{"Signatur": "SO_OG_006", "Spider": "SO_Omni", "Sprache": "de", "Datum": "2020-02-18", "HTML": {"Datei": "SO_Omni/SO_OG_006_STBEJ-2019-3_2020-02-18.html", "URL": "https://gerichtsentscheide.so.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&WebServerUrl=&WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&OmnisLibrary=JURISWEB&OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&OmnisServer=7001&Parametername=WEB&Schema=JGWEB&Source=&Aufruf=getMarkupDocument&cSprache=DE&nF30_KEY=143944&W10_KEY=11060384&nTrefferzeile=17&Template=/simple/search_result_document.html", "Checksum": "2ce44103c9981cac03c4bbcb712ac3cd"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["STBEJ.2019.3"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Solothurn Obergericht Strafkammer 18.02.2020 STBEJ.2019.3"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Solothurn Obergericht Strafkammer"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Soleure  Strafkammer"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Soletta  Strafkammer"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Betrug, Urkundenfälschung, etc."}], "ScrapyJob": "446973/56/2692", "Zeit UTC": "20.03.2026 00:06:50", "Checksum": "8a47b461dd8d2eb0081c560ca4190a6b", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Solothurn Obergericht Strafkammer 18.02.2020 STBEJ.2019.3\nRegeste:\nBetrug, Urkundenfälschung, etc.\n\n\n3.6 Am 20. Februar 2018 wurde der Jugendliche im Massnahmenzentrum N.___ platziert. Dem Zwischenbericht vom 29. Mai 2018 lässt sich Folgendes entnehmen:\nDer Jugendliche lege bezüglich der internen Berufsabklärung ein ambivalentes Verhalten an den Tag: Einerseits arbeite er in allen Schnupperbetrieben zuverlässig, verhalte sich gegenüber Mitarbeitern und Lernenden äusserst korrekt und erledige die ihm aufgetragenen Arbeiten mit gutem handwerklichem Geschick und Sorgfalt. Andererseits wirkten seine Einsätze aber unmotiviert und ziellos. Diesen Eindruck habe der Jugendliche in den jeweiligen Beratungsgesprächen denn auch bestätigt. Er habe wiederholt betont, dass er sich keine Ausbildung in einem handwerklichen Berufsfeld vorstellen könne. Er habe sämtliche Ausbildungsangebote des Massnahmenzentrums N.___ abgelehnt. Er wünsche sich eine Ausbildung im kaufmännischen Bereich oder einen externen Ausbildungsplatz. Nach Gesprächen habe er sich sodann auf einen Schnuppereinsatz als Metallbaukonstrukteur eingelassen, wobei er diesen Arbeitsplatz gewählt habe, um den Zeitraum bis zum Gerichtstermin überbrücken zu können. Auch bei diesem Schnuppereinsatz zeige er angenehme Umgangsformen. Zudem erscheine er stets pünktlich. Bisherige Abklärungen hätten aber gezeigt, dass er sich wenig für diese anspruchsvolle Ausbildung eigne. Er zeige kein Interesse am Handwerk und lehne das obligatorische Praktikum in der Werkstatt ab. Auch das dafür zwingend vorausgesetzte Vorstellungsvermögen erscheine als zu wenig entwickelt. In Beratungsgesprächen sei er wiederholt dazu angehalten worden, sich für die Ausbildungsmöglichkeiten im Massnahmenzentrum N.___ zu öffnen. Dabei habe er aber immer wieder betont, dass er sich auf keine Ausbildung konzentrieren könne und nicht leistungsfähig sei.\nDer Jugendliche liege beim Stellwerkcheck im Fach Mathematik mit 435 Punkten im unteren Durchschnittsbereich. Im Vergleich zu den Lernenden im Massnahmenzentrum N.___ stelle dies jedoch ein leicht überdurchschnittliches Ergebnis dar. Im Fach Deutsch liege er mit 340 Punkten leicht unter dem Durchschnitt. Verglichen mit den Lernenden im Massnahmenzentrum N.___ sei dies ein durchschnittliches Ergebnis. Sein Vorstellungsvermögen liege mit 469 Punkten im durchschnittlichen Bereich. Er sei immer pünktlich und motiviert in den Unterricht gekommen. Er habe die Aufgaben stets sauber, ruhig und konzentriert bearbeitet und habe sich wenig durch Mitschüler ablenken lassen. Über den gesamten Zeitraum sei er jeweils bei der Sache geblieben und habe die Aufgaben in angemessener Geschwindigkeit bearbeitet. Er kommuniziere anständig mit Mitschülern und Lehrpersonen. Inhaltlich sei nicht eindeutig abzuklären, wo seine Ressourcen liegen würden. Durch seine stets freundliche Ausstrahlung sowie rege mündliche Beteiligung scheine er zwar ein guter Schüler zu sein, seine inhaltlichen Leistungen, vor allem in Mathematik, wiederspiegelten dies jedoch nicht eindeutig. Im Fach Sprache und Kommunikation lägen seine Leistungen im guten Durchschnitt. Er zeige das nötige handwerkliche Geschick. Er erledige alle ihm aufgetragenen Arbeiten bereitwillig. Seine Leistungen bezüglich Arbeitsqualität seien gut. Sein Arbeitstempo sei als träge wahrgenommen worden. Eigeninitiative und Berufsinteresse seien noch zu steigern. Zusammenfassend wird in Bezug auf Ausbildung und Schule festgehalten, der Jugendliche sei aufgrund seiner sozialen, handwerklichen und schulischen Fähigkeiten im Sinne des Massnahmenzentrums N.___ ausbildungsfähig. Er scheine sich jedoch einer exakten Leistungsabklärung entziehen zu wollen und lasse sich nur ambivalent auf das Angebot der Berufsausbildung ein."}