Auch wenn die niedrige Frustrationstoleranz Teil der dissozialen Persönlichkeitsstörung sei, so gelte es den Einfluss durch die Multiple Sklerose nicht zu unterschätzen. Der Beschwerdeführer habe von starken Schmerzen und dadurch verursachten Schlafproblemen berichtet. Aus fachpsychologischer Sicht sei es als indiziert zu erachten, die aus der Multiplen Sklerose entstandenen Problematiken möglichst zielführend zu behandeln (Reduktion der Schlafstörungen, funktionales Schmerzmanagement), um die aus der Persönlichkeitsstörung entstandenen Problematiken hinsichtlich Konfliktmanagement möglichst klar von den Folgen der Multiplen Sklerose differenzieren zu können.