Die norwegische Botschaft durfte demnach im Vertrauen auf die offizielle Auskunft des französischen Aussenministeriums aus dem Jahre 1965 die Trauung vornehmen, umso mehr als es sich um einen genau gleichen Fall wie damals handelte. Der Einwand des Justiz-Departementes, es sei Sache der Botschaften, sich über allfällige Praxisänderungen betreffend den französischen ordre public laufend zu informieren, ist nicht überzeugend, zumal dieser ordre public durch Entscheide von Gerichten aus ganz Frankreich und eventuell sogar unterer und oberer Instanz bestimmt wird.