsvertrag zwischen der Klägerin und\nder G.________ AG seien Simulationsgeschäfte. Der Forderungsbetrag setze\nsich einerseits aus Rückforderungen aus ungerechtfertigten Lohn- und Spesenzahlungen an den Beklagten in den Jahren 2007 bis 2012 und anderseits\naus Schadenersatzforderungen bzw. bereicherungsrechtlichen Ansprüchen\naufgrund zweckwidriger Benutzung der Firmenkreditkarte sowie Belastungen\ndes Firmenkontos der Klägerin für private Zwecke zusammen (Vi-act. A/I). Am\n15. September 2014 erstattete der Beklagte die Klageantwort und trug auf\nNichteintreten eventualiter Abweisung der Klage an (Vi-act. A/II). Der Beklagte\nbrachte vor, die heutige Muttergesellschaft der Klägerin, die O.________ AG,\nhabe eine Forderungsklage gegen den Beklagten anhängig gemacht, welche\nden identischen Sachverhalt betreffe, weshalb auf die Klage nicht einzutreten\nsei. Überdies bestritt der Beklagte die klägerischen Behauptungen, wonach er\nkeine tatsächliche Tätigkeit für die Klägerin ausgeführt und die Firmenkreditkarte für private Zwecke missbräuchlich verwendet habe, und machte seinerseits umfangreiche Verrechnungsforderungen geltend. Mit Verfügung vom\n13. Januar 2015 wies die Vorinstanz den Nichteintretensantrag des Beklagten\nab (Vi-act. D/13). Nach Durchführung einer Vergleichsverhandlung am 13. Mai\n2015 wurde ein zweiter Schriftenwechsel angeordnet (Vi-act. E/38 und 39).\nMit Verfügung vom 3. Februar 2016 forderte die Vorinstanz die Klägerin auf,\ndem Gericht sämtliche Belege für Barauslagen des Beklagten von Juli 2007\nbis Mai 2012 sowie ihre Spesenbuchhaltung mit Bezug auf den Beklagten in\nbesagtem Zeitraum einzureichen (Vi-act. D/14). Die Klägerin entsprach die-\nKantonsgericht Schwyz 4\n\nsem Editionsbegehren mit Eingabe vom 22. Februar 2016 (Vi-act. D/15). Mit\nUrteil vom 11. Juli 2016 erkannte die Vorinstanz was folgt:\n1. Die Klage wird abgewiesen.\n2. Die Gerichtskosten in Höhe von Fr. 40‘000.00 werden der Klägerin\nauferlegt und vom geleisteten Kostenvorschuss bezogen.\n3. Die Klägerin hat den Beklagten mit Fr. 50‘000.00 (inkl. MWST und\nAuslagen) zu entschädigen. Die Entschädigung wird dem Beklagten von der Sicherheitsleistung ausbezahlt.\n4. [Rechtsmittel]\n5. [Zufertigung]\n\n"}