{"Signatur": "SZ_KG_001", "Spider": "SZ_Gerichte", "Sprache": "de", "Datum": "2015-06-09", "HTML": {"Datei": "SZ_Gerichte/SZ_KG_001_ZK1-2013-13_2015-06-09.html", "URL": "https://gerichte.sz.ch/tribunavtplus/loadTable", "Checksum": "900a08212a9403854f6e276eb6eb9547"}, "PDF": {"Datei": "SZ_Gerichte/SZ_KG_001_ZK1-2013-13_2015-06-09.pdf", "URL": "https://gerichte.sz.ch/tribunavtplus/ServletDownload/ZK1_2013_13_eb9cb516b72ea9d822b390383b5bf9d2a834faaa5c768cd936ae2ad9e3b88e08126112f856636ae1da0d5ed54ee145079e0e881035a72450aa0e0f25511c409cea2e94432a3f2899a2ba69cf3333726b?path=eb9cb516b72ea9d822b390383b5bf9d2a834faaa5c768cd936ae2ad9e3b88e08126112f856636ae1da0d5ed54ee145079e0e881035a72450aa0e0f25511c409cea2e94432a3f2899a2ba69cf3333726b&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=ZK1_2013_13", "Checksum": "2405badc1d9db816e39da2b2a8638610"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["ZK1 2013 13"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Schwyz Kantonsgericht 1. 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Rechtsgang) | Erbrecht\n\nbbb) Die Expertin M.________ ging bei der Beurteilung des Höchstpreises\n2007 von Ertragswerten für die drei Gebäude auf dem Grundstück\nGB J.________ von Fr. 297‘738.00, Fr. 2‘761.00 und Fr. 778.00 sowie für das\nGebäude auf dem Grundstück GB K.________ von Fr. 2‘983.00 aus (KGact. 71/1, S. 9) mithin von insgesamt Fr. 304‘260.00. Diese auch im Schreiben\ndes Landwirtschaftsamtes vom 15. September 2014 aufgeführten Verkehrswerte (vgl. KG-act. 64, S. 3) beziehen sich auf das Jahr 1998 und können\nnicht als Grundlage zur Ermittlung des Höchstpreises für das Jahr 2007 dienen (E-Mail des Landwirtschaftsamtes vom 18. Mai 2015, KG-act. 92/2). Diese Ertragswerte sind indessen tiefer als jene, die der Expertise S.________\nvom 22. April 2010 bei der Berechnung des Verkehrswertes von\nFr. 644‘000.00 für das Jahr 2010 zugrunde lagen (Fr. 360‘784.00 für das Einfamilienhaus Nr. O.________, Fr. 97‘405.00 für das Wohnhaus b. Scheune\nNr. P.________, Fr. 9‘741.00 für den Stall bei Wohnhaus Nr. P.________,\nFr. 1‘458.00 für den Weidestall Nr. Q.________ und Fr. 6‘067.00 für die\nScheune Nr. R.________; vgl. Vi-act. 97, S. 38), total also Fr. 475‘455.00.\nGemäss Urteil des Bundesgerichts vom 30. Januar 2013 muss das Kantonsgericht prüfen, ob der für das Jahr 2007 bzw. 2010 ermittelte Verkehrswert\nvon Fr. 644‘000.00 den zulässigen Höchstpreis im Sinne von Art. 66 BGBB\neinhält (vgl. E. 5 vorne). Weil das Kantonsgericht an diese Feststellung gebunden ist, wären bei der Beurteilung auch die entsprechenden Ertragswerte\nvon Fr. 360‘784.00, Fr. 97‘405.00, Fr. 9‘741.00, Fr. 1‘458.00 und Fr. 6‘067.00\nheranzuziehen.\n\nccc) Die Expertin M.________ nahm bei der Beurteilung des Höchstpreises\n2007 Realwerte für die drei Gebäude auf dem Grundstück GB J.________\nKantonsgericht Schwyz 27\n\nvon Fr. 510‘322.00, Fr. 78‘112.00 und Fr. 15‘398.00 sowie für das Gebäude\nauf dem Grundstück GB K.________ von Fr. 120‘717.00 (KG-act. 71/1, S. 9),\ntotal Fr. 724‘549.00, an. Auch diese im Schreiben des Landwirtschaftsamtes\nvom 15. September 2014 aufgelisteten Realwerte (vgl. KG-act. 64, S. 3) beziehen sich auf das Jahr 1998 und können nicht als Grundlage zur Ermittlung\ndes Höchstpreises für das Jahr 2007 dienen (E-Mail des Landwirtschaftsamtes vom 18. Mai 2015, KG-act. 92/2). Die gleichen Realwerte sind aber nur\nwenig tiefer als jene, die der Gutachter S.________ in seiner Expertise vom\n22. April 2010 berechnete und auch bei der Berechnung des Verkehrswertes\nvon Fr. 644‘000.00 für das Jahr 2010 verwendete (Fr. 428‘918.00 für das Einfamilienhaus Nr. O.________, Fr. 96‘495.00 für das Wohnhaus b. Scheune\nNr. P.________, Fr. 145‘190.00 für den Stall bei Wohnhaus Nr. P.________,\nFr. 3‘070.00 für den Weidestall Nr. Q.________ und Fr. 42‘359.00 für die\nScheune Nr. R.________; vgl. Vi-act. 97, S. 35 und 38), insgesamt\nFr. 716‘032.00. Gestützt auf das Urteil des Bundesgerichts vom 30. Januar\n2013 hätten bei der Prüfung, ob der für das Jahr 2007 bzw. 2010 ermittelte\nVerkehrswert von Fr. 644‘000.00 den zulässigen Höchstpreis im Sinne von\nArt. 66 BGBB einhält (vgl. E. 5 vorne), ebenfalls die Realwerte gemäss Expertise S.________ von total Fr. 716‘032.00 verwendet werden müssen.\n\nddd) Da die Expertin M.________ mit erheblich tieferen Ertragswerten\n(Fr. 304‘260.00 anstatt Fr. 475‘455.00; vgl. E. 5d/bb/bbb vorne) und nur wenig\nhöheren Realwerten (Fr. 724‘549.00 anstatt Fr. 716‘032.00; vgl. E. 5d/bb/ccc\nvorne) den zulässigen Höchstpreis i.S.v. Art. 66 BGBB für das Jahr 2010 als\neingehalten erachtete (vgl. KG-act. 71/1, S. 9), muss dies umso mehr gelten,\nwenn die erwähnte Expertin mit den in der Expertise S.________ vom\n22. April 2010 aufgeführten bedeutend höheren Ertragswerten und nur wenig\ntieferen Realwerten (vgl. Vi-act. 97, S. 38) gerechnet hätte. Die von der Expertin M.________ verwendeten und falschen Ertrags- und Realwerte wirken sich\nim Ergebnis somit nicht zulasten, sondern zugunsten des Beklagten aus.\nKantonsgericht Schwyz 28\n\ncc) In ihrem Ergänzungsgutachten vom 18. November 2014 stützte sich die\nExpertin M.________ bei der Berechnung des zulässigen Höchstpreises der\nbeiden Grundstücke für das Jahr 2007 i.S.v. Art. 66 BGBB für die Bewertung\nder Ertragswerte der verschiedenen Gebäude auf unterschiedliche Gewichtungskoeffizienten, da die Realwerte der Gebäudeteile mit den Ertragswerten\nzu gewichten seien. Die Höhe der Gewichtungskoeffizienten basieren auf den\nAngaben der Steuerverwaltung gestützt auf deren Schätzungspraxis und auf\ndas Schweizerische Steuerhandbuch (KG-act. 71/1, S. 8 Ziff. 2.3.4; KGact. 58, S. 3).\n\n"}