{"Signatur": "SZ_KG_001", "Spider": "SZ_Gerichte", "Sprache": "de", "Datum": "2017-11-21", "HTML": {"Datei": "SZ_Gerichte/SZ_KG_001_ZK1-2013-33_2017-11-21.html", "URL": "https://gerichte.sz.ch/tribunavtplus/loadTable", "Checksum": "48c994323e4c8bd7cc354d389e4acbd2"}, "PDF": {"Datei": "SZ_Gerichte/SZ_KG_001_ZK1-2013-33_2017-11-21.pdf", "URL": "https://gerichte.sz.ch/tribunavtplus/ServletDownload/ZK1_2013_33_eb9cb516b72ea9d822b390383b5bf9d29aa96c6ba26368f46fa31bd564b9945422daf883885f5f4498f582806c98d197957bdd782be3028c7b929a389075544fea2e94432a3f2899a2ba69cf3333726b?path=eb9cb516b72ea9d822b390383b5bf9d29aa96c6ba26368f46fa31bd564b9945422daf883885f5f4498f582806c98d197957bdd782be3028c7b929a389075544fea2e94432a3f2899a2ba69cf3333726b&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=ZK1_2013_33", "Checksum": "4bd02ae647d4df3409fe15c40691c940"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["ZK1 2013 33"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Schwyz Kantonsgericht 1. 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Juni 2015 am 27. November 2015 eingereichten\nUnterlagen Verkäufe in der Gesamthöhe von Fr. 143‘214.52 aus (act. 66,\nschwarzer Bundesordner, M.________ AG 2006 – 2011, Gesamtübersicht für\ndie Zeit vom 30. September 2006 bis 28. Februar 2011, Register 1). Aus ihrer\nEingabe vom 15. März 2016 gehen Verkäufe in der Höhe von insgesamt\nFr. 139‘471.84 hervor (act. 82/2, S. 30). Gestützt auf diese Unterlagen legt die\nKlägerin in ihrer Eingabe vom 1. Juli 2016 das Total der einzelnen Verkäufe\nKantonsgericht Schwyz 14\n\nder Beklagten an die M.R.________ AG, M.R.________ GmbH\nM.V.________ AG und O.________ GmbH substanziiert dar und errechnet\neinen Gesamtertrag von Fr. 160‘569.36 (act. 96, S. 8 N 16-18; act. 96/2, Tabellen 3-6). Die Beklagte anerkennt einen Bruttogewinn von Fr. 45‘027.14\n(recte: Fr. 45‘027.13; Fr. 160‘569.36 ./. Fr. 115‘542.23; act. 126b, S. 3).\n\naa) Im Gegensatz zur Klägerin will die Beklagte vom Betrag von\nFr. 45‘027.13 die Warenretouren im unbestrittenen Betrag von Fr. 20‘365.34\nabgezogen haben.\n\nDie Parteien sind sich einig, dass die Beklagte die Produkte vom Markt nahm,\num dem Urteil des Kantonsgerichts vom 17. August 2010 betreffend die Nichtigkeit der Marke HARRY POPPER nachzukommen und dass diese Rücknahmen als Retouren verbucht wurden (act. 96, S. 8 f. N 18; act. 103, S. 6 f.\nN 31-34; vgl. auch act. 96/3). Selbst wenn es im Umfang der Rückrufe bereits\nzu Markenrechtsverletzungen gekommen wäre, wie die Klägerin mit Verweis\nauf Art. 13 MSchG behauptet (act. 126a, S. 5 N 17), so vermöchte sie daraus\nnichts zu ihren Gunsten abzuleiten. Denn mit Urteil vom 17. August 2010 erklärte das Kantonsgericht die Kondome der Marke HARRY POPPER für nichtig und verbot der Beklagten und ihren Organen unter Androhung von Busse\nnach Art. 292 StGB deren Verwendung im Geschäftsverkehr im Zusammenhang mit Präservativen und anderen Erotik- bzw. Pornoprodukten. Somit litten\ndiese Kondome an einem rechtlichen Mangel i.S.v. Art. 197 Abs. 1 OR, der\nderen Wert zu dem vorausgesetzten Gebrauche vollends aufhob. Aus diesem\nGrund kam es im Umfang der erfolgten Warenrückrufe zur Wandelung der von\nder Beklagten an die Abnehmerfirmen erfolgten Kondomverkäufe i.S.v.\nArt. 205 Abs. 1 OR (vgl. Schönle/Higi, Zürcher Kommentar, 2005, N 371 zu\nArt. 197 OR). Entgegen dem klägerischen Vorbringen (vgl. act. 126a, S. 5\nN 18) fanden diese Warenrückrufe nicht freiwillig statt, sondern waren eben\nFolge des kantonsgerichtlichen Urteils vom 17. August 2010. Die Beklagte\nKantonsgericht Schwyz 15\n\nerzielte also mit den HARRY POPPER Kondomen im Umfang der erfolgten\nWarenrückrufe keinen Gewinn. Die Klägerin übersieht, dass sie nur einen\nGewinnherausgabeanspruch hat. Daher sind die Warenretouren im Betrag\nvon Fr. 20'365.34 (vgl. auch act. 96/2, Beilage 7) vom Ertrag von\nFr. 160‘569.36 bzw. vom Bruttogewinn von Fr. 45‘027.13 in Abzug zu bringen,\nzumal die Klägerin anerkennt, dass die Beklagte ihren Abnehmerinnen entsprechende Zahlungen oder Gutschriften leistete (vgl. act. 126a, S. 5 N 18).\nEs resultiert somit vorerst ein Ertrag von Fr. 140‘204.02 bzw. ein Bruttogewinn\nvon Fr. 24'661.79.\n\nbb) Die Klägerin führt in ihrer Eingabe vom 1. Juli 2016 aus, es ergäben sich\nweitere (geringfügige) Abweichungen aufgrund von Rundungsdifferenzen und\nWährungsumrechnungen (act. 96, S. 9 N 18). Diese sind in ihren substanziierten Berechnungen des Gesamtertrages von Fr. 160‘569.36 enthalten (vgl. act.\n96, S. 8 N 16-18; act. 96/2, Tabellen 3-6). Darauf geht die Beklagte nicht ein,\nsondern trägt bloss vor, der als vernachlässigbar erachtete weitere Differenzbetrag belaufe sich auf Fr. 732.18 (Ertrag gemäss Klägerin von Fr. 160‘569.36\n./. Ertrag gemäss Beklagte von Fr. 139‘471.84 ./. Betrag der Warenretouren\nvon Fr. 20‘365.34 = von den Warenretouren nicht erfasste Restdifferenz des\nErtrages von Fr. 732.18 (act. 103, S. 6 N 30). Es sei somit festzustellen, dass\nder relevante Ertrag, wie von ihr dargelegt, Fr. 139‘471.84 betrage und sich\nder Bruttogewinn auf Fr. 23‘929.61 (Fr. 139‘471.84 ./. Fr. 115‘542.23) belaufe\n(act. 103, S. 7 N 35 f.). Entgegen dem Vorbringen der Klägerin (vgl. act. 126b,\nS. 3 Abs. 1) ist die Rechnungsdifferenz von Fr. 732.18 also nicht unstrittig.\nUnterlässt es die Beklagte indessen darzulegen, weshalb die substanziierte\nDarstellung des klägerischen Ertrages in der Höhe von Fr. 160‘569.36 neben\nden Warenretouren im Betrag von Fr. 20‘365.34 weiter bzw. um Fr. 732.18 zu\nreduzieren ist, bleibt es beim Ertrag von Fr. 140‘204.02 bzw. beim Bruttogewinn von Fr. 24'661.79. Auf das unsubstanziierte Vorbringen der Beklagten\nbezüglich des (weiteren) Abzugs von Fr. 732.18 ist nicht einzutreten.\nKantonsgericht Schwyz 16\n\nc) Zu prüfen ist nachfolgend, ob vom Bruttogewinn von Fr. 24‘661.79 weitere Abzüge vorzunehmen sind, wie dies die Beklagte behauptet (vgl. act.\n103, S. 7-9 N 39-44; act. 126b, S. 3 f.), was von der Klägerin aber bestritten\nwird (act. 96, S. 10-12 N 21-27; act. 126a, S. 5-7 N 20-23).\n\n"}