{"Signatur": "SO_VSG_001", "Spider": "SO_Omni", "Sprache": "de", "Datum": "2017-04-10", "HTML": {"Datei": "SO_Omni/SO_VSG_001_VSBES-2014-187_2017-04-10.html", "URL": "https://gerichtsentscheide.so.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&WebServerUrl=&WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&OmnisLibrary=JURISWEB&OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&OmnisServer=7001&Parametername=WEB&Schema=JGWEB&Source=&Aufruf=getMarkupDocument&cSprache=DE&nF30_KEY=134092&W10_KEY=11060384&nTrefferzeile=28&Template=/simple/search_result_document.html", "Checksum": "a2441cceda47f3aafd712c7aecf611b4"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["VSBES.2014.187"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Solothurn Versicherungsgericht 10.04.2017 VSBES.2014.187"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Soleure Versicherungsgericht 10.04.2017 VSBES.2014.187"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Soletta Versicherungsgericht 10.04.2017 VSBES.2014.187"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Solothurn Versicherungsgericht "}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Soleure Versicherungsgericht "}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Soletta Versicherungsgericht "}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Invalidenrente UVG"}], "ScrapyJob": "446973/56/2692", "Zeit UTC": "20.03.2026 00:01:29", "Checksum": "f11c3d4701beff3a4723db0ce8191dca", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Solothurn Versicherungsgericht 10.04.2017 VSBES.2014.187\nRegeste:\nInvalidenrente UVG\n\n\nSeit dem Beginn der zweiten Therapie am 24. Januar 2013 hätten insgesamt 14 Konsultationen stattgefunden, wobei die Frequenz circa wöchentlich sei. Es finde wie schon beim letzten Mal eine Psychotherapie statt (im Sinne einer Krisenintervention), überwiegend mit supportiver Therapie (mit verhaltenstherapeutischen Elementen) und psychopharmakologischer Therapie (aus Compliancegründen bei der Medikation auf phasenweise Hypnotika beschränkt). Erneut sei neben der Entlastung (unter anderem wieder mittels kognitiver Umstrukturierung und Arbeit am Krankheitsmodell) auch die Arbeit am Selbstwertgefühl stark im Vordergrund gestanden. Vor allem initial aber auch im Verlauf sei es zu einer ausgeprägten depressiven Symptomatik mit Insuffizienzgefühlen und ausgeprägten existenziellen Ängsten gekommen. Im bisherigen Verlauf sei es zunehmend gelungen, eine Stabilisierung zu erreichen, wobei sich ein labiles psychisches Gleichgewicht eingestellt habe, mit bekannt erniedrigter Frustrationstoleranz und ausgeprägter Vulnerabilität gegenüber psychosozialen Belastungsfaktoren. Eine psychopharmakologische Therapie der depressiven Symptomatik (im engeren Sinne) sei, wie schon bei der letzten Therapiephase, durchgängig abgelehnt worden. Dies trotz im bisherigen Therapieverlauf einmalig aufgetretener passiver Sterbenswünsche während einer psychosozialen Belastungssituation. Ebenso werde bisher eine analgetische Medikation abgelehnt, aufgrund heftigster Nebenwirkungen im Vorfeld. Dennoch sei es bereits zu einer Teilremission der depressiven Symptomatik gekommen mit erfreulicher Stimmungsaufhellung und erneuter Hoffnung auf einen ärztlichen Therapieerfolg. Eine Fortsetzung der supportiven Therapie sei sicher empfehlenswert.\n6.26 Im Bericht vom 12. Juni 2013 führten PD Dr. med. AF.___, Leiter stationäre Schmerztherapie, und Prof. Dr. med. AG.___, Leiter Bereich für Schmerztherapie, Universitätsklinik für Anästhesiologie und Schmerztherapie, [...], aufgrund der ambulanten Sprechstunde vom 4. Juni 2013 folgende Diagnosen auf (S.A. 490):\nPersistierendes chronisches Schmerzsyndrom rechter Fuss, DD: neuropathisch CRPS mit/bei\n- Status nach Weber A und Taluskörperfraktur rechts 2008\n- Status nach OSG-Arthroskopie Juni 2011 und Februar 2012\n- Status nach OSG-Arthroskopie und Neurolyse N. tibialis OSG rechts Oktober 2012\nIn den durchgeführten elektrischen Schmerzschwellenmessungen deute ein reduzierter Wert auf eine zentrale Sensibilisierung hin. In der klinischen Untersuchung zeigten sich ein deutlich in der Bewegung eingeschränktes Sprunggelenk mit leicht trophischen Veränderungen, aber keine Rötung, kein Temperaturunterschied zum Gegenfuss und keine Allodynie. Druckdolenzen bestünden vor allem im Bereich des Talus und Calcaneus sowie im dorsalen Rückfuss. Im medialen Fussbereich werde eine Hypersensibilität angegeben. Zur komplexen Schmerzproblematik könnten mehrere Faktoren beitragen. In erster Linie bestehe hier ein ungünstiger Verlauf nach Talusfraktur mit möglicherweise Irritation des N. tibialis und Entwicklung eines CRPS. Ungünstig könnten sich auch die mögliche zentrale Sensibilisierung sowie die emotionale Belastung des Beschwerdeführers, vor dem Hintergrund nicht richtig behandelt zu werden, negativ auswirken. Wichtig erscheine daher vor allem ein ausführlich klärendes Gespräch von orthopädischer Seite aus über den bisherigen Verlauf und das Krankheitsmodell des Beschwerdeführers. Dabei werde von weiteren chirurgischen Eingriffen eher abgeraten, ausser es bestehe eine klare Indikation, mit der auch eine Verbesserung herbeigeführt werden könne. Sobald dies dem Beschwerdeführer eindeutig übermittelt worden sei und auch keine weiteren Operationen mehr vorgesehen seien, empfehle sich ein multimodaler schmerztherapeutischer Ansatz mit psychologischer Unterstützung, vorsichtigem physiotherapeutischem Aufbau mit Desensibilisierung und Coping-Strategien sowie eine medikamentöse antirheumatische Schmerztherapie.\n6.27 Dr. med. AH.___, Oberarzt, und Dr. med. AI.___, Assistenzärztin, Universitätsklinik für Neurologie, [...], führten im Bericht vom 17. September 2013 anlässlich der durchgeführten motorischen und sensiblen Neurographien (S.A. 575) aus, die distale motorische Neurographie des N. tibialis rechts sei normal. In der Neurographie des N. tibialis links (asymptomatische Seite) zeige sich eine leicht verminderte Amplitude des Muskelsummenpotentials, dies sei am ehesten technisch bedingt bei Knöchelödemen erklärbar. In der sensibel-orthodromen Neurographie des N. plantaris medialis könnten beidseits keine ortständigen sensiblen Reizwerte reproduziert werden, wobei der Beschwerdeführer höhere Stromstärken nicht toleriert habe und die Untersuchung deshalb vorzeitig habe abgebrochen werden müssen. Somit könne elektrophysiologisch eine Kompressionsneuropathie im Bereich des Tarsalkanals weder bestätigt noch ausgeschlossen werden.\n6.28 Prof. Dr. med. AJ.___, Facharzt FMH für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates/Sportmedizin SGSM, [...], legte in seinem Schreiben an den Beschwerdeführer vom 26. September 2013 (S.A. 591) dar, es werde in Bezug auf die Schmerzproblematik keine Lösung mit einer Operation geben. Auch die Amputation werde das Problem nicht lösen, da der Beschwerdeführer weiterhin intensivste Schmerzen im Sinne von Phantomschmerzen haben werde. Die einzige Lösung sei, dass er sich unverzüglich in ein multimodal aufgestelltes Schmerzbehandlungsprogramm begebe."}