{"Signatur": "SO_VSG_001", "Spider": "SO_Omni", "Sprache": "de", "Datum": "2018-11-07", "HTML": {"Datei": "SO_Omni/SO_VSG_001_VSBES-2014-234_2018-11-07.html", "URL": "https://gerichtsentscheide.so.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&WebServerUrl=&WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&OmnisLibrary=JURISWEB&OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&OmnisServer=7001&Parametername=WEB&Schema=JGWEB&Source=&Aufruf=getMarkupDocument&cSprache=DE&nF30_KEY=139890&W10_KEY=11060384&nTrefferzeile=50&Template=/simple/search_result_document.html", "Checksum": "de24324b20876bfb174d4cdded1a4a68"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["VSBES.2014.234"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Solothurn Versicherungsgericht 07.11.2018 VSBES.2014.234"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Soleure Versicherungsgericht 07.11.2018 VSBES.2014.234"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Soletta Versicherungsgericht 07.11.2018 VSBES.2014.234"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Solothurn Versicherungsgericht "}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Soleure Versicherungsgericht "}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Soletta Versicherungsgericht "}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Invalidenrente und berufliche Massnahmen"}], "ScrapyJob": "446973/56/2692", "Zeit UTC": "19.03.2026 23:28:32", "Checksum": "bdb1a3e08b32c20aea2f8ae72e2e9d2f", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Solothurn Versicherungsgericht 07.11.2018 VSBES.2014.234\nRegeste:\nInvalidenrente und berufliche Massnahmen\n\n\n7.1 Zur Schilderung des Tagesablaufes wird im Gutachten festgehalten, der Beschwerdeführer habe seinen Schlaf trotz Schlafmitteln als sehr schlecht angegeben. In der Nacht wache er oft auf und gehe schmerzbedingt umher. Am Morgen sei er wie gerädert. Er stehe zwischen 09.00 und 10.00 Uhr auf und bereite sich ein einfaches Frühstück vor, das er mit seiner Frau einnehme. Küchen- und Haushaltsarbeiten seien praktisch nicht durchführbar. Er sei morgens steif wie ein Holzbrett. Die Morgentoilette gelinge nur sehr mühsam. Nach dem Frühstück gehe er etwas in den Garten und mache Lockerungsübungen, die er in der Physiotherapie gelernt habe. Dann gehe er etwas Spazieren. Er sehne sich nach Gartenarbeit. Dies habe er früher gerne getan. Zusammen mit der Ehefrau und allenfalls in Begleitung von Kindern kaufe er das Nötigste ein. Ein Mittagessen nehme er nicht zu sich. Da die Kinder über Mittag nicht im Haus seien, werde nichts zubereitet. Die Haushaltsführung sei Sache der beiden Töchter. Er müsse sich zwischendurch sehr viel hinlegen und etwas erholen. Zur Ablenkung sehe er fern, lese Zeitungen und Bücher. Er gehe auch ins Internet. Gegen den späteren Nachmittag gehe er gelegentlich in die Moschee zum Gebet und zum Kaffee trinken. Er werde von […] Landsleuten abgeholt. Dies sei für ihn die einzige Abwechslung am Tag, so könne er für kurze Zeit seine Leiden vergessen. Das Abendessen würden Frau und Töchter zubereiten. Abends gehe er dann meistens um 22.00 Uhr zu Bett.\nZu seinen Beschwerden befragt habe der Beschwerdeführer erklärt, eine ursprüngliche Tätigkeit als Plattenleger oder Hilfsarbeiter in der Fabrik könne er sich nicht mehr vorstellen. Dafür sei er zu krank. Er habe überall Schmerzen, Gefühlsstörungen und Konzentrationsstörungen. Eine alternative Tätigkeit sehe er im Moment auch nicht. Er könne maximal eine bis zwei Stunden am Stück arbeiten, benötige immer wieder Pausen, müsse die Lage wechseln. Auf somatischer Seite leide er vor allem an seinen chronischen Schmerzen mit Bewegungseinschränkungen. Er könne weder lange sitzen, noch liegen, gehen oder stehen. Kniearbeiten und Überkopfarbeiten seien gar nicht mehr möglich. Die Kopfschmerzen würden permanent bestehen. Sie würden vom Nacken in den rechten Arm ausstrahlen, einhergehend mit Kribbel- und Taubheitsgefühl. Gelegentlich habe er Schwindel bei Kopfdrehungen. Daneben plagten ihn seit vielen Jahren auch lumbosakrale Schmerzen ausgehend von der Operationsnarbe ins rechte Bein. Wenn er laufe, spüre er permanent Schläge im Rücken. All seine Nerven seien eingeklemmt. Dazu kämen Kopf- und Knieschmerzen. Auf einer visuellen Analogskala seien die Schmerzen bei 8 bis 10 von 10. Linderung erreiche er durch warmes Wasser sowie langsame Bewegungs- und Lockerungsübungen. Früher habe er viele Schmerztabletten eingenommen, die aber nichts gebracht hätten. Er habe nur Nebenwirkungen gehabt. Die gesamte Geschichte mit dem Stellenverlust habe ihm dann auf die Psyche geschlagen. Er habe ein Durcheinander im Kopf. Die Kinder würden nicht verstehen, weshalb er nicht arbeite. Er schäme sich. Er verdamme sich selber, fühle sich depressiv, verbittert und traurig. Dazu komme die chronische Erschöpfung, die Müdigkeit und Antriebslosigkeit. Er sei auch vergesslich geworden. Eine Arbeit an der Maschine traue er sich nicht mehr zu. Die Antidepressiva hätten auch nur vorübergehend geholfen. Er möchte keine Medikamente mehr nehmen. Er habe Angst vor dem sozialen Abstieg und möchte nicht in der Sozialhilfe landen. Autofahren könne er noch, jedoch nur sehr langsam und kurze Strecken. Sein Durst sei normal, der Appetit vermindert. Der Gewichtsverlauf der letzten Jahre sei normal. Er sei stark müde, schwitze auch oft. Er könne nachts nicht durchschlafen und müsse aufgrund der Schmerzen aufstehen. Soziale Kontakte habe er weitestgehend abgebrochen. Früher habe er sehr viele Kollegen gehabt. Nun habe er nur noch wenige, mit denen er sich in der Moschee treffe. Seine Medikamente nehme er nur sehr unregelmässig ein. Er habe gespürt, dass sein Gesundheitszustand mit oder ohne Tabletten identisch sei. Die Tabletten würden nur Nebenwirkungen haben. Er gehe regelmässig in die aktive und passive Physiotherapie. Auch das Wasserbad helfe. Da die Krankenkasse nicht bezahle, sei die Physiotherapie momentan pausiert. Er mache aber regelmässig ein Heim-Übungsprogramm. Mitunter trage er auch eine stabilisierende Bauchbandage. Früher habe er viele Hobbies gehabt. Er habe gerne Fussball gespielt, sei Velo gefahren, habe gegärtnert und sei Berg- und Naturwanderungen durchführen gegangen."}