{"Signatur": "SO_OG_006", "Spider": "SO_Omni", "Sprache": "de", "Datum": "2016-12-16", "HTML": {"Datei": "SO_Omni/SO_OG_006_STBER-2015-44_2016-12-16.html", "URL": "https://gerichtsentscheide.so.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&WebServerUrl=&WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&OmnisLibrary=JURISWEB&OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&OmnisServer=7001&Parametername=WEB&Schema=JGWEB&Source=&Aufruf=getMarkupDocument&cSprache=DE&nF30_KEY=133903&W10_KEY=11060384&nTrefferzeile=47&Template=/simple/search_result_document.html", "Checksum": "fe122176acaf9f3cacf317838bab4142"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["STBER.2015.44"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Solothurn Obergericht Strafkammer 16.12.2016 STBER.2015.44"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Solothurn Obergericht Strafkammer"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Soleure  Strafkammer"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Soletta  Strafkammer"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "versuchter Mord, Mord und vorsätzliche Tötung, Widerruf"}], "ScrapyJob": "446973/56/2692", "Zeit UTC": "19.03.2026 23:44:43", "Checksum": "c868ef52dc2207d5029f6d884428c81e", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Solothurn Obergericht Strafkammer 16.12.2016 STBER.2015.44\nRegeste:\nversuchter Mord, Mord und vorsätzliche Tötung, Widerruf\n\n2.\n2.1. G.___ hat sich schuldig gemacht:\n- des Mordes, z.N. von H.___,\n- der vorsätzlichen Tötung, z.N. I.___,\nbeides begangen am 5. Juli 2012.\n2.2. G.___ wird zu einer Freiheitsstrafe von 17 Jahren verurteilt.\n2.3. Die vom 5. Juli 2012 bis 27. August 2012 ausgestandene Untersuchungshaft wird an die Freiheitsstrafe angerechnet.\n2.4. Der G.___ mit Urteil der Staatsanwaltschaft des Kantons Solothurn vom 19. Oktober 2011 gewährte bedingte Strafvollzug für eine Geldstrafe von 60 Tagessätzen zu je CHF 70.00 wird nicht widerrufen.\n3. Folgende sichergestellten Gegenstände werden in Anwendung von Art. 69 StGB eingezogen und sind durch die Polizei Kanton Solothurn nach Rechtskraft des Urteils zu vernichten:\n- Pistole SIG P225 inkl. Magazin\n- 12 lose Patronen Remington Kal. 5.6x45\n- 1 Patrone Pretoria Metal Pressings Kal. 9x19\n- 8 Hülsen Remington Kal. 5.6x45\n- 7 Hülsen Pretoria Metal Pressings Kal. 9x19\n- Pfefferspray Bodyguard KO/FOG.\n4. Das sichergestellte Sturmgewehr SIG 90 (Nr. 2329693) inkl. Bajonett ist durch die Polizei Kanton Solothurn nach Rechtskraft des Urteils einer Retablierungsstelle der Logistikbasis der Armee zurückzugeben.\n5. Folgende sichergestellten Gegenstände sind durch die Polizei Kanton Solothurn, Fachbereich Asservate, innert 30 Tagen nach Rechtskraft des Urteils dem jeweiligen Eigentümer bzw. dessen Angehörigen auf Verlangen herauszugeben; im Verzichtsfall sind die Gegenstände zu vernichten:\n- diverse Kleidungsstücke von A.___,\n- diverse Kleidungsstücke von (†) H.___,\n- diverse Kleidungsstücke von (†) I.___,\n- diverse Kleidungsstücke von F.___,\n- diverse Kleidungsstücke von G.___,\n- übrige am Tatort sichergestellte Gegenstände (Baseball-Mütze, Kleiderknöpfe, Geschossteile, Klebebandresten, Aluteile, Fensterladen)\n- 1 Mobiltelefon iPhone schwarz (F.___)\n- 1 Trägerkarte mit Pin, Pin 2, PUK und PUK2 zu iPhone schwarz (F.___).\n6. Über die Einziehung der sichergestellten Alukiste mit 595 Schuss div. Munition und Magazin zu Sturmgewehr 57, 2 Karabiner,1 Karabinermagazin, 1 Bajonett zu Karabiner und 1 Päckli (20 Schuss) Remington Kal. 5.6x45 hat die Polizei Kanton Solothurn zu entscheiden.\n7. Die Zivilforderung von S.___ wird auf den Zivilweg verwiesen.\n8. Die zwischen F.___ einerseits und L.___ und M.___ andererseits abgeschlossene Vereinbarung vom 22./29. Januar 2015 wird genehmigt. Sie lautet:\n„ 1. Unter der Prozessnummer TGSAG.2014.2, Richteramt Thal-Gäu, Balsthal, ist das Strafverfahren gegen den Beschuldigten F.___ hängig. Mitangeklagt ist G.___, […], amtl. verteidigt durch RA Alexander Kunz. Die Gerichtsverhandlung ist auf den 18.02.2015 angesetzt.\n2. Die Privatkläger sind die Söhne des durch die Tat der Herren G.___ und F.___ verstorbenen I.___. Sie haben somit ihren Vater verloren. F.___ anerkennt ein strafbares Verhalten. F.___ anerkennt daher die Zivilklage und verpflichtet sich, L.___ und M.___ gestützt auf Art. 47 OR eine Genugtuungssumme von je CHF 35‘000.00, total CHF 70‘000.00, zu bezahlen.\n3. F.___ anerkennt gestützt auf Art. 45 OR eine grundsätzliche Schadenersatzpflicht (Versorgerschaden) gegenüber den Zivilklägern.\n4. [...]\n5. Die Kosten (Gerichts- und Anwaltskosten) übernimmt F.___.“\n9. F.___ und G.___ sind gegenüber L.___ und M.___ für alle Schadenersatzansprüche gemäss Art. 45 OR aus dem Ereignis vom 5. Juli 2012 grundsätzlich und solidarisch haftpflichtig.\n10. F.___ und G.___ haben L.___ und M.___, unter solidarischer Haftbarkeit, eine Genugtuung von je CHF 35‘000.00, total CHF 70‘000.00, zu bezahlen.\n11. F.___ ist gegenüber A.___ für alle Schadenersatzansprüche gemäss Art. 46 OR aus dem Ereignis vom 5. Juli 2012 grundsätzlich haftpflichtig.\n12. F.___ hat A.___ eine Genugtuung von CHF 60‘000.00 zu bezahlen.\n13. F.___ und G.___ sind gegenüber\n- B.___\n- C.___\n- D.___\n- E.___\nfür alle Schadenersatzansprüche gemäss Art. 45 OR aus dem Ereignis vom 5. Juli 2012 grundsätzlich und solidarisch haftpflichtig.\n14. F.___ und G.___ haben B.___ unter solidarischer Haftbarkeit eine Genugtuung von CHF 80‘000.00 zu bezahlen.\n15. F.___ und G.___ haben C.___ unter solidarischer Haftbarkeit eine Genugtuung von CHF 25‘000.00 zu bezahlen.\n16. F.___ und G.___ haben D.___ unter solidarischer Haftbarkeit eine Genugtuung von CHF 20‘000.00 zu bezahlen.\n17. F.___ und G.___ haben E.___ unter solidarischer Haftbarkeit eine Genugtuung von CHF 35‘000.00 zu bezahlen.\n18. Die Entschädigung des amtlichen Verteidigers von F.___, Rechtsanwalt Roland Winiger, wird auf CHF 13‘663.60 (inkl. Auslagen und MwSt.) festgesetzt, und ist zufolge amtlicher Verteidigung vom Staat Solothurn zu zahlen, zahlbar durch die Zentrale Gerichtskasse Solothurn. Vorbehalten bleibt der Rückforderungsanspruch des Staates während 10 Jahren, sobald es die wirtschaftlichen Verhältnisse von F.___ erlauben (Art. 135 Abs. 4 StPO).\n19. Die Entschädigung des amtlichen Verteidigers von G.___, Rechtsanwalt Alexander Kunz, wird auf CHF 44‘550.65 (inkl. Auslagen und MwSt.) festgesetzt, und ist zufolge amtlicher Verteidigung vom Staat Solothurn zu zahlen, zahlbar durch die Zentrale Gerichtskasse Solothurn. Nach Abzug der vom Staat bereits geleisteten Zahlungen von total CHF 23‘000.00, ergibt sich eine Restforderung von CHF 21‘550.65. Vorbehalten bleibt der Rückforderungsanspruch des Staates während 10 Jahren sowie der Nachzahlungsanspruch des amtlichen Verteidigers im Umfang von CHF 8‘535.35, sobald es die wirtschaftlichen Verhältnisse von G.___ erlauben (Art. 135 Abs. 4 StPO).\n20. F.___ und G.___ haben, unter solidarischer Haftbarkeit, den Privatklägern L.___ und M.___, vertreten durch Rechtsanwältin Renate Senn, eine Parteientschädigung von CHF 11‘297.70 (inkl. Auslagen und MwSt.) zu bezahlen.\n21. A.___ wird mit Wirkung ab 16. Februar 2015 die integrale unentgeltliche Rechtspflege bewilligt. Als unentgeltlicher Rechtsbeistand wird Rechtsanwalt Marc Aebi, eingesetzt."}