{"Signatur": "SZ_KG_001", "Spider": "SZ_Gerichte", "Sprache": "de", "Datum": "2017-11-21", "HTML": {"Datei": "SZ_Gerichte/SZ_KG_001_ZK1-2013-33_2017-11-21.html", "URL": "https://gerichte.sz.ch/tribunavtplus/loadTable", "Checksum": "48c994323e4c8bd7cc354d389e4acbd2"}, "PDF": {"Datei": "SZ_Gerichte/SZ_KG_001_ZK1-2013-33_2017-11-21.pdf", "URL": "https://gerichte.sz.ch/tribunavtplus/ServletDownload/ZK1_2013_33_eb9cb516b72ea9d822b390383b5bf9d29aa96c6ba26368f46fa31bd564b9945422daf883885f5f4498f582806c98d197957bdd782be3028c7b929a389075544fea2e94432a3f2899a2ba69cf3333726b?path=eb9cb516b72ea9d822b390383b5bf9d29aa96c6ba26368f46fa31bd564b9945422daf883885f5f4498f582806c98d197957bdd782be3028c7b929a389075544fea2e94432a3f2899a2ba69cf3333726b&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=ZK1_2013_33", "Checksum": "4bd02ae647d4df3409fe15c40691c940"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["ZK1 2013 33"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Schwyz Kantonsgericht 1. 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Zivilkammer 21.11.2017 ZK1 2013 33\nRegeste:\nForderung aus Markenrechtsverletzung, Stufenklage | Immaterialgüterrecht\n\ne) Zusammenfassend bestehen nur hinsichtlich der Verkäufe der Beklagten an die M.V.________ AG von April bis Juli 2008 gewisse Zweifel an der\nVollständigkeit der beklagtischen Angaben. Fest steht, dass die Beklagte der\nM.V.________ AG in den Jahren 2006 bis 2011 insgesamt 646 HARRY POP-\nPER Artikel verkaufte und dabei einen Ertrag (Umsatz) von Fr. 2‘295.95 erzielte, wobei in den Jahren 2006 und 2011 keine Verkäufe stattfanden (act. 96/2,\nTabelle 5). Dagegen betrug der Ertrag (Umsatz) der Beklagten mit dem Verkauf von HARRY POPPER Artikeln an die M.R.________ AG, M.R.________\nGmbH, M.V.________ AG UND O.________ in der gleichen Zeit rund\nFr. 140‘200.00 (vgl. E. 4.1b/bb vorne). Der entsprechende Nettogewinn belief\nsich auf Fr. 23‘119.79 (vgl. E. 4.1c/ee vorne). Daraus lässt sich ein anteilmässiger Gewinn der Beklagten mit den Verkäufen an die M.V.________ AG in\nden vier Jahren 2007 bis 2010 von rund Fr. 378.60 errechnen (Fr. 23‘119.79\nx Fr. 2‘295.95 : Fr. 140‘200.00). Da nur hinsichtlich der Verkäufe der Beklagten an die M.V.________ AG von April bis Juli 2008, also für die Zeit von vier\nKantonsgericht Schwyz 26\n\nMonaten, gewisse Zweifel bestehen, rechtfertigt sich ein Gewinnzuschlag von\n8.33 % (100 % x 4/48 Mt.) auf den anteilmässigen Nettogewinn der Beklagten\ngegenüber der M.V.________ AG von Fr. 378.60, mithin ein solcher im Betrag\nvon Fr. 51.55. Die Beklagte übersieht mit ihrem Hinweis auf Art. 42 Abs. 2 OR\n(vgl. act. 103, S. 12 N 61), dass der Nettogewinn gestützt auf das von ihr eingereichte Zahlenmaterial konkret auf Fr. 23‘119.79 berechnet wurde, aber nur\nwegen Zweifeln an der Vollständigkeit der Verkaufszahlen für eine Periode\nvon vier Monaten ein Zuschlag von 8.33 % auf den anteilmässigen Nettogewinn der Beklagten gegenüber der M.V.________ AG von Fr. 378.60 erfolgte.\nDie Höhe des von der Beklagten direkt von ihr erwirtschafteten und der Klägerin herauszugebenden Nettogewinns ist somit auf gerundet Fr. 23‘171.35 (Fr.\n23‘119.79 + Fr. 51.55) festzusetzen.\n\n4.3 a) Die Klägerin verlangt einen Schadenszins von 5 % p.a. ab Ende des\njeweiligen Geschäftsjahres (act. 96, S. 2, Rechtsbegehren N 1). Dass ein solcher Zins in dieser Höhe grundsätzlich geschuldet ist, ergibt sich aus Dispositivziffer 2 des kantonsgerichtlichen Teil-Urteils vom 23. Juni 2015, wonach die\nBeklagte verpflichtet wird, der Klägerin einen nach Auskunftserteilung noch\nfestzulegenden Betrag als Gewinnherausgabe zuzüglich Zins von 5 % seit\nEnde des jeweiligen Geschäftsjahres zu bezahlen (act. 59a).\n\nb) Die Klägerin beziffert den Schadenszins per Stichtag 4. April 2017 auf\ninsgesamt Fr. 24‘253.76 (act. 126a, S. 4 N 13 mit Hinweis auf N 42 der Eingabe vom 1. Juli 2016).\n\nAuszugehen ist von der substanziierten Berechnung des Schadenszinses\ndurch die Klägerin per Stichtag 10. November 2016 anlässlich der Instruktionsverhandlung vom 10. November 2016 (act. 126a, S. 8 N 42) bzw. aus der\nbetreffenden Beilage (act. 109b, Beilage 12). Betreffend die abzugsfähigen\nKosten für die Registrierung der Marke HARRY POPPER im Betrage von\nKantonsgericht Schwyz 27\n\nFr. 1‘542.00 sind die Abzüge wie folgt vorzunehmen: Fr. 432.00 ab 1. Januar\n2007 und Fr. 1‘110.00 ab 1. Januar 2008 (vgl. act. 66, schwarzer Bundesordner, M.________ AG 2006 – 2011, Kostenübersicht und Kostendetail Markenregistrierung, Register 3 und 6). Vom Ertrag sind die Warenretouren von insgesamt Fr. 20‘365.34 abzuziehen (vgl. E. 4.1b/aa vorne; act. 96/3). Die Beklagte verbuchte alle Retouren im Jahre 2011 (act. 66, schwarzer Bundesordner, M.________ AG 2006 – 2011, Umsatzübersicht, Register 2, S. 2). Daher\nist dieser Betrag für die Berechnung der jährlichen Schadenszinse erst ab 1.\nJanuar 2012 vom Bruttogewinn von Fr. 45‘027.14 in Abzug zu bringen. Der\nGewinnzuschlag von 8.33 % bzw. Fr. 51.55 (vgl. E. 4.2e vorne) ist ab 1. Januar 2009 vorzunehmen. Ausgehend von der klägerischen Tabelle „Berechnung\nNetto-Gewinn M.________ AG“ (act. 109b, Beilage 12, korrigierte Tabelle 8)\nergeben sich somit folgende Gewinn-/Verlustzahlen (per Ende des jeweiligen\nJahres):\n\nTotal\nSaldo\n2006: Verlust Fr. 6‘220.04; Markenr. Fr. 432.00 Fr. 6'652.04 Fr. 6'652.04\n2007: Gewinn Fr. 15‘304.95; Markenr. Fr. 1‘110.00 Fr. 14‘194.95 Fr.\n7‘542.91\n2008: Verlust Fr. 5‘841.90 Fr. 1‘701.01\n2009: Gewinn Fr. 5‘153.98; Gewinnzuschlag Fr. 51.55; Fr. 5‘205.53 Fr. 6‘906.54\n2010: Gewinn Fr. 32‘508.12 Fr. 39‘414.66\n2011: Gewinn Fr. 4‘122.03 Fr. 43‘536.69\n2012: Retouren Fr. 20‘365.34 Fr. 23'171.35\n\nDie Beklagte hat der Klägerin somit folgende Schadenszinse zu bezahlen:\n\n5 % auf Fr. 7‘542.91 01.01.2008-31.12.2008: Fr. 377.15\n5 % auf Fr. 1‘710.01 01.01.2009-31.12.2009: Fr. 85.50\n5 % auf Fr. 6‘904.54 01.01.2010-31.12.2010: Fr. 345.25\n5 % auf Fr. 39‘414.66 01.01.2011-31.12.2011: Fr. 1‘970.75\n5 % auf Fr. 43‘536.69 01.01.2012-31.12.2012: Fr. 2‘176.85\nTotal Fr. 4‘955.50\nKantonsgericht Schwyz 28\n\nund 5 % auf Fr. 23‘171.35 ab 01.01.2013.\n\n"}