{"Signatur": "SZ_KG_001", "Spider": "SZ_Gerichte", "Sprache": "de", "Datum": "2015-06-09", "HTML": {"Datei": "SZ_Gerichte/SZ_KG_001_ZK1-2013-13_2015-06-09.html", "URL": "https://gerichte.sz.ch/tribunavtplus/loadTable", "Checksum": "900a08212a9403854f6e276eb6eb9547"}, "PDF": {"Datei": "SZ_Gerichte/SZ_KG_001_ZK1-2013-13_2015-06-09.pdf", "URL": "https://gerichte.sz.ch/tribunavtplus/ServletDownload/ZK1_2013_13_eb9cb516b72ea9d822b390383b5bf9d2a834faaa5c768cd936ae2ad9e3b88e08126112f856636ae1da0d5ed54ee145079e0e881035a72450aa0e0f25511c409cea2e94432a3f2899a2ba69cf3333726b?path=eb9cb516b72ea9d822b390383b5bf9d2a834faaa5c768cd936ae2ad9e3b88e08126112f856636ae1da0d5ed54ee145079e0e881035a72450aa0e0f25511c409cea2e94432a3f2899a2ba69cf3333726b&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=ZK1_2013_13", "Checksum": "2405badc1d9db816e39da2b2a8638610"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["ZK1 2013 13"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Schwyz Kantonsgericht 1. 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ZK1 2011 34: KG-act. 1 und 7), ist von diesen Werten auszugehen. Ausserdem ergibt sich deren Richtigkeit teilweise ebenfalls aus den\nAkten (vgl. KB 6).\n\n5. Der Gerichtsgutachter berechnete für die beiden landwirtschaftlichen\nGrundstücke einen Verkehrswert von Fr. 678'912.00 für das Jahr 1998 und\neinen solchen von gerundet Fr. 644'000.00 für das Jahr 2010 (Vi-act. 97,\nS. 37 f. und Vi-act. 113, S. 23 f.). Das Bezirksgericht stellte auf diese Zahlen\nab (vgl. angef. Urteil, E. 4d S. 15 f.). Zu prüfen ist gemäss Urteil des Bundesgerichts vom 30. Januar 2013, ob die für die Jahre 1998 und 2007 ermittelten\nVerkehrswerte den im jeweiligen Zeitpunkt zulässigen Höchstpreis im Sinne\nvon Art. 66 BGBB einhalten (KG-act. 1, E. 3.2.1.3 S. 13).\n\na) Die Expertin M.________ bestimmte in ihrem Ergänzungsgutachten vom\n18. November 2014 neu den Verkehrswert der beiden Grundstücke für das\nJahr 2007 und errechnete einen Betrag von ca. Fr. 648‘500.00 (vgl. KGact. 71/1, S. 2 und Anhang 5). Sie gelangte zum Schluss, dass die Verkehrswerte (ca. Fr. 679'000.00 für das Jahr 1998 und Fr. 648'500.00 für das Jahr\n2007) den zulässigen Höchstpreis i.S.v. Art. 66 BGBB (gerundet\nFr. 798‘000.00 für das Jahr 1998 und Fr. 715‘000.00 für das Jahr 2007) respektierten, und zwar sowohl für den Fall, dass es sich bei den beiden Grundstücken um landwirtschaftliche Grundstücke als auch für den Fall, dass es\nsich um ein landwirtschaftliches Gewerbe handle (KG-act. 71/1, S. 2). Sie hielt\nauch mit Ergänzung/Erläuterung ihrer Expertise vom 9. Februar 2015 (KGact. 80) daran fest, nachdem sich der Beklagte mit Eingabe vom 15. Dezember 2014 dazu hatte vernehmen lassen und verschiedene Anträge gestellt\nhatte (vgl. KG-act. 76). Der Beklagte führte mit Eingabe vom 5. März 2015\ndazu aus, wegen eklatanter Mängel dürfe auf das Ergänzungsgutachten der\nExpertin vom 18. November 2014 und deren Eingabe vom 9. Februar 2015\nnicht abgestellt werden. Ein Ergänzungsgutachten durch eine neue Expertin\nKantonsgericht Schwyz 18\n\nsei unerlässlich (vgl. KG-act. 85). Darauf ist nachfolgend einzugehen, unter\nBerücksichtigung der vom Kantonsgerichtsvizepräsidenten mit Verfügung vom\n10. April 2015 eingeholten Eingaben der Steuerverwaltung vom 20. April 2015\n(KG-act. 88) und des Landwirtschaftsamtes vom 21. April 2015 (KG-act. 89).\nObwohl die diesbezügliche Stellungnahme des Beklagten vom 19. Mai 2015\nund die Beilagen dazu möglicherweise um einen Tag verspätet eingingen,\nwerden die darin geltend gemachten Argumente mitberücksichtigt (vgl. KGact. 91-92/2 f.), da für die Klägerschaft diese Mitberücksichtigung, wie die\nnachfolgenden Ausführungen zeigen werden, nicht zum Nachteil gereicht.\n\nb) Der Beklagte weist zutreffend darauf hin, die Expertin M.________ habe\nin ihrem Ergänzungsgutachten vom 18. November 2014 vermerkt, dass Telefonbefragungen der Schätzungsbehörde und des Amtes für Landwirtschaft\ndes Kantons Schwyz vom 19. August 2014 stattgefunden hätten (KG-act. 76,\nS. 1; KG-act. 71/1, S. 5).\n\naa) Bei der Berechnung der Höchstpreise für die Jahre 1998 und 2007 führte die Expertin M.________ aus, dass der Quadratmeterpreis für Waldboden\nvon Fr. 0.50 bzw. Fr. 1.00 aus einer Angabe gemäss telefonischer Besprechung mit dem Steueramt Schwyz vom 19. August 2014 herrühre (KGact. 71/1, S. 7 und 9). Der betreffenden Telefonnotiz vom 19. August 2014\nkann entnommen werden, dass Herr N.________, Mitarbeiter der Steuerverwaltung, Abteilung Liegenschaftenschätzung (KG-act. 85/1), der Gerichtsexpertin mitgeteilt habe, im vorliegenden Fall sei mit einem Waldpreis von\ndurchschnittlich Fr. 1.00 pro m2 zu rechnen (KG-act. 80, letzte Beilage). Der\nBeklagte bemerkte diesbezüglich, es sei nicht ersichtlich, worauf sich dieser\nPreis stütze (KG-act. 85, S. 2 Ziff. 1). Das Amt für Landwirtschaft war nach\neigenen Angaben insbesondere in den Jahren 1998 und 2007 für die Festsetzung des höchstzulässigen Verkaufspreises zuständig. Es berücksichtigte für\ndie Festsetzung des Waldbodenpreises seit jeher generell Fr. 1.00 pro m2. Nur\nin seltenen Fällen wurde dieser Wert unterschritten, so etwa bei fehlender\nKantonsgericht Schwyz 19\n\n"}