Dies könne retrospektiv nach Meinung der Gutachter nicht als «leichte Blutung» bezeichnet werden. Bei der hier vorliegenden lschämie in einem gemäss ophthalmologischer Beurteilung ohnehin prekären Endstromgebiet seien die Ursachen für den erlittenen Sehverlust multifaktoriell. Es lägen auf Seiten des Patienten persönliche Risikofaktoren (Diabetes melitus, Adipositas, arterielle Hypertonie), die das Risiko bezüglich Sehverlusts erhöhen würden, sowie operationsassoziierte Faktoren vor. Aufgrund der vorliegenden Akten und der wenigen Literatur gingen die Gutachter davon aus, dass die intraoperative Verletzung im Sinne einer teilkausalen Ursache für eine Risikoerhöhung zu gewichten sei.