Wie lange eine derartige Kreislaufinstabilität dauern müsse, bis eine entsprechende Komplikation eintrete, könne aus gutachterlicher Sicht nicht gesagt werden, da es keine ausreichenden Angaben in der Literatur gebe zur Dauer der Kreislaufinstabilität bzw. zur Höhe des Blutdruckes, die zu einer Schädigung des Sehnervs führen würden. Festzuhalten sei, dass nicht nur die Dauer der Kreislaufinstabilität, sondern auch die Heftigkeit für das Ausmass des Verschlusses eine wichtige Rolle spiele. Weiter führten die Gutachter aus, unmittelbar zu Beginn der Operation sei der Patient mit Noradrenalin, einem kreislaufstützenden und gefässverengenden Medikament, behandelt worden.