{"Signatur": "SZ_KG_001", "Spider": "SZ_Gerichte", "Sprache": "de", "Datum": "2015-06-09", "HTML": {"Datei": "SZ_Gerichte/SZ_KG_001_ZK1-2013-13_2015-06-09.html", "URL": "https://gerichte.sz.ch/tribunavtplus/loadTable", "Checksum": "900a08212a9403854f6e276eb6eb9547"}, "PDF": {"Datei": "SZ_Gerichte/SZ_KG_001_ZK1-2013-13_2015-06-09.pdf", "URL": "https://gerichte.sz.ch/tribunavtplus/ServletDownload/ZK1_2013_13_eb9cb516b72ea9d822b390383b5bf9d2a834faaa5c768cd936ae2ad9e3b88e08126112f856636ae1da0d5ed54ee145079e0e881035a72450aa0e0f25511c409cea2e94432a3f2899a2ba69cf3333726b?path=eb9cb516b72ea9d822b390383b5bf9d2a834faaa5c768cd936ae2ad9e3b88e08126112f856636ae1da0d5ed54ee145079e0e881035a72450aa0e0f25511c409cea2e94432a3f2899a2ba69cf3333726b&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=ZK1_2013_13", "Checksum": "2405badc1d9db816e39da2b2a8638610"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["ZK1 2013 13"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Schwyz Kantonsgericht 1. 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Im Vergleich zu den Bodenpreisen ist es wegen der Verschiedenartigkeit der Nutzung, des Zustandes, der Erschliessung etc. schwierig, den\nWert landwirtschaftlicher Bauten mit einem Vergleich zum landwirtschaftlichen\nErtragswert festzustellen. Denn oftmals stehen Vergleichsobjekte kaum je\nhinreichend dokumentiert zur Verfügung (Goldenberger/Hotz, a.a.O., N 14 zu\nArt. 66 BGBB; Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Schwyz vom\n13. Juli 2001 E. 6d S. 10 = KG-act. 64/7). Ist das Gebäude neuer und in gutem\nZustand, ist als Methode der Zeitwert heranzuziehen. Anstatt einen neuen\nStall zu bauen, kann ein Landwirt die Baute zum Zeitwert erwerben. Bei älteren Landwirtschaftsbauten ist der Zeitwert auf dem Markt nicht mehr realisierbar, weshalb der Verkehrswert zur Anwendung gelangt. Dieser setzt sich aus\nder klassischen Mischmethode Zeitwert und landwirtschaftlicher Ertragswert\nzusammen (Goldenberger/Hotz, a.a.O., N 14 zu Art. 66 BGBB). Im Entscheid\nvom 13. Juli 2001 ermittelte das Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz die\nPreisgrenze von Art. 66 BGBB für Bauten (Ställe) nach folgender Formel:\n½ (Zeitwert + Ertragswert) = Verkehrswert + fünf Prozent (KG-act. 64/7, E. 6e\nund f S. 11-13).\n\nccc) Auch noch im Mai 1998, als der Erblasser die beiden Grundstücke dem\nBeklagten übertrug, berechnete das damals für die Feststellung des zulässigen Höchstpreises i.S.v. Art. 66 BGBB zuständige Volkswirtschaftsdepartement des Kantons Schwyz den Höchstpreis für landwirtschaftliche Gebäude\nanhand des fünffachen Ertragswertes, ohne einen weiteren Zuschlag von 5 %\nvorzunehmen (KG-act. 64, S. 2; KG-act. 64/1 und KG-act. 64/5). Es ist nicht\nersichtlich, dass diese Berechnung damals nicht zutreffend gewesen sein soll,\nzumal es schwierig ist, hinsichtlich landwirtschaftlicher Gebäude auf vergleichbare Objekte abzustellen, da entsprechende Vergleichsobjekte kaum je\nhinreichend dokumentiert zur Verfügung stehen (vgl. auch KG-act. 64/7, E. 6d\nS. 10). Daher ist die Rüge des Beklagten, wonach die Gebäudewerte gestützt\nauf Vergleichsstatistiken hätten festgesetzt werden sollen, unbegründet. Stützt\nKantonsgericht Schwyz 25\n\nsich das Ergänzungsgutachten vom 18. November 2014 bezüglich der Berechnung der strittigen Gebäudewerte im Mai 1998 auf die damals gültige\nPraxis des zuständigen Volkswirtschaftsdepartements des Kantons Schwyz,\nbesteht kein Anlass, dieses Gutachten in Frage zu stellen. Anzumerken ist,\ndass diese Berechnungsweise für Gebäude auf landwirtschaftlichen Grundstücken und landwirtschaftlichen Gewerben gleichermassen Anwendung fand\n(KG-act. 64, S. 2). Der Antrag des Beklagten ist abzuweisen, wonach für die\nbeiden Grundstücke die Zeitwerte per 19. Mai 1998 zu ermitteln seien (KGact. 92, S. 3).\n\nddd) Gemäss der Praxis des Verwaltungsgerichts Schwyz ist die Berechnung\ndes zulässigen Höchstpreises landwirtschaftlicher Gebäude i.S.v. Art. 66\nBGBB per 20. Juli 2007 grundsätzlich nach der Formel „½ (Zeitwert + Ertragswert)“ vorzunehmen (KG-act. 64, S. 3 oben und KG-act. 64/7, E. 6e S. 11\nunten). Auch die Gerichtsgutachterin nahm in ihrem Ergänzungsgutachten zur\nBerechnung des zulässigen Höchstwertes der einzelnen landwirtschaftlichen\nGebäude eine Mischrechnung von Zeitwert und Ertragswert vor, weil der von\nihr anstelle des Zeitwerts angewandte Realwert dem Zeitwert zuzüglich den\nUmgebungs- und Baunebenkosten und dem Landwert entspricht (vgl. § 15\nAbs. 1 SchätzG vom 24. November 2004, SRSZ 172.230 i.V.m. § 2 LSchätzG\nvom 21. April 2004, SRSZ 172.220; vgl. auch KG-act. 64, S. 3). Insoweit ist\ndas Ergänzungsgutachten nicht zu beanstanden.\n\nbb) Für die Ermittlung der Höchstpreise der Gebäude für das Jahr 2007\nberücksichtigte die Expertin M.________ unter anderem Ertrags- und Realwerte und zog dabei die Schreiben der Steuerverwaltung vom 24. Juli 2014\n(KG-act. 58) und des Landwirtschaftsamtes vom 15. September 2014 (KG-act.\n64) heran (KG-act. 71/1, S. 9).\nKantonsgericht Schwyz 26\n\naaa) Der Beklagte führt diesbezüglich aus, die Gerichtsgutachterin habe nicht\ndie Ertrags- und Realwerte des Jahres 2007, sondern jene für das Jahr 1998\nbeigezogen (vgl. KG-act. 76, S. 5 f. Ziff. 4; KG-act. 85, S. 4 f. Ziff. 4).\n\n"}