V. haben eine Zweitversorgung befürwortet. So zeige die Erfahrung, dass ein nicht stimulierter Hörnerv und die dazugehörenden zentralen Bahnen kontinuierlich degenerieren würden, d.h., dass der Hörnerv der nicht implantierten Seite im Verlaufe der Jahre atrophiere und nicht mehr brauchbar sein werde, wenn in einem späteren Zeitpunkt aus medizinischen Gründen eine Implantation gewünscht werde. Wenn der Hörnerv eines tauben Ohres im Kindesalter mit einem Cochlea-Implantat stimuliert werde, könne sich unter diesem künstlichen Reiz eine Hörfähigkeit ausbilden, die auf das Niveau einer mittleren Schwerhörigkeit komme.