In der revidierten deutschen Version des ICD-10 sei 2009 eine Unterkategorie geschaffen worden, nämlich die chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren. Die Schmerzen gingen der Depression zeitlich voran und seien unabhängig vom zeitlichen Verlauf der affektiven Symptomatik, so dass diese Diagnose zulässig wäre. Es bestünden neben den Operationen und ihren Folgen Risikofaktoren und emotionale Konflikte und psychosoziale Belastungen, wie sie für eine solche Diagnose verlangt würden. Im Verlauf kämen Belastungen hinzu wie Verluste, insbesondere der Arbeit, des Einkommens und der Anerkennung sowie die Erkrankung der Ehefrau.