Durch die Anästhesie würden exogene laufend und insbesondere im Rahmen des Blutverlustes höhere Dosen von Sympathomimetika (Noradrenalin) verabreicht. Endogene und exogene Sympathomimetika könnten in der Augenregion insbesondere in der Aderhaut und an der Sehnervenpapille zu einer massiven Vasokonstriktion (Gefässverengung) der kleinen Arterien führen. Die starke Empfindlichkeit der Ziliararterien auf Sympathomimetika sei aus in-vitro-Experimenten bekannt. Diese Vasokonstriktion habe zur Minderperfusion (eingeschränkte Durchblutung) der Sehnerven-Papillen und damit zum Bild der anterioren ischämischen Optikusneuropathie geführt.