bb) Gemäss Art. 528 Abs. 1 ZGB ist, wer sich in gutem Glauben befindet, zu Rückleistungen nur insoweit verpflichtet, als er zur Zeit des Erbganges aus dem Rechtsgeschäft mit dem Erblasser noch bereichert ist. Der Bedachte ist gutgläubig, wenn er nicht wusste und auch nicht wissen musste, dass die Zuwendung unter Lebenden nach dem zu erwartenden Gang der Dinge die Pflichtteilsrechte verletzen wird (Forni/Piatti, in: Honsell/Vogt/Geiser [Hrsg.], a.a.O., N 4 zu Art. 528 ZGB; Tuor; in: Becker [Hrsg.], Berner Kommentar, Das Erbrecht, Bern 1952, N 20 zu Art. 528 ZGB). Wo das Gesetz eine Rechtswirkung an den guten Glauben einer Person geknüpft hat, ist dessen Dasein zu vermuten.