Wenn der Gutachter bei der Auseinandersetzung mit dem Motivspektrum auch eine Art «Befreiungsaktion» für die Schwester bzw. Tochter nennt (AS 2175), so kann dies in Bezug auf die Tötung von H.___ ausgeschlossen werden. Zwischen dem Vorhaben, O.___ vor der drohenden Gewalt ihres Ehemannes zu schützen und sie in Sicherheit zu bringen, und der Tötung ihres Schwiegervaters fehlt es schlicht an einem nachvollziehbaren Konnex: H.___ zeigte sich in der Tatnacht gesprächsbereit und bemühte sich gar darum, die Situation zu beruhigen, indem er seinen Sohn I.___ wieder ins Haus zurückschickte.