Aus Sicht des Referenten habe sich im Verlauf seit Oktober 2009 das typische Bild einer Verbitterungsstörung entwickelt. Dieses Bild umfasse symptomatisch ein anhaltendes Gefühl von Verbitterung, verbunden mit Gefühlen von Hilflosigkeit, einer vorwurfsvollen Haltung sich selbst und anderen gegenüber, aggressiven Fantasien bis hin zu Gedanken an Suizid und auch Fremdbedrohungen. Als weitere Symptome seien Antriebsblockaden auffällig, eine innere Unruhe sowie ein sozialer Rückzug. Die Grundstimmung sei dysphorisch gereizt. All diese Kriterien seien mustergültig erfüllt, die Diagnose sei jedoch nach ICD-10 so nicht etabliert.