{"Signatur": "SO_VG_001", "Spider": "SO_Omni", "Sprache": "de", "Datum": "2006-10-05", "HTML": {"Datei": "SO_Omni/SO_VG_001_VWBES-2006-270_2006-10-05.html", "URL": "https://gerichtsentscheide.so.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&WebServerUrl=&WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&OmnisLibrary=JURISWEB&OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&OmnisServer=7001&Parametername=WEB&Schema=JGWEB&Source=&Aufruf=getMarkupDocument&cSprache=DE&nF30_KEY=96369&W10_KEY=11060384&nTrefferzeile=33&Template=/simple/search_result_document.html", "Checksum": "a37feaa34c6cbabd35208b58898672a6"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["VWBES.2006.270"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Solothurn Verwaltungsgericht 05.10.2006 VWBES.2006.270"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Soleure Verwaltungsgericht 05.10.2006 VWBES.2006.270"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Soletta Verwaltungsgericht 05.10.2006 VWBES.2006.270"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Solothurn Verwaltungsgericht "}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Soleure Verwaltungsgericht "}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Soletta Verwaltungsgericht "}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Hundehaltung"}], "ScrapyJob": "446973/56/2692", "Zeit UTC": "19.03.2026 23:48:32", "Checksum": "1b9f884c318c5c707344059357fd6a71", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Solothurn Verwaltungsgericht 05.10.2006 VWBES.2006.270\nRegeste:\nHundehaltung\n\n\nb) Die Gemeinde verfügt über ein Wegrecht. Das “Gässli” ist öffentlich. Jedermann hat von Verfassungs wegen das Recht, öffentliche Strassen für den schlichten Gemeingebrauch gebührenfrei zu nutzen (René Schaffhauser in: Bernhard Ehrenzeller et al. [Hrsg.]: Die Schweizerische Bundesverfassung, Kommentar, Zürich 2002, N 10 zu Art. 82 BV). Schlichter Gemeingebrauch beinhaltet se déplacer à pied, à vélo, à moto, en voiture, entretenir une conversation, se promener, nager, se refraîchir à une fontaine (Pierre Moor: Droit administratif, Vol. III, Berne 1992, p. 282), folglich auch, mit seinem Hund Gassi zu gehen. Solange der Gemeingebrauch bestimmungsgemäss ist, der Zweckbestimmung der Sache entspricht und die gleichzeitige Benutzung durch andere nicht erschwert, ist er bewilligungsfrei und unentgeltlich (Häfelin/Müller, a.a.O., Rz. 2373 ff.). Der Gemeingebrauch darf zwar durch für alle geltende Nutzungsordnungen (wie zum Beispiel Fahrverbote), nicht aber durch eine individuelle Weisung eingeschränkt werden. Die angefochtene Verfügung verbietet dem Beschwerdeführer faktisch, den Fussweg Gässli zusammen mit seinem Dalmatiner Dabo zu benutzen, wird ein Hund doch, selbst an der kurzen Leine geführt, kaum vom Urinieren abzuhalten sein.\nc) Wohl gibt es öffentliche Anlagen, in denen Hunde aus verschiedenen Gründen unerwünscht sind. Zu denken ist namentlich an Friedhöfe, Liegeweisen, Badeanstalten, Parkanlagen. Hier hat es das Gemeinwesen in der Hand, eine entsprechende generelle Nutzungsordnung, ein Hundeverbot, zu erlassen. Einem individuell-konkreten Tier aber zu verbieten, im Gässli zu markieren, ist sinnlos und damit unverhältnismässig (Häfelin/Müller, a.a.O., Rz. 581).\nVerwaltungsgericht, Urteil vom 5. Oktober 2006 (VWBES.2006.270)"}