Die örtliche Distanz sei von der Ehefrau auch bewusst gewählt worden. Sie könne am neuen Ort unbelasteter neu anfangen, weshalb es ihr auch durchaus zuzutrauen sei, dass sie die Kinderbetreuung und die Hausarbeit selber bewältigen könne. Neu werde die Ehefrau sogar die Möglichkeit haben, jedes zweite Wochenende für sich alleine zu nützen, wenn die Kinder zum Vater auf Besuch gingen. Die Ehefrau habe nie bestritten, Medikamente einzunehmen und gehe offen damit um. Die Einnahme der Medikamente spreche nicht gegen eine Obhutszuteilung an sie, da kein einziger Vorfall bekannt sei, wonach sie sich wegen der Medikamente falsch verhalten habe.