{"Signatur": "SZ_KG_001", "Spider": "SZ_Gerichte", "Sprache": "de", "Datum": "2015-06-09", "HTML": {"Datei": "SZ_Gerichte/SZ_KG_001_ZK1-2013-13_2015-06-09.html", "URL": "https://gerichte.sz.ch/tribunavtplus/loadTable", "Checksum": "900a08212a9403854f6e276eb6eb9547"}, "PDF": {"Datei": "SZ_Gerichte/SZ_KG_001_ZK1-2013-13_2015-06-09.pdf", "URL": "https://gerichte.sz.ch/tribunavtplus/ServletDownload/ZK1_2013_13_eb9cb516b72ea9d822b390383b5bf9d2a834faaa5c768cd936ae2ad9e3b88e08126112f856636ae1da0d5ed54ee145079e0e881035a72450aa0e0f25511c409cea2e94432a3f2899a2ba69cf3333726b?path=eb9cb516b72ea9d822b390383b5bf9d2a834faaa5c768cd936ae2ad9e3b88e08126112f856636ae1da0d5ed54ee145079e0e881035a72450aa0e0f25511c409cea2e94432a3f2899a2ba69cf3333726b&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=ZK1_2013_13", "Checksum": "2405badc1d9db816e39da2b2a8638610"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["ZK1 2013 13"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Schwyz Kantonsgericht 1. 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Die Vorinstanz errechnete den Ausgleichungsbetrag der beiden Grundstücke nach der Quoten- oder Proportionalmethode und stellte dabei auf den\nAnrechnungswert im Jahre 1998 von Fr. 203'340.00 sowie auf die gutachterlich festgestellten Verkehrswerte für das Jahr 1998 von Fr. 678'912.00 und für\ndas Jahr 2010 von Fr. 644'000.00 ab. Da im Jahre 1998 der Anrechnungswert\n29.95 % betragen habe (100 %: Fr. 678‘912.00 x Fr. 203‘340.00), habe sich\nder damalige Schenkungsanteil auf 70.05 % belaufen. Daher ergebe sich für\ndas Jahr 2010 ein Schenkungsbetrag von Fr. 451'122.00 (70.05 % von\nFr. 644'000.00), welchen der Beklagte im Rahmen der Erbteilung zur Ausgleichung zu bringen habe (angef. Urteil, E. 4d S. 16 unten und S. 17 oben).\n\nDer Beklagte bemerkt zutreffend, dass nach Art. 630 Abs. 1 ZGB die Ausgleichung nach dem Wert der Zuwendungen zur Zeit des Erbganges zu erfolgen\nhat, in casu also zum Zeitpunkt des Todestages des Erblassers vom 20. Juli\nKantonsgericht Schwyz 48\n\n2007 (ZK1 2011 34: KG-act. 1, S. 13 lit. b). Die Vorinstanz übersah dies, da\nfür diesen Zeitpunkt keine Verkehrswertschätzung der beiden landwirtschaftlichen Grundstücke vorlag. Stattdessen zog die Vorinstanz den vom Gerichtsgutachter im Gutachten vom 22. April 2010 festgestellten aktuellen Verkehrswert von Fr. 644'000.00 (Vi-act. 97, S. 38) heran. Trotzdem kann der Vorinstanz kein relevanter Verstoss gegen Art. 630 ZGB vorgeworfen werden.\nDenn der gleiche Gutachter berechnete für den Zeitpunkt des Verkaufs der\nbeiden landwirtschaftlichen Grundstücke im Jahre 1998 noch einen Verkehrswert von Fr. 678'912.00 (Vi-act. 97, S. 37 sowie Vi-act. 113, S. 23 f.). Nahm\nsomit der Verkehrswert in der Zeit von 1998 bis 2010 um fast Fr. 35'000.00\nab, ist unwahrscheinlich, dass der Verkehrswert im Jahre 2007 tiefer war als\nim Jahre 2010. Das Bundesgericht hielt in seinem Urteil denn auch ausdrücklich fest, dass das Kantonsgericht die Verkehrswerte für die Jahre 1998 und\n2007 bereits festgestellt habe (KG-act. 1, E. 3.2.2 S. 13 f.). Ausserdem belegt\ndas Ergänzungsgutachten der Expertin M.________ vom 18. November 2014,\ndass der Verkehrswert der beiden Grundstücke im Jahre 2007 noch höher war\nals im Jahre 2010, nämlich ca. Fr. 648‘500.00 (vgl. E. 5a vorne). Da zwischen\ndem 1998 tatsächlich bezahlten Kaufpreis von Fr. 203'340.00 (Ertragswert)\nund dem effektiven Wert im Jahre 2010 bzw. 2007 von Fr. 644'000.00 ein erhebliches Missverhältnis besteht, ist der Schenkungsanteil von Fr. 451'122.00\nvom Beklagten auszugleichen.\n\n8. Die Vorinstanz stellte fest, dass der Beklagte vom Erblasser weiter die\nnachfolgenden unentgeltlichen Zuwendungen i.S.v. Art. 626 ZGB erhalten\nhabe, die vom Beklagten im Rahmen der erbrechtlichen Auseinandersetzung\nzur Ausgleichung zu bringen seien (angef. Urteil, E. 3 S. 6-10):\n\na. vom Erblasser bezahlte Heizung und Boiler Fr. 15'780.00\nb. unbezahlte Pachtzinsen Fr. 27'790.00\nc. vom Erblasser bezahlte Hypothekarzinsen Bank X Fr. 4'663.00\nd. vom Erblasser bezahlte Hypothekarzinsen Bank Y Fr. 1'467.00\ne. unbezahltes lebendes Inventar Fr. 35'185.00\nf. unbezahltes totes Inventar Fr. 37'500.00\nKantonsgericht Schwyz 49\n\nMit Urteil ZK1 2011 34 vom 12. Juni 2012 bestätigte das Kantonsgericht die\nAusgleichungsbeträge hinsichtlich Heizung und Boiler von Fr. 15‘780.00, Hypothekarzinsen Bank X von Fr. 4‘663.00, Hypothekarzinsen Bank Y von\nFr. 1‘467.00 und lebendes Inventar von Fr. 35‘185.00, reduzierte den Ausgleichungsbetrag für das tote Inventar von Fr. 37‘500.00 auf Fr. 20‘800.00 und\nverneinte die Ausgleichungspflicht des Beklagten für die unbezahlten Pachtzinsen von Fr. 27‘790.00 (E. 4 f. S. 32-44 des erwähnten Urteils). Das Bundesgericht wies die vom Beklagten mit Beschwerde vom 14. September 2012\ndagegen erhobenen Einwände mit Urteil vom 30. Januar 2013 als unbegründet ab (vgl. KG-act. 1, E. 4 S. 14-18). Weitere Ausführungen dazu erübrigen\nsich somit.\n\n9. Zusammenfassend ist von den nachfolgenden Nachlassaktiven auszugehen:\n\nUnbestrittene Barmittel (KB 5) (ohne Zins) Fr. 31'997.00\nAusgleichungsbetrag Grundstücke Fr. 451'122.00\nAusgleichungsbetrag Heizung und Boiler Fr. 15'780.00\nAusgleichungsbetrag unbezahlte Pachtzinsen Fr. 0.00\nAusgleichungsbetrag Hypozinsen Bank X Fr. 4'663.00\nAusgleichungsbetrag Hypozinsen Bank Y Fr. 1'467.00\nAusgleichungsbetrag lebendes Inventar Fr. 35'185.00\nAusgleichungsbetrag totes Inventar Fr. 20'800.00\nTotal Nachlassaktiven Fr. 561'014.00\n\n10. Das Kantonsgericht gelangte im Urteil ZK1 2011 34 vom 12. Juni 2012\nzum Schluss, dass der Beklagte nicht an seinem Wahlrecht gemäss Art. 628\nZGB gehindert worden sei, die Ausgleichung durch Einwerfung in Natur oder\ndurch Anrechnung dem Werte nach vorzunehmen (E. 6bb S. 49 f. des erwähnten Urteils). Auch diesbezüglich sind keine weiteren Ausführungen nötig,\nweil das Bundesgericht mit Urteil vom 30. Januar 2013 die vom Beklagten mit\nBeschwerde vom 14. September 2012 dagegen erhobenen Einwände als unbegründet erachtete (vgl. KG-act. 1, E. 5 S. 18).\nKantonsgericht Schwyz 50\n\n"}