{"Signatur": "SZ_KG_001", "Spider": "SZ_Gerichte", "Sprache": "de", "Datum": "2016-03-15", "HTML": {"Datei": "SZ_Gerichte/SZ_KG_001_ZK1-2014-55_2016-03-15.html", "URL": "https://gerichte.sz.ch/tribunavtplus/loadTable", "Checksum": "c7a00070e4e0a7cceb8bf3045764ace6"}, "PDF": {"Datei": "SZ_Gerichte/SZ_KG_001_ZK1-2014-55_2016-03-15.pdf", "URL": "https://gerichte.sz.ch/tribunavtplus/ServletDownload/ZK1_2014_55_eb9cb516b72ea9d822b390383b5bf9d2f8f5e64f775da55e96ce0e5b2361e0751d75eccb2a0045e65102e8ec1bbc210a4210da98036775eeff54f271ade59e43ea2e94432a3f2899a2ba69cf3333726b?path=eb9cb516b72ea9d822b390383b5bf9d2f8f5e64f775da55e96ce0e5b2361e0751d75eccb2a0045e65102e8ec1bbc210a4210da98036775eeff54f271ade59e43ea2e94432a3f2899a2ba69cf3333726b&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=ZK1_2014_55", "Checksum": "9f7b82796dd5d6c906d38aab3b0ed8cd"}, "Scrapedate": "2025-11-26", "Num": ["ZK1 2014 55"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Schwyz Kantonsgericht 1. 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Zivilkammer 15.03.2016 ZK1 2014 55\nRegeste:\nErbteilung (Gewinnanteilsrecht und Herabsetzung) | Erbrecht\n\n Aktiven:\n- Fr. 950.00 Bargeld\n- Fr. 7‘816.75 L.________ (Bank I) Privatkonto 60+ Nr. yy\n- Fr. 11‘205.50 L.________ (Bank I) Privatkonto 60+ Nr. zz\n- Fr. 62‘380.70 L.________ (Bank I) Privatkonto 60+ Nr. ww\n- Fr. 9‘708.42 M.________ (Bank II) Sparkonto Nr. vv\n- Fr. 1‘603.00 Lebensversicherung V.________ Police Nr. nn\n- Fr. 790‘434.60 Ausgleichung der Gewinnanteilsansprüche\n- Fr. 4‘246.00 Ausgleichung bezahlter Liegenschaftsrechnungen\n- Fr. 2‘844.90 Ausgleichung Saldo M.________ (Bank II) Sparkonto Nr. uu\n- Fr. 1‘666‘226.90 herabsetzbare Zuwendung aus Liegenschaftsübertragung\nFr. 2‘557‘416.77 Total Aktiven\n\nDie Todesfallkosten belaufen sich unbestrittenermassen auf Fr. 21‘050.00.\nAuch die Schlussrechnung des N.________s blieb im Berufungsverfahren\nunbestritten (Vi-act. B/17). Nach den Erwägungen ist dem Berufungsführer\nweder ein Lidlohn noch ein Willensvollstreckerhonorar anzurechnen.\n\nPassiven:\n- Fr. 21‘050.00 Todesfallkosten\n- Fr. 6‘000.00 Schlussrechnung N.________\nFr. 27‘050.00 Total Passiven\n\nDamit ergibt sich im Nachlass von I.________ sel. ein Nettonachlassbetrag\nvon Fr. 2‘530‘366.77. Der Pflichtteil der Parteien beträgt je 3/20 (Art. 457\nKantonsgericht Schwyz 47\n\nAbs. 2 ZGB i.V.m. Art. 471 Ziff. 1 ZGB). Damit ergibt sich ein Pflichtteil von je\nFr. 379‘555.00.\n\nc) Zur Bestimmung des effektiv zu teilenden Nachlasses ist auf den Wert\nzum Zeitpunkt der Teilung abzustellen (Staehelin, in: Honsell/Vogt/Geiser\n[Hrsg.], a.a.O., N 14 zu Art. 474 ZGB). Es ist deshalb auf die aktuellsten Kontoauszüge, welche dem Gericht vorliegen, abzustellen. Im Berufungsverfahren\nhaben die Parteien keine aktuellen Kontoauszüge eingereicht. Zur Feststellung der Teilungsmasse ist deshalb auf die vorinstanzlichen Akten abzustellen\n(Vi-act. C/41, C/42 und C/43). Dabei ist die herabsetzbare Zuwendung von\nFr. 1‘666‘226.90 nicht zu berücksichtigen. Die Zuwendung ist lediglich herabzusetzen, soweit der Pflichtteil verletzt ist. Demnach stellt sich der zu teilende\nNachlass per 31. Dezember 2013 wie folgt dar:\n\nAktiven:\n- Fr. 950.00 Bargeld\n- Fr. 5‘672.60 L.________ (Bank I) Privatkonto 60+ Nr. yy\n(Stand: 31.12.2013)\n- Fr. 11‘436.30 L.________ (Bank I) Privatkonto 60+ Nr. zz\n(Stand: 31.12.2013)\n- Fr. 57‘372.00 L.________ (Bank I) Privatkonto 60+ Nr. ww\n(Stand: 31.12.2013)\n- Fr. 9‘792.35 Rückerstattung Saldo M.________ (Bank II) Sparkonto\nNr. vv\n- Fr. 790‘434.60 Ausgleichung der Gewinnanteilsansprüche\n- Fr. 4‘246.00 Ausgleichung bezahlter Liegenschaftsrechnungen\n- Fr. 2‘844.90 Ausgleichung Saldo M.________ (Bank II) Sparkonto Nr. uu\nFr. 882‘748.75 Total Aktiven\n\nPassiven:\n- Fr. 21‘050.00 Todesfallkosten\n- Fr. 6‘000.00 Schlussrechnung N.________\nFr. 27‘050.00 Total Passiven\n\nDas zu teilende Nettonachlassvermögen beträgt per 31. Dezember 2013\nFr. 855‘698.75. Davon steht gemäss letztwilliger Verfügung dem Berufungs-\nKantonsgericht Schwyz 48\n\nführer sowie den Berufungsgegnerinnen 3 und 4 je 1/15, d.h. je rund\nFr. 57‘046.60 zu (Vi-act. B/7). Den Berufungsgegnerinnen 1 und 2 steht je\n6/15, d.h. je rund Fr. 342‘279.50 zu (Vi-act. B/7). Damit ist der Pflichtteil von\nFr. 379‘555.00 der Berufungsgegnerinnen 1 und 2 im Umfang von\nFr. 37‘275.50 verletzt. Die Zuwendung der Liegenschaft vom Erblasser an den\nBerufungsführer ist deshalb um Fr. 74‘551.00 herabzusetzen.\n\nd) Wie die Vorinstanz bereits korrekt festgehalten hat, hat der Erblasser\nden Berufungsführer zum Willensvollstrecker ernannt. Der Berufungsführer ist\ndeshalb für die Durchführung der Teilung des Nachlasses zuständig. Er ist\nanzuweisen, die Teilung im Sinne der Erwägungen zu vollziehen. Er wird aus\nden Aktiven vorweg die Todesfallkosten und die Schlussrechnung des Seniorenheims zu bezahlen haben. Schliesslich hat der Berufungsführer den Berufungsgegnerinnen deren Pflichtteil von je Fr. 379‘555.00 auszubezahlen.\n\nHinsichtlich der vom Berufungsführer erstellten Liste des Erbschaftsinventars\ntrug die Vorinstanz den Parteien auf, diese Gegenstände einvernehmlich zu\nverteilen, weil ein separates Gutachten darüber unverhältnismässig sei und\nder Anteil dieser Objekte am Gesamtnachlass gering sei. Dies blieb im Beru-\nfungs- und Anschlussberufungsverfahren unbestritten.\n\n8. Die Prozesskosten werden der unterliegenden Partei auferlegt (Art. 106\nAbs. 1 ZPO, § 59 Abs. 2 ZPO-SZ und § 62 Abs. 2 ZPO-SZ). Hat keine Partei\nvollständig obsiegt, so werden die Prozesskosten nach dem Ausgang des\nVerfahrens verteilt (Art. 106 Abs. 2 ZPO, § 59 Abs. 2 ZPO-SZ und § 62 Abs. 2\nZPO-SZ). Für die Frage des Unterliegens bzw. Obsiegens sind die Rechtsbegehren der Parteien massgebend, welchen der im Dispositiv festgehaltene\nEntscheid gegenüberzustellen ist (Sterchi, in: Hausheer/Walter [Hrsg.], Berner\nKommentar, Schweizerische Zivilprozessordnung, Band I, Bern 2012, N 3 zu\nArt. 106 ZPO; vgl. auch Rüegg, in: Spühler/Tenchio/Infanger [Hrsg.], Basler\nKantonsgericht Schwyz 49\n\nKommentar, Schweizerische Zivilprozessordnung, Basel 2013, N 3 zu Art. 106\nZPO).\n\n"}