In diesem Fall sei die Diagnose einer somatoformen Schmerzstörung nicht zulässig. Aufgrund der Akten lasse sich auch nicht eruieren, weshalb diese Diagnose trotz klarem Ausschlusskriterium wiederholt gestellt worden sei, obwohl es mit der Diagnose von psychologischen Faktoren oder Verhaltensfaktoren bei andernorts klassifizierten Erkrankungen bereits vor 2008 eine Alternative gegeben habe und seit 2009 spezifisch gebe. In der revidierten deutschen Version des ICD-10 sei 2009 eine Unterkategorie geschaffen worden, nämlich die chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren.