Daraus darf man jedoch nicht den Schluss ziehen, dass der Inhalt der umstrittenen Bücher bereits dergestalt zu einem für alle Drogengefährdeten schon bekannten Allgemeingut geworden ist, dass es am Tatbestandserfordernis der Neuheit und damit der Eignung fehle. Es bleibt immer noch die nicht zu unterschätzende Wahrscheinlichkeit bestehen, dass Abnehmer der Broschüren in die Drogenszene einsteigen oder ihr Erwerbs- bzw. Konsumgebaren intensivieren oder verfeinern. Das durch die beschlagnahmten Werke vermittelte Wissen fällt immer wieder auf einen fruchtbaren Boden, weil viele Käufer durch das Lesen erst auf die Idee kommen, Hanfkraut selber anzupflanzen.