{"Signatur": "SZ_KG_001", "Spider": "SZ_Gerichte", "Sprache": "de", "Datum": "2014-07-08", "HTML": {"Datei": "SZ_Gerichte/SZ_KG_001_ZK1-2012-12_2014-07-08.html", "URL": "https://gerichte.sz.ch/tribunavtplus/loadTable", "Checksum": "814805a3d085ec6b193ee842d99feaba"}, "PDF": {"Datei": "SZ_Gerichte/SZ_KG_001_ZK1-2012-12_2014-07-08.pdf", "URL": "https://gerichte.sz.ch/tribunavtplus/ServletDownload/ZK1_2012_12_eb9cb516b72ea9d822b390383b5bf9d2d9119ae98cca0c63bf1cd4aa689513017848e289ea78b488b490ead8e5aa68188796dd6933367dfd3e735493be0b4598ea2e94432a3f2899a2ba69cf3333726b?path=eb9cb516b72ea9d822b390383b5bf9d2d9119ae98cca0c63bf1cd4aa689513017848e289ea78b488b490ead8e5aa68188796dd6933367dfd3e735493be0b4598ea2e94432a3f2899a2ba69cf3333726b&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=ZK1_2012_12", "Checksum": "3338b0da61c44ef663409b5b5d311ba4"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["ZK1 2012 12"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Schwyz Kantonsgericht 1. 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Zivilkammer 08.07.2014 ZK1 2012 12\nRegeste:\nErbteilung, Zuweisung von landwirtschaftlichen Grundstücken | Erbrecht\n\nAuf die Ausführungen der Parteien wird – soweit erforderlich – in den Erwägungen eingegangen;-\nKantonsgericht Schwyz 17\n\nin Erwägung:\n\n1. a) Im vorliegenden Berufungsverfahren kommt die Schweizerische Zivilprozessordnung zur Anwendung (vgl. Art. 405 Abs. 1 ZPO), währendem auf\ndas vorinstanzliche Verfahren noch die kantonale Zivilprozessordnung anwendbar war. Die Berufung ist schriftlich und begründet einzureichen (Art. 311\nAbs. 1 ZPO). Aus der Rechtsmittelschrift muss hervorgehen, dass und weshalb die berufungsführende Partei einen Entscheid anficht und inwieweit dieser geändert oder aufgehoben werden soll (BGE 137 III 617, E. 4.2). Die berufungsführende Partei hat ihre Behauptungen bestimmt und vollständig aufzustellen (Reetz/Theiler, in: Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger [Hrsg.],\nKommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung, 2. Auflage, Zürich\n2013, Art. 311 N 36). Fehlt es an einer Berufungsbegründung, tritt die Berufungsinstanz auf das Rechtmittel nicht ein (BGer 5A_438/2012 vom 27. August 2012, E. 2.2).\n\nb) Neue Tatsachen und Beweismittel werden im Berufungsverfahren nur\nnoch dann berücksichtigt, wenn sie ohne Verzug vorgebracht werden und\ntrotz zumutbarer Sorgfalt nicht schon vor erster Instanz vorgebracht werden\nkonnten (Art. 317 Abs. 1 ZPO). Unechte Noven sind gemäss Art. 317 Abs. 1\nlit. b ZPO ausgeschlossen, wenn sie bei Beachtung zumutbarer Sorgfalt bereits im erstinstanzlichen Verfahren hätten vorgebracht werden können\n(BGer 4A_662/2012 vom 7. Februar 2013, E. 3.3; BGer 4A_643/2011 vom\n24. Februar 2012, E. 3.2.2). Für die Beurteilung der Sorgfalt ist danach zu\nfragen, ob eine Partei, welche das vorinstanzliche Verfahren umsichtig und\nversiert geführt hat, die Tatsache oder das Beweismittel schon vor erster Instanz hätte erkennen und in den Prozess einbringen müssen, wenn sie den\nProzessstoff und ihr eigenes Umfeld kritisch überblickt (Reetz/Hilber, a.a.O.,\nArt. 317 N 62). Echte Noven sind im Berufungsverfahren grundsätzlich immer\nzulässig, wenn sie ohne Verzug nach ihrer Entdeckung vorgebracht werden\n(BGer 4A_662/2012 vom 7. Februar 2013, E. 3.3). Die Beweislast für das Vor-\nKantonsgericht Schwyz 18\n\nliegen der Voraussetzungen von Art. 317 ZPO trägt jene Partei, welche vom\nNovenrecht Gebrauch machen will (Seiler, Die Berufung nach der ZPO, Zürich\n2013, § 15 N 1311 und 1335; Spühler, in: Spühler/Tenchio/Infanger [Hrsg.],\nBasler Kommentar Schweizerische Zivilprozessordnung, 2. Auflage, Basel\n2013, Art. 317 N 10).\n\n2. Streitig ist im vorliegenden Verfahren die Teilung der Erbschaft der Erblasser AY.________ und AZ.________. Die zu teilende Erbschaft umfasst\nunbestrittenermassen die landwirtschaftlichen Grundstücke mit der Ortsbezeichnung „X.________“ (Grundbuch Wangen SZ GB Bl. zz, im Halte von\n32‘412 m2, Landwirtschaftsland mit Stallanbau [Assek. Nr. ww] und Wohnhaus\n[Assek. Nr. xx]) sowie „BA.________“ (Grundbuch Schübelbach SZ GB Bl. vv\nund qq, KTN tt Plan pp, im Halte von 21‘098 m2, Landwirtschaftsland mit Ökonomiegebäude [Assek. Nr. ss]) und Barvermögen von rund Fr. 11‘000.00. Gegenstand des vorliegenden Berufungsverfahrens bilden die Fragen, ob diese\nlandwirtschaftlichen Grundstücke dem Berufungsführer oder dem Berufungsgegner Ziff. 9.3 zuzuweisen sind, wie hoch der Lidlohnanspruch des Berufungsführers zu beziffern und ob der Maschinenpark zu versilbern oder dem\nBerufungsführer zuzuweisen ist, soweit er denn zum Nachlass gehört. Überdies ist zu klären, ob die Milchkontingente und der Grabfonds Nachlassaktiven\ndarstellen und ob der Erbengemeinschaft noch eine Forderung gegen den\nBerufungsgegner Ziff. 9.3 aus dem Pachtverhältnis betreffend die Nachlassgrundstücke zusteht. Die vom Bezirksgericht March in der Dispositiv-Ziff. 5\nfestgestellten Erbquoten erwuchsen ebenso wie die der Dispositiv-Ziff. 1 zu\nentnehmenden Ertragswerte der Grundstücke GB Bl. vv und qq, Schübelbach,\nin Höhe von Fr. 18‘129.00 und des Grundstücks GB Bl. zz, Wangen, in Höhe\nvon Fr. 17‘781.00 sowie der festgestellte Wert der Grundpfandschuld der\nBB.________ AG (Bank I) (Hypothek Nr. rr) in Höhe von Fr. 52‘000.00 in\nRechtskraft.\nKantonsgericht Schwyz 19\n\n3. Die Vorinstanz wies in Dispositiv-Ziff. 2 die landwirtschaftlichen Grundstücke GB zz, Wangen, und GB vv und qq, Schübelbach, dem Berufungsgegner Ziff. 9.3 zum doppelten Ertragswert von insgesamt Fr. 71‘820.00 zu. Die\nVorinstanz erwog zusammenfassend, dass einzig der Berufungsgegner\nZiff. 9.3 die Voraussetzungen nach Art. 21 BGBB erfülle und selbst wenn beim\nBerufungsführer die Voraussetzungen gegeben wären, sei der Berufungsgegner Ziff. 9.3 als der Geeignetere anzusehen. Diese Beurteilung stützt die Vorinstanz in erster Linie auf das Gutachten BE.________ AG ab. Insbesondere\nerfülle der Berufungsgegner Ziff. 9.3 ungeachtet der Berücksichtigung des von\nihm gepachteten Landes die Voraussetzung von 0.75 SAK. Zudem könne der\nBerufungsgegner Ziff. 9.3 eine ausgeglichene Nährstoffbilanz vorweisen. Der\nBerufungsgegner Ziff. 9.3 verfüge dementsprechend über ein landwirtschaftliches Gewerbe.\n\n"}