Die gedrückte Stimmung verändere sich von Tag zu Tag wenig, reagiere nicht auf Lebensumstände und sei von so genannten «somatischen» Symptomen begleitet, wie Interessenverlust oder Verlust an Freude, Früherwachen, Morgentief, deutliche psychomotorische Hemmung und einer Steigerung des Appetits im Sinne einer «paradoxen» Symptomatik. Vor dem Hintergrund der Lebens- und Krankheitsgeschichte sei von einer rezidivierenden depressiven Störung auszugehen, wobei die Schwere der aktuellen Episode als mittelgradig eingeschätzt werde. Der Gutachter diskutiert weiter den funktionellen Schweregrad (Gesundheitsschädigung, Persönlichkeit, sozialer Kontext) und die Konsistenz.